„Politiker sollten handwerklich saubere Politik machen“

„Politiker sollten handwerklich saubere Politik machen“

Die Baubranche habe es derzeit nicht leicht: Steigende Rohstoffpreise und fehlendes Personal, aber auch überbordende Bürokratie machten zu schaffen, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Bundestagskandidatin Annette Reif von den Grünen besuchte daher den Hausspezialisten Kitzlinger in Sulz. Sie unterhielt sich mit den beiden Geschäftsführern Uwe und Otto Kitzlinger darüber, wo derzeit der Schuh drückt.

 

Sie lernte ein Unternehmen mit Tradition und klarer Ausrichtung in Sachen Ökologie kennen. So nutze Kitzlinger als Baustoff Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft und lasse sich deren Wandsystem regelmäßig von unabhängigen Instituten zertifizieren. Jedes Jahr entstünden hier etwa 40 Häuser aus Holz und mit nachhaltiger Haustechnik.

Allerdings machten den Kitzlingers die massiv gestiegenen Holzpreise schwer zu schaffen. Von 320 Euro auf 1000 Euro pro Kubikmeter, das sei enorm. Dazu kämen lange Lieferzeiten, nicht nur bei Holz, auch andere Baustoffe seien schwerer zu bekommen und teurer geworden. Dank langjähriger Geschäftsbeziehungen zu den Lieferanten bestünden aktuell aber keine Probleme in der Abwicklung der Bauvorhaben. Leider kämen die hohen Holzpreise noch nicht bei den Waldbesitzern an. Der Profit gehe an die Zwischenhändler – sehr bedauerlich finden das Uwe und Otto Kitzlinger.

Fürs Handwerk begeistern

Thema des Gesprächs mit Kandidatin Annette Reif war zudem die Wertschätzung des Handwerks und damit die Frage, wie es gelingen könne, mehr junge Menschen für einen Handwerksberuf zu begeistern. Praktika im Handwerk oder eine Art verpflichtenden Dienst an unserer Gesellschaft wären eine Möglichkeit, ihnen zu zeigen, dass Handwerk Spaß mache und Zukunftsperspektiven biete.

Auch die überbordende Bürokratie und unterbesetzte Bauämter seien ein Hemmschuh. Der Appell der beiden Geschäftsführer war daher deutlich: „Politiker sollten handwerklich saubere Politik machen“, gleich dem Handwerker, der sauber und überlegt schaffen müsse. Ein Appell, den Annette Reif gerne unterstrich: „Ich bin zwar keine Perfektionistin, sondern eine pragmatische Realpolitikerin, und stehe mit beiden Beinen auf dem Boden“, so die Kandidatin. Otto und Uwe Kitzlinger waren positiv überrascht von dem Gespräch, dem sie zunächst skeptisch gegenüber gestanden hätten. Aber Annette Reif konnte dafür werben, dass sie wählbar sei,. Auch, da sie ja selbst aus der Wirtschaft komme und wisse, worum es gehe.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 11. August 2021 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/bundestagswahl-2021/politiker-sollten-handwerklich-saubere-politik-machen/320715