Große Verluste für CDU-Kandidatin, aber Rottweil bleibt schwarz – die Bundestagswahl in Stadt und Landkreis

Große Verluste für CDU-Kandidatin, aber Rottweil bleibt schwarz – die Bundestagswahl in Stadt und Landkreis

ROTTWEIL. Maria-Lena Weiss (CDU) kann ihren namhaften Vorgänger, Volker Kauder, als Bundestagsabgeordnete im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen beerben. Das steht nunmehr fest. Weiss war das Direktmandat bald sicher. In Rottweil selbst hat sie aber einen Verlust von rund zehn Prozent der Stimmen eingefahren, wahlkreisweit noch etwas mehr, 11,5 Prozent. Dennoch blieb die CDU die mit Abstand stärkste Kraft. In einer ersten Reaktion erklärte ihre Konkurrentin Annette Reif von den Grünen: „Das Wahlergebnis ist eine Enttäuschung. Dass die Klimafrage die Existenzfrage unserer Zeit ist, spielt im Wahlkreis leider noch keine Rolle.“

Update 27.09.2021, 6 Uhr: Das Wahlkreisergebnis liegt vollständig vor, die Diagramme sind aktualisiert.

Update 26.09.2021, 23 Uhr: Das Ergebnis des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen liegt noch nicht vollständig vor. Doch fest steht: Zwei Gemeinden konnte die SPD im gesamten Wahlkreis der CDU abnehme – Schiltach im Kreis Rottweil und Hausen ob Verena im Kreis Tuttlingen. Das restliche Gebiet ist tiefschwarz, geht an die CDU, an Kauder-Nachfolgerin Maria-Lena Weiss. Ihr bescherten die Wähler allerdings einen für hiesige Verhältnisse bescheidenen Start, gaben sie doch gut zehn Prozent der Erststimmen einer oder einem der anderen Kandidatinnen und Kandidaten. So etwa Annette Reif von den Grünen und vor allem Dr. Andreas Anton von der FDP. Nicht profitieren konnte SPD-Kandidat Mirko Witkowski vom Abwärtstrend der Konkurrenz. Er festigte lediglich das Ergebnis seiner Partei von vor vier Jahren. Der Kandidat des Querdenker-Sammelbeckens „Die Basis“, Andreas Moritz, kam bei den Erststimmen aus dem Stand im Wahlkreis auf gut 3 Prozent der Stimmen, die AfD fuhr in etwa ihr Ergebnis von vor vier Jahren wieder ein.

Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen – das Ergebnis

Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen – die Stimmenverteilung

Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen – Gewinne und Verluste

Reaktionen







Update 26.09.2021, 22.11 Uhr: Bösingen hat gewählt. Mit großer Mehrheit ebenfalls die CDU. Damit sind die Wahlergebnisse aus dem Landkreis Rottweil komplett.

Update 26.09.2021, 22.07 Uhr: Es fehlt als Letztes aus dem Kreis Rottweil noch das Wahlergebnis aus Bösingen, aber nachdem auch fast alle Ergebnisse aus den Städten und Gemeinden des Landkreises Tuttlingen vorliegen, können wir festhalten: Maria-Lena Weiss (CDU) wird das Direktmandat des Wahlkreises Rottweil-Tuttlingen für ihre Partei verteidigen. Ihr Ergebnis ist bei Weitem nicht so gut wie das ihres Vorgängers. Aber es reicht für den Gang nach Berlin.

Update 26.09.2021, 22.02 Uhr: Hier ist das Wahlergebnis aus Oberndorf:

Update 26.09.2021, 21.22 Uhr: Es fehlen noch Bösingen und Oberndorf. Dann ist der Landkreis komplett. Der Wahlkreis freilich noch nicht.

Update 26.09.2021, 21.22 Uhr: In Wellendingen ist die CDU stark.

Update 26.09.2021, 21.19 Uhr: Sulz ist Heimatstadt des AfD-Landtagsabgeordneten Emil Sänze. Das Ergebnis der Partei dort: leicht überdurchschnittlich.

Update 26.09.2021, 21.16 Uhr: Das Ergebnis aus Schenkenzell liegt schon seit einiger Zeit vor. Hier reichen wir es nach.

Update 26.09.2021, 21.13 Uhr: Als Zwischenbemerkung: Nur Schiltach ist im Landkreis Rottweil aktuell eine rote Gemeinde. Das Ergebnis von dort: siehe unten. Ein Blick in den Nachbarlandkreis: Dort ist Hausen ob Verena rot. Sonst bislang keine Stadt oder Gemeinde.

