Volker Kauder. Archiv-Foto: nrwz

Das ist zwei Tage nach der ernüch­tern­den Bun­des­tags­wahl der nächs­te her­be Rück­schlag für den Wahl­kreis-Abge­ord­ne­ten Vol­ker Kau­der: Mit 77,3 Pro­zent bekam er am spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag das bis­her schlech­tes­te Ergeb­nis als Vor­sit­zen­der der CDU/C­SU-Frak­ti­on im Bun­des­tag.

Da nutz­te es auch nichts, dass ihn Bun­des­kanz­le­rin Ange­la Mer­kel am Mon­tag aus­drück­lich vor­ge­schla­gen hat­te. Im Bun­des­vor­stand habe es dafür „eine brei­te Mehr­heit“ gege­ben“, sag­te sie.

Zuletzt wur­de Kau­der mit 93,8 Pro­zent als Frak­ti­ons­chef bestä­tigt. Er ist seit 2005 im Amt und gilt als enger Ver­trau­ter und Rat­ge­ber der Kanz­le­rin.

Im Vor­feld hat­ten vor allem jün­ge­re Abge­ord­ne­te ver­sucht, Kau­der als Bun­des­tags­prä­si­dent ins Spiel zu brin­gen. Doch der lehn­te ab und beton­te, er wol­le sein Amt behal­ten.

Die Wahl gilt vor­erst für zwei Jah­re. In der Mit­te der Legis­la­tur­pe­ri­ode kommt es zu einer Abstim­mung, die aber bis­her als rei­ne Rou­ti­ne galt.