Wurde mit lautstarkem Beifall belohnt: Judy Bailey. Text und Fotos: Fritz Rudolf
Wurde mit lautstarkem Beifall belohnt: Judy Bailey. Text und Fotos: Fritz Rudolf

Gro­ßes Inter­es­se sei­tens der Bevöl­ke­rung fand der von der Katho­li­schen Kir­chen­ge­mein­de St. Georg und der Jesus Gemein­de Sul­gen ver­an­stal­te­te „Lese-Lie­der-Abend“ mit Judy Bai­ley und Patrick Depuhl in der Turn- und Fest­hal­le See­dorf. Gäs­te aus nah und fern woll­ten sich die­sen musi­ka­li­schen Genuss nicht ent­ge­hen las­sen.

See­dorf. Beein­dru­ckend schon vor Beginn auch die Gestal­tung der Hin­ter­grund­ku­lis­sen, wel­che dem Zuschauer/Zuhörer einen far­ben­präch­ti­gen Ein­druck von der Lebens­welt der Hei­mat der bei­den Künst­ler, der Kari­bik, ver­mit­tel­ten.

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Bil­der­ga­le­rie, auch mit Patrick Depuhl – bit­te kli­cken Sie hier.

Haut­nah, lebens­nah, lei­se, nach­denk­lich, zwei­spra­chig, authen­tisch der Auf­tritt. Judy Bai­ley – auf Bar­ba­dos in der Kari­bik gebo­ren – brach­te ihre Lie­der auf Eng­lisch zu Gehör, ihr kon­ge­nia­ler Part­ner und Ehe­mann Patrick blät­ter­te im in Wor­te gefass­ten Lebens­buch der bei­den. Dabei ent­stand ein Dia­log zwi­schen Musik und einer Art Hör­buch, aus dem vie­le Geschich­ten erzählt wur­den. Eine Welt­rei­se durch ver­schie­de­ne Kon­ti­nen­te; eine eige­ne Lebens­rei­se mit per­sön­li­chen Höhen und Tie­fen, Hoff­nun­gen und Höhen­flü­gen, aber auch Kri­sen und schwe­ren Zei­ten im fami­liä­ren Umfeld. Man­che Aus­sa­gen recht intim. Alles Songs und Lie­der aus vol­ler See­le über Glau­be, Hoff­nung, Leben, Tod, aber auch vol­ler Lebens­freu­de und Glück. Stets sehen sie das Licht am ande­ren Ende des Tun­nels, sind posi­tiv auf­ge­la­den.

So war es nicht ver­wun­der­lich, dass die Bei­trä­ge immer wie­der mit laut­star­kem Bei­fall beglei­tet wur­den. Das Publi­kum wur­de ani­miert, zum ange­spiel­ten Rhyth­mus zu klat­schen oder gar den Refrain mit zu sin­gen. Ja, es kam sogar zu einem musi­ka­li­schen Auf­tritt einer Zuhö­re­rin auf der Büh­ne. So wur­de aus dem Duo für eine kur­ze Zeit ein Trio. Danach herrsch­te wie­der abso­lu­te Ruhe, stil­les, viel­leicht auch in sich gekehr­tes, Schwei­gen und Nach­den­ken. Die lei­sen Töne über­wieg­ten und öff­ne­ten so den Blick für Hoff­nung, Mut und Zuver­sicht.

Den Zuhö­rern schien es gefal­len zu haben. Erst nach wei­te­ren Zuga­ben ent­lie­ßen sie die bei­den christ­li­chen Künst­ler von der Büh­ne.