Update 26.09.2021, 21.10 Uhr: Hardt – weiter eine Hochburg der CDU:

Update 26.09.2021, 21.10 Uhr: die Stimmenverteilung in Fluorn-Winzeln:

Update 26.09.2021, 21.07 Uhr: Das Wahlergebnis aus Dornhan:

Update 26.09.2021, 21.04 Uhr: Diese Grafik zeigt beispielhaft, wie massiv die CDU im Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen teils Federn gelassen hat. Ein Schlaglicht auf die Stimmenverteilung in Villingendorf. Die für den gesamten Land- beziehungsweise Wahlkreis liegt noch nicht vor.

Update 26.09.2021, 20.59 Uhr: So hat Epfendorf gewählt – wo vor allem die Grünen schlecht abgeschnitten haben:

Hinweis: Schramberg hat einen eigenen Beitrag:

Update 26.09.2021, 20.52 Uhr: So hat Deißllingen gewählt:

Update 26.09.2021, 20.52 Uhr: Villingendorf liegt vor:

Update 26.09.2021, 20.50 Uhr: So hat Dietingen gewählt.

Update 26.09.2021, 20.40 Uhr: Die Stimmenverteilung in Rottweil.

Die Erststimmen.

Die Zweitstimmen.

Update 26.09.2021, 20.32 Uhr: Das Wahlergebnis aus Rottweil liegt vor. Maria-Lena Weiss siegt klar vor ihren Mitbewerberinnen und Mitbewerbern. Auf sie entfallen fast 29 Prozent der Stimmen. Aber: Ihr Vorgänger Volker Kauder hatte 2017 in der Stadt am Neckar noch satte 40 Prozent geholt.

Update 26.09.2021, 20.25 Uhr – so hat Eschbronn gewählt: die CDU eher unterdurchschnittlich, die AfD eher überdurchschnittlich im Vergleich zu den aktuellen, noch nicht vollständigen Ergebnisse aus dem gesamten Landkreis.

Update 26.09.2021, 20.18 Uhr: Zimmern, die CDU-Gemeinde. 28,7 Prozent der Zweitstimmen gehen an die Partei. Auf Platz 2: die FDP.

Update 26.09.2021, 20.14 Uhr: Dunningen liegt vor. Ein klarer Sieg für die CDU und ihre Kandidatin.

Update 26.09.2021, 20.13 Uhr: Eine kleine Sensation: Schiltach ist Rot. Die Gemeinde geht ganz knapp an die SPD.

Update 26.09.2021, 20.10 Uhr: Auch in Lauterbach schneiden die Liberalen gut ab. CDU-Kandidatin Weiss beziehungsweise ihre Partei ist unangefochten auf Platz 1.

Update 26.09.2021, 20.05 Uhr: Vöhringen liegt vor. Die Liberalen dort auf Platz 2.

Update 26.09.2021, 19.53 Uhr: Für Rottweil fehlen noch zwei Wahlbezirke von 26. Die Grüne Annette Reif macht hier nach der Kandidatin der CDU, offenbar den zweiten Platz bei den Erststimmen. Dass Rottweil schwarz bleibt, steht auch schon fest, knapp 26,5 Prozent der Zweitstimmen entfallen auf die CDU.

Update 26.09.2021, 19.50 Uhr: Ein erstes Wahlergebnis einer Gemeinde liegt vor: Aichhalden. Die CDU wird in der Gemeinde klar stärkste Kraft, sowohl bei den Erst-, wie bei den Zweitstimmen.

Update 26.09.2021, 19.19 Uhr: Im Wahlbezirk Fluorn schlägt die SPD ganz knapp die AfD. 21,30 Prozent der Zweitstimmen entfallen auf die Roten, 21,06 auf die Blauen. Die CDU kommt auf Platz drei. Die Datenbasis: 435 Stimmen.

Update 26.09.2021, 19.05 Uhr: Die FDP ist in den Dietinger Teilorten Rotenzimmern und Gösslingen stark. In den beiden Wahlbezirken holt Dr. Andreas Anton gut 26 Prozent der Erststimmen, bei den Zweitstimmen kommen die Liberalen sogar auf mehr als 28 Prozent. Diese Zahlen beziehen sich allerdings auf bisher nur 187 ausgezählte Stimmen …

Update 26.09.2021, 19 Uhr: Die AfD ist in Rottweil-Neukirch stark. Die Ergebnisse aus den Wahllokalen gehen nach und nach ein. Jetzt liegt Neukirch vor. 18,84 Prozent der Zweitstimmen gehen dort an die AfD. Genau eine Stimme erhielt dort Mario Caraggiu, „Die Humanisten“. Und genau eine Zweitstimme ging an „Team Todenhöfer“.

