Hu-Hu-Hu und Narri-Narro,

willkommen zur Fasnets-Sonderseite der NRWZ. Hier finden Sie, liebe Leser, unsere satirischen Fasnetsbeiträge 2021 ebenso wie unsere Berichterstattung rund um diese besondere Fastnacht. Auch haben wir eingesandte Videos verlinkt sowie unsere beliebten Narreninterviews.

Wir wünschen Ihnen eine glückselige Fasnet 2021 – die Sie nach Lage der Dinge daheim verbringen sollten. Bleiben Sie gesund!

Ihre Verklepferredaktion.

Kein Inhalt verügbar

Original Narrenstückle

Der Gauser Heorg und seine Deniala, die sind eigentlich Highest Society. Führen ein Leben auf der Überholspur, gönnen sich vom Feinsten, er so der Checker mit dem dicken Geldbeutel, sie die Gucci-Gucci-Prada-Lady. Dabei ist die Deniala gar nicht so eine, kann auch ganz bescheiden. Etwa kürzlich, nach einem Ausflug zum internationalen Megaseller Wernhard Bummi Lenzwer nach Berlin. Da war die Deniala alleine unterwegs, ohne ihren Heorg. Also musste es auch keine Business-Class im Linienflug zurück nach Stuttgart sein, sondern eher so Economy-Minus im Flix-Bus. Dicht gedrängt mit schweiß-muffeligen Mitreisenden, aber eben für wenige Euro fuffzich.

Da staunte der Heorg dann nicht schlecht, als er Lady Deniala am Flughafen der Landeshauptstadt in Empfang nahm. Soll sie doch gestunken haben wie ..., naja, eben nicht so gerochen haben wie sonst. Gottseidank war Sommer. So konnten die beiden die Heimreise bei offenen Autofenstern antreten.
Vorbildlich rechtzeitig vor dem ersten Frost lud Kösgers Amelie die Winterreifen in den Kofferraum – wenn’s glatt wird, bin ich gerüstet – und düste mit ihrem schnittigen Polo zum Reifendienst. “Bitte einmal Reifen wechseln”, bat sie, “die Winterreifen sind im Kofferraum”, und stellte den Wagen im Hof ab um ihn später winterfest wieder abzuholen. Kaum wieder daheim, läutet das Telefon. Der Reifendienst war am Apparat. Leider könne man die Winterreifen nicht drauf machen. Herrje, warum denn nicht??

