Rottweil. Die Werkfeuerwehr Rottenmünster hat anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Vinzenz von Paul-Hospitals und damit auch der Werkfeuerwehr zu einem Führungskräftesymposium speziell für Einsatzkräfte der Feuerwehren und ähnlich helfenden Organisationen in den Festsaal geladen.
Viele Einsätze, zu jeder Tages- und Nachtzeit, teilweise belastende Eindrücke, die aus den Einsätzen mitgenommen werden, dazu noch viele rechtliche Vorschriften, die es gilt einzuhalten – viele kleine Dinge, die ständig auf die Einsatz- und Führungskräfte einwirken. Und dann die zentrale Frage: Wie jeder damit dauerhaft umgehen kann, ohne darunter selbst zu leiden.
„All diese Dinge, haben uns dazu veranlasst, unser Symposium unter das Leitthema ‘Die Psyche wird immer mit alarmiert – Einsatzstress und Führungsverantwortung zu setzen’, so Kommandant Karsten Aberle bei seiner Eröffnungsansprache.
Die Werkfeuerwehr präsentierte ihr Such- und Rettungskonzept und damit einen ihrer momentanen Hauptaufgabenschwerpunkte. Ein wichtiges und zugleich interessantes Thema für die Gäste, die in diesem Setting eher weniger Berührungspunkte haben, dennoch die Zunahme dieser Aufgaben auch in ihrem Bereich spüren.
Professor Kurt Latscha, für die Ausbildung in Verhaltenstherapie und Notfallpsychologie an der Fachhochschule für Polizei in Villingen-Schwenningen zuständig, referierte zu potentiell traumatisierenden Ereignisse und deren mögliche Folgen. In seinem kurzweiligen Vortrag ließ er immer wieder Erlebnisse seiner jahrelangen Arbeit auf dem Gebiet einfließen und machte dabei das Thema sehr praxisnah erfahrbar.
Anschließend informierte Katharina Haug von der Resilienz-Ambulanz des Leibniz-Institut für Resilienzforschung über die neuesten Forschungen auf dem Gebiet der Resilienz. In ihrem Vortrag wurden Schutzfaktoren genauer betrachtet, die es insbesondere Einsatzkräften ermöglicht, Belastungen besser zu bewältigen und trotz dieser Belastungen gesund zu bleiben.