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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Schram­berg Bau­stel­le B 462 Sul­gen: Asphalt kommt

Baustelle B 462 Sulgen: Asphalt kommt

Stra­ßen­bau­er: Mög­li­cher­wei­se zwei Wochen frü­her fer­tig

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SCHRAMBERG – Am Mon­tag und Diens­tag lief es wie am Schnür­chen. Jeweils 2900 Ton­nen Asphalt lie­fer­te eine gan­ze Flot­te schwe­rer LKWs auf die  Bau­stel­le. Die Spe­zia­lis­ten der Bau­fir­men Bant­le, Stumpf und Stra­bag haben die Bin­der­schicht auf der 3,7 Kilo­me­ter lan­gen Umfah­rung Sul­gen auf­ge­bracht.

„Noch einen Kilo­me­ter, dann sind wir  durch.“ Joa­chim Hil­ser vom Stra­ßen­bau­amt Rott­weil ist die Erleich­te­rung anzu­mer­ken. Denn beim Asphalt­ein­bau ist man stark vom Wet­ter abhän­gig. „Wenn‘s reg­net, haben wir Zwangs­pau­se.“ Bis zum Fei­er­tag wol­len die Bau­fir­men auch auf den Zufahrts-Ästen die acht Zen­ti­me­ter dicke Bin­de­schicht auf die 14 Zen­ti­me­ter star­ke Trag­schicht auf­brin­gen.

Kon­zen­tra­ti­on ist ange­sagt. Fotos: him

Als Puf­fer­tag für schlech­tes Wet­ter war der Frei­tag ein­ge­plant. Nächs­te Woche kommt die vier Zen­ti­me­ter dicke Deck­schicht drauf. „Aber dazu brau­chen wir gutes Wet­ter.“ 

Gutes Timing nötig

Auf der Bau­stel­le geht es Schlag auf Schlag. Ein Last­zug nach dem ande­ren kommt rück­wärts an die Beschi­cker her­an­ge­fah­ren und ent­lädt den hei­ßen Asphalt. Vom Beschi­cker gelangt das Mate­ri­al in den Asphalt­fer­ti­ger, der den Asphalt gleich­mä­ßig auf der Trag­schicht ver­teilt. Meh­re­re Wal­zen ver­dich­ten gleich danach den Asphalt.

Ein Last­zug nach dem ande­ren kommt mit Asphalt

Damit es spä­ter kei­ne Pro­ble­me gibt, kon­trol­liert Armin Link vom Stra­ßen­bau­amt lau­fend die Qua­li­tät des Mate­ri­als, zieht Pro­ben und misst mit Refle­xi­ons­strei­fen die Dicke der Schich­ten. „Wir arbei­ten nicht nach Ton­nen, son­dern nach Schicht­stär­ke“, erläu­tert er. „Wenn die Bau­fir­men da spa­ren, gibt es Abzü­ge.“  Der Asphalt­ein­bau ist eine dif­fi­zi­le Ange­le­gen­heit. „Wenn was schief geht, muss es raus gefräst wer­den“, so Hil­ser.

Des­halb sind die Män­ner auf den Asphalt­fer­ti­gern hoch­kon­zen­triert bei der Arbeit. Ins­ge­samt sind 22 Bau­ar­bei­ter auf der Bau­stel­le. Damit alles klappt mit den Asphalt­wer­ken, den Trans­port­fir­men, den Asphalt­wer­ken in Zim­mern und Vil­lin­gen ist ein aus­ge­klü­gel­tes Logis­tik­sys­tem erfor­der­lich.

Noch lange nicht fertig

Auch wenn nächs­te Woche das güns­ti­ge Wet­ter anhält und die Deck­schicht drauf ist, kön­nen die Auto­fah­rer noch lan­ge nicht drü­ber fah­ren. Es sind noch vie­le Rest­ar­bei­ten zu erle­di­gen. Die Rand­strei­fen müs­sen ange­legt wer­den, die Leit­pfos­ten und Schutz­plan­ken mon­tiert wer­den. Auch die Mar­kie­rungs­ar­bei­ten erfor­dern Zeit.

Des­halb will sich Hil­ser nicht auf Spe­ku­la­tio­nen ein­las­sen, wann der Ver­kehr wie­der an Sul­gen vor­bei flie­ßen wird. Nur so viel: „Ich den­ke, wir wer­den 14 Tage frü­her fer­tig.“ Also Anfang und nicht erst Mit­te Dezem­ber.

 

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