Das im Kofferraum seien Sommerreifen, wurde die Dame informiert, die Winterreifen sind noch drauf vom letzten Jahr!
Im Gemeinderat waren Ortstermine angesagt. Diverses sollte besichtigt werden. Um sich gemeinsam auf den Weg zu machen, treffe man sich am “zentralen Parkplatz” stand in der Einladung. Pflichtbewusst fand sich Stadtrat Hefe Beinleder beizeiten am Treffpunkt ein. Wieder mol da Erschte, dachte er sich, koi Sau do. Geraume Zeit später stand Beinleder immer noch einsam am Treffpunkt. Sapperlot, was ist denn das für eine Arbeitsauffassung, sollte er etwa allein auf Besichtigungstour gehen? Wie lange Beinleder am zentralen Treffpunkt gewartet hat, weiß man nicht so genau, sicher ist, dass die einen Parkplätze einfach zentraler sind als die anderen. Während Beinleder noch am saumäßig zentralen Busbahnhof Nägelesgraben stand, ist der Gemeinderat am noch zentraleren Parkplatz Groß’sche Wiese schon mal abgefahren.
Berthild Holdebrand ist nahezu unermüdlich tätig für die Kirchengemeinde Heilig Kreuz. Er schreibt und dokumentiert und fotografiert, was das Zeug hält und ist deshalb erster Ansprechpartner in Sachen Münster. Kürzlich kam eine Anfrage von Gemeindereferentin Sigrun April, die Fotos vom Münster benötigte. Beflissen warf Holdebrand den heimischen PC an und suchte bis der hochgefahren war sämtliche Bücher und Broschüren heraus, die er über das schöne Gotteshaus verfasst hatte. Wieder am PC traf ihn fast der Schlag: auf dem Bildschirm war nur noch ein unspezifisches Flackern zu sehen, welches je länger er darauf stierte umso hektischer blinkte. Verzweifelt griff er zum Telefonhörer um S. April zu informieren, dass er ihr leider nicht zu Diensten sein könne, da sein Computer gerade den Geist aufgebe und ein seltsames Flackern sicherlich das baldige komplette Ableben des selbigen signalisiere. Verzweifelt packte Holdebrand seine Broschüren wieder zusammen und als er den Packen von der Tastatur herunternahm, auf der er sie abgelegt hatte, setzte bei seinem PC eine spontane Wunderheilung ein. Halleluja, dem Himmel sei’s gedankt!
Engele Gessler überlegt, wo es geht, wie man die Gastronomie und die Einzelhändler unterstützen kann. Und so hat sie zusammen mit ihrem Fritz die Wanderung mit einem großen Essens-Einkauf im schönen Ratshausen verbunden. Weil ihr Fritz Saucen liebt haben sie noch eine Extraportion Sauce bestellt und so war der Korb voll mit Töpfen und Schüsseln köstlichster Leckereien. Zuhause wurde dann gleich alles ausgepackt und sortiert und nochmal aufgewärmt, dass das Festmahl beginnen konnte. Die Extrasauce kam zur anderen Sauce in den Topf und dann – mmmmh- alles auf den Tisch. Aber nanu, die Sauce verwöhnte nicht gerade den Gaumen. Die war ganz eigenartig säuerlich. Und auch der furztrockene Salat ließ arg zu wünschen übrig. Wer weiß was Bocuse dazu gesagt hätte, Engele jedenfalls hatte mit Salatdressing an Bratenjus ein ganz neues Rezept kreiert, das womöglich der Renner in allen Kochbüchern wird.
Gudrun Muysers, die alle nur die gute Gude nennen, war in der Vorweihnachtszeit zum Backen bei ihrer langjährigen Busenfreundin Toni in Schömberg. Das ist für die beiden Freundinnen immer DAS Event in der Vorweihnachtszeit, sie backen und tratschen, und tratschen und backen und der Abend verfliegt und die Dosen sind voller leckerer Plätzle. Da Toni kürzlich operiert wurde am Knie bat sie Gudrun, bevor sie sich auf den Heimweg machte, noch den Mülleimer raus zu stellen aus der Garage. Gudrun stellte Plätzle und Tasche kurz auf den Boden, erledigte das mit der Tonne und düste los. Prompt stand am Straßenrand eine Polizeistreife und als erstes wurde sie mal nach ihren Papieren gefragt.

Sie erzählte, dass sie gerade vom Backen komme und die Papiere hinten mit den Plätzle in der Tasche seien. Sie suchte und suchte, aber da waren weder die Plätzle noch die Papiere. Da dämmerte es Gudrun. Die Polizisten guckten streng, aber Gudrun brachte ihren ganzen Charme auf und schlug vor, dass sie schnell zurückfahren würde, um Papiere und Plätzle zu holen, die stünden bestimmt in der Garage, wo vorher die Mülltonne war. Die Polizisten ließen sich auf den Deal ein, Gudrun raste los und tatsächlich, da stand alles friedlich in der Garage: Plätzle und Tasche mit Papieren. Eilig sauste die gute Gude an den Tatort zurück, aber den Ordnungshütern war wohl inzwischen langweilig geworden und sie waren abgezogen. Leider sind ihnen deshalb auch die leckeren Plätzle entgangen, die sie selbstverständlich hätten probieren dürfen.
Storian Flörzer, seines Zeichens Pfarrvikar, wird von manchen seiner Schäfchen außerhalb des Münsters, etwa auf der Straße, gar nicht so richtig erkannt, da man ihn im Gottesdienst von unten aus dem Kirchenschiff meist nur verschwommen wahrnimmt, durch wabernde Wolken wohlriechenden Weihrauchs. Gern erfleht er in der Messe auch den Beistand eines Großteils der hinlänglich bekannten Heiligen, wer hätte da ahnen können, dass er auf einen speziellen gar nicht so arg gut zu sprechen ist!

