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Freitag, 25. September 2020

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50 Jahre Forum Kunst: Neue und alte Wilde

Rottweil – „Neue und alte Wilde“ ist der zweite Teil der Dokumentation im Forum Kunst Rottweil betitelt, die einen kompakten Rückblick auf die 50jährige Geschichte des Kunstvereins bietet. Insider ahnen sogleich: Hier geht es um die 1980er Jahre, in denen junge Künstler wie Werner Büttner, die Brüder Albert und Markus Oehlen sowie Martin Kippenberger auf der Szene erschienen. Und ganz schön aneckten in Rottweil.

Dabei war das Forum Kunst furios in seine zweite Dekade gestartet. Im Frühjahr 1980 versandte man 200 hölzerne Koffer an Künstler in ganz Europa, gefüllt mit einem Tannenzweig, vakuumverpacktem Speck, einer kleinen Flasche Kirschwasser und einem netten Brief, in dem der Koffer selbst den Adressaten erklärte, er wolle mit Kunst gefüllt und an den Absender zurückgeschickt werden.

Die Idee dazu war natürlich auf Erich Hausers Mist gewachsen.  Bernhard Johannes Blume reagierte quasi postwendend und erklärte seine Absage mit den Worten, er sei „erschrocken über den Versuch, mit solchem Kistenfetisch am Kunstgeschehen teilzunehmen“. Möglicherweise war das die Retourkutsche dafür, dass Hauser zwei Jahre zuvor Blumes Ausführungen bei dessen eigener Ausstellungseröffnung lautstark und deftig kommentiert und den Bürgersaal verlassen hatte…

Ansonsten war die Resonanz überwältigend: 200 Zusagen und so viele Anfragen, dass Koffer nachproduziert werden mussten. Ein Journalist der „Stuttgarter Nachrichten“ wollte von Hauser wissen, warum man da nichts ausjuriert habe und fragte: „Also keine Auswahl?“ Die lakonische Antwort: „Doch. Die Realisten mag ich nicht. Denen habe ich keine Koffer geschickt.“

Im Vorfeld hatte es natürlich wieder Probleme gegeben, Zweifler und Bremser im Gemeinderat, erboste Leserbriefe, anonyme Beschimpfungen und Häme in der wöchentlichen Rottweiler-Kolumne eines Lokalblatts: „Kuriositäta kofferweis (…) locket sicher genau so wenig an Hund hinterm Ofa vor, wia des Zeig’s an iserer Prachtsallee, d’r Königstroß.“

Doch dann wurde das Kofferfest endlich gefeiert – mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Regelmann, der dem Forum für Bewegung und Impulse dankte, die es in die Stadt gebracht habe, mit Musik des „Hot Club da Sinti“ und einer Rede von Robert Kudielka, die Erwin Kiefer als „rhetorische Glanzleistung“ wertete. Und quer durch die Republik war von Rottweil die Rede.

Dem Kölner Boulevardblatt „Express“ fiel ganz nebenbei auf, dass das Forum Kunst auf Dauer und „kostenlos“ an eine beeindruckende Sammlung gekommen war, „aus Dank an Mit-Veranstalter und Bildhauer Erich Hauser, den Förderer junger Künstler“. Derselbe hatte auch verhindert, dass Bernhard Luginbühls Koffer, wie vom Schweizer Künstler vorgesehen, nach der Ausstellung in Brand gesteckt wurde. „Der ist zu schade zum Verbrennen“, soll er gesagt haben. Kurz danach zog Hauser sich aus der Verantwortung für Planung und Organisation der Ausstellungen im Forum Kunst zurück

Zwei Jahre später standen dann die „Jungen Wilden“ auf der Matte, Büttner mit einem Ausstellungsplakat, auf dem zwei junge Frauen hüllenlos abgebildet waren, und anstößigen Bildern in der Ausstellung. Wieder einmal gab es Streit, sogar innerhalb des Kunstvereins. Ein prominentes Mitglied erklärte seinen Austritt, diese Art von Kunst halte er für geschmacklos.

Auch die Oehlen-Brüder stießen nicht auf ungeteilte Zustimmung. In einer Rezension schreibt Fritz Rapp feinsinnig von der „Großstadtkunst mit ihren großen Formaten, großen Gesten, großen Pinseln, flapsig und kein bisschen von Selbstzweifeln angekränkelt“. Und erst Kippenberger – für‘s Plakat kleidete er sich in einen Anzug aus grobem Filz und lümmelte sich auf einer Hauser-Plastik. Nahm er da Beuys und Hauser auf die Schippe? Letzterer jedenfalls fühlte sich provoziert und drohte dem jungen Kollegen Prügel an.

Auch die vereinsinternen Querelen nahmen kein Ende. Vorstand und Geschäftsführung wechselten in kurzen Abständen. Erich Hauser übernahm erneut das Ruder und gab es entnervt wieder ab. Gestritten wurde über alles, über Kompetenzen und Mitspracherechte, über Künstler und Künstlerinnen, die (auf keinen Fall) ausstellen sollten. Nur OB Regelmann blieb unverdrossen: „In Rottweil herrscht ein besseres Klima für moderne Kunst als anderswo.“ Und die Außenwahrnehmung des Kunstvereins war positiv. Absagen von Künstlern, die zu einer Ausstellung eingeladen wurden, gab es nur sehr selten. 1985 schrieb Erich Reusch, Professor an der Kunstakademie Düsseldorf: „Obwohl der einzige Hund, der mich je gebissen hat, ein Rottweiler war, will ich gern die Ausstellung im Forum Kunst wahrnehmen.“

Für die Jahre 1986 und 1987 sind jeweils neun Ausstellungen pro Jahr aufgelistet, darunter Hochkaräter wie Schwegler, Sonderborg und Leiko Ikemura. 1988 gab es gerade noch drei – und eine Rüge vom städtischen Rechnungsprüfungsamt. Das Forum hatte keine Abrechnungen vorgelegt, dafür aber Schulden angehäuft. Die Zukunft stand auf dem Spiel, doch man berappelte sich wieder. Schon 1989 waren mit K.O. Götz und Giovanni Spagnulo wieder äußerst renommierte Künstler zu Gast.

Info: Die erweiterte Ausstellung im Forum Kunst Rottweil ist ab sofort zu sehen. Die Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag 14 bis 17 Uhr, Donnerstag 17 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

 

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