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„Lebe wohl und liebe mich“

September 6, 18:00

– die unglaubliche Liebe zwischen Goethe und Christiane Vulpius, Uraufführung mit Tatort-Regisseurin Sylvia Hoffman beim Trossinger Kultursommer 2020. Darsteller: Ulrike Neradt und Frank Golischewski.

Sylvia Hoffman, Drehbuchautorin und Regisseurin vieler TV-Produktionen, davon allein 17 Tatorte beim Hessischen Rundfunk, ist am 6. September um 18 Uhr im Kultursommer 2020 in Trossingen zu Gast: mit „Lebe wohl und liebe mich“ bringt die Autorin die Uraufführung einer szenischen Lesung auf die Bühne der Kulturfabrik Kesselhaus. Im Mittelpunkt steht Deutschlands größter Dichterfürst, Johann Wolfgang von Goethe, und die große Liebe seines Lebens und spätere Frau, Christiane Vulpius.

Sylvia Hoffman hat ein bewegtes Leben hinter sich: mit einem amerikanischen Journalisten verheiratet, leitete sie einige Jahre ein Theater in den USA, bevor sie nach Deutschland zurückkehrte, als Drehbuchautorin und Regisseurin für den Tatort und andere TV-Produktionen arbeitete und künstlerische Leiterin des Volkstheaters Frankfurt wurde. Der Einblick, den Sylvia Hoffman den Zuhörern in ihrem Hör-Stück gewährt, ist genauso außergewöhnlich wie die Beziehung zwischen Goethe und Christiane Vulpius. „Meine Frau hat keine einzige Zeile von mir gelesen“, stellt Deutschlands bedeutendster Dichter nüchtern fest. Und mit Blick auf die Verpflegung, die sie ihm geschickt hat: „“Die schönen Würste haben ein gar gutes Ansehen, und so ist alles in bester Ordnung.“ Der große Dichter hat sich in ein zauberhaftes, aber bodenständiges Mädchen aus der Blumenfabrik in Weimar verliebt, und während er sich mit Schiller und Humboldt, mit Philosophen und Fürsten austauscht, hat sie nur eines im Sinn: Die Gurken-Ernte im heimischen Garten in Lauchstädt. Ihre Geschäftstüchtigkeit in Sachen Vermarktung seiner Theater-Stücke allerdings verhilft ihm schließlich zu einem kleinen Vermögen.

Ulrike Neradt, Chanson-Sängerin, Schauspielerin und Moderatorin, übernimmt die Rolle der Christiane Vulpius, der Trossinger Musical-Autor und Schauspieler-Pianist Frank Golischewski schlüpft in die Rolle von Goethe. Zwischendurch kommentieren die beiden Darsteller aber auch das Geschehen, etwa wenn sich die Beziehung in den Briefen über weite Strecken auf Würste und Wein oder einen Schweinskopf konzentriert. Bei aller Kuriosität dieser Beziehung wird es aber auch emotional: von ihren Kindern überlebt nur eines. Christiane, wesentlich jünger als Goethe, ist gesundheitlich den Strapazen nicht gewachsen. „Lebe wohl und liebe mich“ gewährt einen tiefen Einblick in das Seelen-Leben des großen Universal-Genies und seiner geliebten Frau, begleitet von einer Klavier-Bühnen-Musik, die Frank Golischewski geschrieben hat. Die Autorin und Regisseurin Sylvia Hoffman ist anwesend, sie wird im Anschluss an die szenische Lesung noch für einen Talk auf die Bühne gebeten.

Details

Datum:
September 6
Zeit:
18:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Kulturfabrik Kesselhaus
Trossingen,

Veranstalter

Stadt Trossingen
E-Mail:
Frank.Golischewski@t-online.de