Kürzlich suchte Storian verzweifelt einen Schlüssel, den er kurz vorher vom Schlüsselbund genommen hatte. Auf seiner erfolglosen Suche kam er auch im Pfarrbüro vorbei und schilderte seine Not. Ein Gebet zum heiligen Antonius hat da noch immer geholfen, riet ihm die Pfarrsekretärin hilfsbereit. Mit dem hätte er’s nicht so, wiegelte Storian ab… und kaum den heiligen Antonius geschmäht, baumelte der gesuchte Schlüssel wie durch ein Wunder plötzlich wieder am Schlüsselbund. Heilige sind eben von Haus aus nicht nachtragend!

Eilig sauste die gute Gude an den Tatort zurück, aber den Ordnungshütern war wohl inzwischen langweilig geworden und sie waren abgezogen. Leider sind ihnen deshalb auch die leckeren Plätzle entgangen, die sie selbstverständlich hätten probieren dürfen.
Die einen nennen sich Liebling, die anderen rufen sich Schätzle, Kirat Fösger hingegen hat seine Liebste unter “Babe” im Handy abgespeichert. Dringend sollte er sie jetzt telefonisch erreichen, aber Babe nimmt einfach nicht ab. Kaum hat er wieder aufgelegt, kommt eine Benachrichtigung: Babe hat versucht Sie anzurufen. Verflixt! Sofort ruft er wieder an. Aber statt Babe ist eine völlig fremde Dame am Telefon: “Es tut uns leid, diese Mailbox ist nicht verfügbar, bitte versuchen Sie es später erneut!”

Das gibt’s doch nicht! Und schon wieder die Benachrichtigung: Babe hat versucht Sie anzurufen. So geht das hin und her und kurz bevor Kirat dem Wahnsinn anheim fällt, dämmert ihm, dass auf seinem Handy ja auch das Gegenstück zu Babe eingespeichert ist: Er selbst! Und unter welchem Namen? Babe natürlich! Da kann man es Babe wirklich nicht verübeln, dass sie nie abnimmt, wenn Babe elfmal bei sich selber anruft!
Was tut man während des Lockdowns, um nicht völlig zu verblöden? Genau – die Wohnung renovieren! Wie hundert andere auch, hat sich Münther Güller ans Werk gemacht. Und er nahm es sehr genau. Vor allem seine Frau. Die unnützen alten Leitungen, die über den Balkon laufen haben sie schon lange gestört. Und als Friseur ist man schließlich ein Tausendsassa mit der Schere. Ritsch-Ratsch und schon waren diese, die Optik störenden Kabel Geschichte.

Als alles fertig war, setzte bei Güllers eine tiefe Vereinsamung ein. Denn, nicht nur kam Corona bedingt niemand vorbei, es rief auch kein Schwein mehr an! Irgendwann meldete sich dann der Sohnemann per Handy: Ja, seid ihr denn nie daheim??!! Da hat’s Münther gedämmert. Beim Anruf bei der Störungsstelle hat die Dame gleich gefragt, ob sie etwa renoviert hätten. Kurz darauf kam dann ein junger Mann zu Besuch, der sich die Situation angeschaut hat und innerhalb von zehn Minuten war die Kabelordnung auf dem Balkon wieder hergestellt.
Im Leben hat alles seine zwei Seiten und das ist in Ordnung so. Dass das nicht nur philosophisch gemeint ist, sondern harte Tatsache, musste Denjamin Beiber am eigenen Leib erfahren. Wenn man sich als Wirtschaftsingenieur in die Niederungen des Handwerks begibt, darf man einfach nicht zu verkopft an die Sache gehen.

Und so ein Hühnerhaus baut man ja maximal ein- bis zweimal im Leben, da fehlen völlig die Erfahrungswerte. Immerhin kommt man mit vier Wänden schon recht weit. Will man das Ganze dann noch etwas anspruchsvoller gestalten, arbeitet man mit abgeschrägten Seitenwänden. Aber Obacht, selbst ein Hühnerhaus hat seine zwei Seiten, respektive Seitenwände, quasi eine rechte und eine linke. Nein, keine zwei rechten! Aber nur gemach, oder hat man je von einem Huhn gehört, dass seinen Bauherrn veklagte weil die Bude schief hängt?
Im Untergeschoss des gemeinsamen Hauses wird die Wohnung renoviert. Man ist über Wochen beschäftigt. Doch je größer der Aufwand, desto maximaler laufen die Gebrüder H. Ertkorn zu Hochform auf. So wird gern mal in wildem Aktionismus eine Holzdecke runtergerissen und wenn man schon mal am Runterreißen ist, muss die Tapete auch gleich dran glauben.