Update 26.09.2021, 18.45 Uhr: Klarer Sieg für Maria-Lena Weiss in Rottweil-Feckenhausen. 39,29 Prozent der Erststimmen kann die CDU-Kandidaten auf sich vereinen. Mirko Witkowski (SPD) kommt auf 18,57 Prozent der Erststimmen. Ähnliches Ergebnis bei den Zweitstimmen. Ist das ein Trend für die Gesamtstadt? Bleibt Rottweil schwarz?

Ein erstes Ergebnis – aus dem Wahllokal Rathaus Rottweil-Feckenhausen

Vor der Auszählung

Maria-Lena Weiss. Foto: him

Update, 26.09.2021, 17.45 Uhr: 2017 hieß der klare Sieger im Bundestags-Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen noch Volker Kauder (CDU). Er erreichte 43 Prozent der Stimmen. Nun, 2021, tritt Kauder nicht mehr an, weshalb die Wahl auch in diesem Wahlkreis als spannend gilt. Kann ihm Maria-Lena Weiss nachfolgen, ein ähnlich starkes Ergebnis vorlegen?

147.796 Menschen sind im Wahlkreis stimmberechtigt.

Das Ergebnis 2017 im Wahlkreis 285: Rottweil – Tuttlingen

Update, 26.09.2021, 17.42 Uhr: Landeswahlleiterin Cornelia Nesch teilte am Nachmittag mit, dass die repräsentativ erhobene Wahlbeteiligung in den Urnenwahllokalen gemessen an der Zahl aller Wahlberechtigten in den Wahllokalen um 14 Uhr landesweit 23,27 Prozent betrug. Dabei sind die abgegebenen Stimmen der Briefwählerinnen und -wähler nicht berücksichtigt. Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2017 wurde zum selben Zeitpunkt eine Wahlbeteiligung von 37,2 Prozent ermittelt. Gegenüber dem 2017 ermittelten Ergebnis ergibt sich damit ein Rückgang um 13,93 Prozentpunkte. Der Rückgang der Wahlbeteiligung in den Urnenwahllokalen lasse sich mit dem pandemiebedingt erwarteten Anstieg der Briefwähleranzahl erklären, der bereits bei der Landtagswahl am 14. März 2021 beobachtet werden konnte, so das Innenministerium in einer Stellungnahme. In den repräsentativ ausgewählten Wahlbezirken haben rund 42,47 % aller Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Ohne die Wahlberechtigten, die per Briefwahl und deshalb nicht im Wahllokal wählen, liegt die Wahlbeteiligung der Urnenwahl bei 40,45 Prozent.

Unsere Erstmeldung: Bis Freitag hatten rund 7000 Wählerinnen und Wähler Briefwahl beantragt, teilte die Stadtverwaltung am Sonntag mit. Im Vergleich zur vorherigen Bundestagwahl habe sich die Zahl der Briefwähler damit nahezu verdoppelt. Die Wahlbeteiligung dürfte nach derzeitigem Stand in etwa den Wert der letzten Bundestagswahl 2017 erreichen, sie lag damals bei 75,8 Prozent, so die Stadtverwaltung.

Wie bei Wahlen üblich, statten auch heute wieder Bürgermeister Dr. Christian Ruf und Fachbereichsleiter Bernd Pfaff sämtlichen Wahllokalen einen kurzen Besuch ab, um sich vom Ablauf ein Bild zu machen. „Unsere Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern. Sie verzichten heute auf ihre Freizeit, um einen wichtigen Dienst an unserer Demokratie zu leisten“, betont Bürgermeister Dr. Ruf. „Auch dieses Mal sind die Umstände besonderes, dennoch läuft die Wahl bislang routiniert und ohne besondere Vorkommnisse.“ Wie bereits bei der Landtagswahl hatte die Stadt Rottweil im Vorfeld die Zahl Briefwahllokale von vier auf acht erhöht.

Die Zahl der Wahllokale reduziert sich dagegen von 26 auf 18. Wie auch bei früheren Wahlen schon sind auch heute wieder Wahlforscher im Auftrag von ARD und ZDF in zwei Wahlbezirke vor Ort, um für Prognosen und Hochrechnungen Zahlen zu erheben. 

Die Wahlbeteiligung sei angesichts des hohen Briefwahlanteils verhältnismäßig gut, man gehe von einer ähnlich hohen Beteiligung wie 2017 aus, so Dr. Ruf. „Und natürlich freuen wir uns, wenn im Laufe des Nachmittags auch noch kurzfristig Wählerinnen und Wähler ihren Weg ins Wahllokal finden werden.“ Das Wahlamt der Stadt Rottweil meldet das Ergebnis an den Kreiswahlleiter.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 26. September 2021 von NRWZ-Redaktion. Erschienen unter https://www.nrwz.de/bundestagswahl-2021/bundestagwahl-in-rottweil/324453