Ein Sau-G’schäft! Die Tapete klebt an der Wand als ob sie das nächste Jahrhundert auch noch überdauern müsste. Fitzel für Fitzel muss das Mistding abgeschabt werden. Und inzwischen können sich die zwei Schaffer beim Blick zur Decke gar nicht mehr so recht erinnern, warum sie überhaupt die Holzdecke runtergerissen haben. So eine Holzdecke würde den Raum geradezu aufwerten. Da muss glatt wieder eine rauf.

Und kurz darauf kommt der innerfamiliäre Spezialist für Malerarbeiten auf der Baustelle vorbei. Er schaut den Herren eine Weile beim Fitzel abschaben zu und meint dann :” Wieso machet ihr au dia Tapet runter, do hätte mer da Putzgrund direkt druffklatscha könna!”
Endlich ist er da, der niegelnagelneue Audi! Man gönnt sich ja sonst nix und wenn das auf jemanden zutrifft, dann doch sicher auf Stadtpfarrer Wimo Teber. Welche Freude, wo doch schon fürs Vorgängermodell eigens das Garagentor verbreitert wurde, da passt der neue jetzt wunderbar rein und steht trocken und sauber. Nicht, dass einem dieses Mistvehikel das gedankt hätte. Bei dem hat von Anfang an nichts, aber auch gar nichts gestimmt. Die bestellte Sitzheizung hat nicht nur nicht geheizt, sie war überhaupt nicht vorhanden, so dass Hochwürden bei Auswärtsterminen der Popo auf Grundeis geht. Das Licht funktioniert eher sporadisch, aber wer braucht schon Licht als Erleuchteter. Und man wird es nicht glauben, aber kaum war er mit der Karre ein paar Tage gefahren, war der erste Reifen schon platt. Beim Blick in den Kofferraum stellte er fest: Das Ersatzrad hatte eine auffallende Gemeinsamkeit mit der Sitzheizung – es war gar nicht da. Aber wer braucht schon Räder, wenn der Glaube beflügelt. Kurze Zeit später auf dem Weg nach Tübingen, erschien auf dem Display die Warnung “SOS funktioniert nicht, Werkstatt aufsuchen!” Sapperlot! Aber was kann man schon erwarten, wenn das Auto aus Rottenburg kommt.

Und die Pfarrsekretärin hatte zu der ganzen Misere übrigens eine eigene Theorie, an der sie Hochwürden gern teilhaben ließ: “Des isch halt a Montagsauto, Pfarrers schaffet jo au nix montags!” Und was trägt dieses Ärgernis auf vier Rädern für ein Nummernschild? RW-SE-444. Wenn das nur mal keine fataler Hinweis auf den Zustand der Seelsorgeeinheit ist!
Obin Rauch hat sich im Sommer eine neue Waschmaschine gekauft. Voller Freude wurde sie gleich in Betrieb genommen. Doch zu seinem Entsetzen machte die Waschmaschine ganz komische Geräusche und ist beim Schleudern durch die ganze Waschküche gehüpft.

Nach einem Hilfe-Anruf beim Papa war dann aber schnell klar, was der gelernte Elektriker noch gar nicht wusste: Man sollte vor dem ersten Waschgang die Transportsicherung entfernen.

Briefe an die Leser

ist Männersache. Klar. Drum haben Sie neulich auch Ihrem Gastgeber geholfen, den Grill anzumachen und das Feuer am Lodern zu halten. Das sorgfältig gewaschene und gebügelte frische weiße Hemd sollte natürlich nicht schmutzig werden, klar. Drum haben Sie geschickterweise den Sack mit der Holzkohle auch fern vom Hemd gehalten. Allerdings, weniger geschickterweise, übers Feuer. Das sprang auch gleich auf Sack und Holzkohlen über. Zum Glück kam auch gleich der Gastgeber mit einer Gießkanne und hat gelöscht. Und so war das Grillfest halbwegs gerettet.

Sie haben jetzt ja Zeit am Montag und Dienstag. Da können Sie ja ein bisschen üben, statt am Narrensprung zu ordnen.

Heißer Tipp von Ihrer Verklepfer-Redaktion
haben uns am Schmotzigen erstaunt. Während sich die Welt um Corona sorgt, die Region eigentlich Fasnet feiern möchte und die Leser des NRWZ-Verklepferblättles gerne wüssten, ob sie nun heute Nacht raus dürfen oder nicht, sorgen Sie sich - um den Wendler. Sie hätten "den Mutterkonzern Facebook aufgefordert, den Instagram-Account von Schlagersänger Michael Wendler umgehend wieder freizuschalten", schreiben Sie in einer Pressemitteilung.

Dass Sie durchaus absichtlich am Mainstream vorbei agieren, war uns schon klar. Dass Sie aber offenbar in einem Paralleluniversum unterwegs sind und sich um einen abgehalfterten Schlagerfuzzi mehr Sorgen machen als um die Landespolitik, das hätten wir uns nicht träumen lassen.

Sie lernt nicht aus: Ihre Verklepfer-Redaktion
ein schönes Haus haben Sie sich da hinstellen lassen. Mit einem schönen großen Brunnen. Da kann Ihr Neffe dann fischen. Ha ha. Im Brunnen. Ha ha ha. Umso größer die Überraschung: Im Netz zappelte es tatsächlich. Es war nämlich voller Kaulquappen. Nachbars Kröten hatten ein schönes Plätzle zum Laichen gesucht und gefunden.

Und schon freuen Sie sich auf die Krötenwanderung, so von Garten zu Garten, in den nächsten Monaten.

Und mit Ihnen freut sich Ihre Verklepfer-Redaktion
ist für uns Männer Ehrensache. Wir sehen auch Dinge, die so mancher Frau entgehen. Zum Beispiel haben Sie zielsicher den Staub auf der Tastatur Ihres Computers erblickt. Also haben Sie den Staubsauger geschwungen und nicht nur den Boden, sondern auch den Rechner entstaubt (wenn schon die Abstauber nicht gekommen sind dieses Jahr – aber das ist eine andere Geschichte). Und schwupps – war auch die eine lockere Taste im Sauger verschwunden. Alles halb so schlimm, sagten Sie, die Enter-Taste brauche ich eh nicht. Aber Ihre liebe Gattin Heike hat sie gebraucht, und so mussten Sie im Staubsaugerbeutel nachschauen. Igitt. Erfolg: Null. Das Ding war einfach nicht zu finden.

Alles muss man selber machen, merkte darauf Ihre Heike an, nahm sich den Staubbeutel vor – und fand die Taste.

Anscheinend sehen Frauen Dinge, die uns Männern entgehen. Vermutet Ihre Verklepfer-Redaktion
müsse in Rottweil Chefsache sein. Sei es aber nicht, haben Sie in Ihrer Haushaltsrede als grüne Stadträtin gleich zwei Mal festgestellt. Sie bemühen Manfred Rommel, Victor Hugo und Boris Palmer, um Ihre Forderung zu unterstreichen, lesen OB Balf Rroß auf knapp hundert Seiten die Leviten, bemängeln, dass kein Klimaschutz-Antrag der Stadtrats-Grünen angenommen worden sei, dass einer Ihrer Anträge sogar schon seit gut eineinhalb Jahren unbearbeitet irgendwo in der Verwaltung herum liege – und bedanken sich dann bei „Ihren“ Fraktionsmitgliedern Jele, Frank, Ira und Hubert, „einem super aktiven Team, mit dem es einfach Spaß macht, in Rottweil Grüne Politik zu gestalten.“

Wir haben hart gelacht. Ihre Verklepfer-Redaktion
hat es Ihnen angetan. Der ruhende Autoverkehr, weil Sie nichts lieber tun, als Ihren flotten bajuwarischen Schlitten mit vielen PS und Klappdach auf Ihrem Lieblingsstellplatz direkt vor Ihrem Haus zu parken. Und wenn Sie ihn dafür von einem anderen, keine 50 Meter entfernten Anwohnerstellplatz umparken müssen – schei… auf die Umwelt und so viel Zeit muss sein.

Was Sie dagegen hassen, ist der durch Ihre Gasse fließende Verkehr. Sie kennen jedes Auto, das einem Anwohner gehört und daher aus Ihrer Sicht befugt unterwegs ist, genau. Aber wehe, es kommt mal ein Ihnen fremder Wagen die Badgasse rauf. Wie vor einigen Wochen. Da sind Sie der kleinen Kiste schimpfend hinterhergelaufen und haben wild gestikuliert. Was er da zu suchen habe, riefen Sie dem vermeintlichen Fahrer zu, dass er verschwinden solle, zudem. Was Sie nicht wussten, ist, dass es sich um einen Werkstattersatzwagen gehandelt hat, den eine Nachbarin von Ihnen fuhr. Viel Lärm um nichts, lieber Oliviero. Dabei wissen Sie doch, dass die Leute in der Badgasse nichts mehr verabscheuen als Lärm.

Also halten Sie sich mal gefälligst selbst daran und bewahren Sie Ruhe, den Blockwart können wir nämlich besser.

Weiß Ihre Verklepfer-Redaktion
als ehemaliger Stadtrat und Noch-Ortsrumsteher von Hausen. Und Ihrerseits kennen Sie sich aus im Städtle, keine Frage. Doch neulich haben Sie sich auf einem Fußmarsch von zuhause aus zu Ihrer Tochter Dansra und ihrem Mann Exal Seila fast verirrt. Dabei haben Sie sich alles ganz genau notiert: von der Friedland- in die Horgener Straße, vorbei an der Maxi-Kolbe-Schule, dann die Hausener entlang, rein in die Titisee- und die Feldbergstraße, rüber zum Krankenhaus und dann – dann wussten Sie nicht mehr weiter. Irrten schließlich in der Tannstraße herum, suchten verzweifelt nach der Nussallee, die doch von der Kastanien- und der Eschenstraße abzweigen soll, fanden kein Schild, keinen Wegweiser und wussten bald nicht mehr ein und aus. Landeten in einem Vorgarten eines stadtbekannten Bürgers – der zu Ihrem Glück oft an seinem großflächigen Wohnzimmerfenster steht, auf den Namen Chrüstian Bihl hört und Ihnen gerne weiterhalf. Weiß er doch, dass auch Ihr Schwiegersohn, der Exal Seila, gerne über sein Grundstück torkelt, wenn er gerade ein wenig die Orientierung verloren hat.

Dennoch finden wir’s toll, dass Sie solche Strecken zu Fuß machen. Die super aktiven Spaß-Grünen der Stadt freut’s auch, weiß
Ihre Verklepfer-Redaktion
sind die Bilder, die Sie gern machen. So eine Schafherde ist ja auch ein wunderschönes Motiv. Und so sind Sie bei einer Radtour im Eschachtal auch stehen geblieben, als Sie eine Herde der blökenden Wolle-Lieferanten neben der Straße sahen. Doch ach! Als Sie Ihre Handy-Kamera zückten, rannte die Herde los, über die Straße und auch auf Sie zu. Mit Müh und Not brachten Sie sich in Sicherheit vor diesen Ungetümen. An Fotografiern war ob dieser Gefahrenlage natürlich nicht mehr zu denken.

Der Schäfer war schuld. Dieser g’scherte Lackl hatte die Herde über die Straße gejagt!

Vermutet Ihre Verklepfer-Redaktion
sind schon lästig. Vor allem Brillenträger klagen über schlechte Sicht, wenn die Gläser beschlagen, andere über die gesiebte Luft. Sie aber sind mal wieder was Besonderes. Denn als Sie neulich Ihren Mund- und Nasenschutz abgenommen haben, verstanden Sie plötzlich kein Wort mehr, das Ihre werte Gattin Ihnen sagte. Gesichtsmaske beeinträchtigt Gehör, wenn sie nicht mehr aufgesetzt ist, war Ihre erste sachkundige Feststellung. Bis Ihre liebe Vroni Sie (laut) darüber aufklärte, dass Sie mit dem Bändel der Maske Ihre Hörgeräte aus dem Ohr gepfutzget hatten.

Haben Sie das jetzt verstanden, oder müssen wir lauter schrei(b)en?

Machen wir doch gern. Ihre Verklepfer-Redaktion
kommt ihr vielleicht nicht. Aber rekordverdächtig ist sie schon, eure nicht mal 50 Meter lange Verkehrsberuhigte Zone am Rad- und Fußweg bei der Erfurter Straße. Okay, es ist schon schlau, dass die Autofahrer jetzt in ihre Tiefgarage können – über den Rad- und Fußweg. Aber habt ihr bedacht, dass auf diesem Stück Weg auch die Radfahrer Schritttempo fahren müssen? Bergab? Na schön: Die sollen ja auch in Zimmern bleiben und nicht nach Rottweil fahren. Außerdem hält sich keiner von denen dran. Dennoch: Fast könnte meinen, Schilda sei nicht weit. Zumal gleich in der Nähe ein noch schöneres Verkehrsschild steht. Wie sollen wir das denn lesen? Auf der andern Straßenseite Kopfstand machen? Ohne, dass dort ein Gehweg ist? Also wir freuen uns schon auf euren nächsten Schildbürgerstreich. Wir brauchen ja nächstes Jahr auch wieder närrischen Stoff. Gespannt Ihre Verklepfer-Redaktion
Erinnerst Du Dich noch an die Zeiten, als wir draußen in der Frühsommersonne vorm Brantner sitzen konnten. Einfach so, ganz entspannt Kaffee trinken und spendierte Butterbrezeln genießen? Blöd waren nur die Tauben. Und dass Du Deinen schönen Mantel ausgerechnet in den schmalen Spalt zwischen den Markisen gelegt hast. Das musste ja diese Ratten der Lüfte geradezu ...

Sche… drauf. Wir sehen uns. Deine Verklepferredaktion.
hast Du wohl vor Deiner Schaufensterscheibe gestanden und gehirnt: „Was ist denn ein Schwarwald?“ Irgendwann ist es Dir gekommen, muss was mit Schwarzwurst zu tun haben. Oder hast Du weiter unten geschaut? „Ah, da fehlt ja was? Ha so bissle schwar(z)es Klebeband find ich schon noch in der Schublad.“ Und dann hast Du das geschwind reingeflickt. Gut so. Nur bis du den zweiten Fehler gefunden hättest, wärst Du wahrscheinlich schwar(z) geworden,

behauptet im Brustton der Überzeugung die Verklepferredaktion.

Videos, Videos, Videos

Hinweis: Für den Inhalt sind die Schmotzigengruppen und Verfasser der Videos verantwortlich. Die Redaktion hat die Aussagen nicht überprüft und macht sie sich nicht zu eigen.

Katzenkreationen

Dass bei dieser Fasnet ein Thema alles bestimmt, klar. Corona. Der Mundschutz wird allen möglichen Larven und Getieren über die Nas’ gezogen. Aber es gibt auch einen anderen Umgang mit COVID 19. Am Schlossberg hängt eine umfunktionierte Narrenfahne:

und bei Feilen-Fichter dieses Warnschild:

Katzennachruf

Weil auch der Rolletag ufm Hardt ausgefallen ist, hat sich die Familie Huber beim ersten großen Schnee dieses Winters ihre eigene Katze in den Vorgarten gesetzt:

Und als dann das große Tauen begann, hat Angelika Huber und diesen Nachruf geschickt:

Der Winter kam es hot viel geschneit,
g`schuftet hemmer dann, ganz oft zu zweit.
A Katz muas es si, des war gar kein Thema,
um die Zeit uffm` Hardt, baue mir sicher kein Schneema.
Des goht wia`s Katzemache hemmer denkt,
uns aber dabei dann fascht s` Kreuz verrenkt.
Nach einre Woch do war`s soweit,
und besonders interessiert, hot’s die andere Leut.
Des Tierle isch richtig gut gelunge,
drum sin ganz viel, zu uns heim g`schprunge.
Junge, Alte, un da Kindergarte,
dien dera Katz an Bsuach abstatte.
Un zum Schluss, uns hot´s fascht glupft,
des Viech isch no in Schwabo g`hupft.
Doch die gröschte Ehr gab`s abends nach 8,
unser Zunftmeister hot dia Katz anglacht.
Unterwegs war er no mit seinem Hund,
so spät goht des sonsch it, ohne irgendein Grund.
Doch was jetzt kunnt isch kaum in Worte zu fasse,
dia Katz hot uns dia Woch für immer verlasse.
Bei Eis und Schnee do war dia voll fit,
nur Regen und Wärme vertreit si halt nit.
Fascht häts no bis zum Rolletag g`reicht,
häts blos a bissle weniger gsei…. —- geregnet
Mit jedem Tropfa wo von oba gekomme,
isch unser Katzenglück immer meh zeronne.
Da Bach na noch Schramberg mir sin echt bedient,
dia Katz hät wirklich was bessers verdient.
Der Platz vorem Haus isch jetz leer un it schee,
vielleicht gibt’s jo nächst Johr wieder an Schnee,
no baue mer an Neue, a ganz a tolle,
in unserm Hardt, bei da Katzerolle.
Miau!

Brief an die Redaktion

Alle Jahre wieder…. Diesmal jedoch nicht ! Seit über zwei Jahrzehnten verbringen wir die Fasnets-Tage in Rottweil.

Stets mehrere Tage im Hotel, das volle Programm. Unsere Begeisterung für die Fasnet ist ungebrochen.

Dieses Jahr werden wir aber “bestohlen”. Bei dem Personenkreis jenseits der 80, wie bei uns, möchte man gerne noch Einiges erleben dürfen. Es kann doch ganz plötzlich alles vorbei sein.

Damit unsere erzwungene Abstinenz nicht allzu schwer fällt, haben wir in unseren Esszimmer auf der Anrichte einen kleine Narrensprung aufgebaut. Dazu gelegentlich den Narrenmarsch von der CD und ein klein wenig heile Welt ist wieder hergestellt. 

Grüße aus Frankfurt am Main. Ehepaar Feuerbach

Videos aus Locherhof

Wir sind die Geisterstein-Hexen aus Locherhof bei Rottweil. Wir sind 2012 entstanden haben ca. 50 aktive Mitglieder und ca. 10 Probehexen pro Jahr.

Dieses Jahr bringen wir die Fasnet zu den Leuten nach Hause und stellen Videos von uns von den letzten Jahren jeden Sonntag bis zu unserer Hexen-Verbrennung online.

Berichte über die Fasnet 2021

NRWZ.de Narreninterviews

Die Fasnet auf Facebook

Hier die offizielle Veranstaltung zum Streamin Event #fasnetdahoimrw #fasnetdahoim#rottweil

Gepostet von Rottweil.de am Freitag, 5. Februar 2021

Liebe Narren und Fasnetsbegeisterte, liebe Einwohnerschaft unserer schönen Gemeinde! Dem aufmerksamen Beobachter ist es...

Gepostet von Narrenzunft Villingendorf e.V. am Sonntag, 7. Februar 2021

d'Fasnet fällt aus... nix da! jetzt wird's noch ausg'fallener! ...mit der Tüte voller Fasnets-Feeling für zuhause;...

Gepostet von Brezelsegen-2-Go am Freitag, 5. Februar 2021

Extrablatt, Extrablatt... das Holzäpfelhausener Narrenblättle ist druckfrisch eingetroffen🍏🗞 🗞 Auch in diesem Jahr gibt...

Gepostet von Holzäpfelzunft Dunningen e. V. am Donnerstag, 4. Februar 2021

Unsere Gastronomen sind nicht nur zur Fasnet ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen, kulturellen und...

Gepostet von Narrenzunft Schramberg e.V. am Mittwoch, 10. Februar 2021

💆🏼 Verschnaufpause bevor es ab Donnerstag mit Fasnetskalender und Podcast in die Vollen geht 💪🏼🥳🎉 Habt ihr euch schon zu...

Gepostet von Narrenzunft Deißlingen e.V. am Sonntag, 7. Februar 2021

Dreikönig in Rottweil