ENRW erhöht Strompreise und stellt auf Öko-Strom um

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Die Ener­gie­ver­sor­gung Rott­weil (ENRW) erhöht zum 1. Janu­ar 2020 ihre Ver­brauchs­prei­se für Strom. Wesent­li­cher Grund sei­en gestie­ge­ne Aus­ga­ben für die Strom­be­schaf­fung, höhe­re Netz­nut­zungs­ent­gel­te sowie höhe­re Steu­ern, Abga­ben und Umla­gen, teil­te das Unter­neh­men am Diens­tag mit. Es han­de­le sich durch­weg um Kos­ten, wel­che von der ENRW nicht beein­fluss­bar sei­en, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung. Die Prei­se für Erd­gas, Wär­me und Trink­was­ser blei­ben dem­nach kon­stant. Eine wei­te­re Neue­rung: Ver­trags­kun­den der ENRW erhal­ten ab 2020 aus­schließ­lich Öko-Strom.

Gra­fik: ENRW

Die Anpas­sung der Strom­prei­se tritt zum 1. Janu­ar 2020 in Kraft, heißt es in der Mit­tei­lung des Unter­neh­mens. Je nach Tarif habe der regio­na­le Ener­gie­ver­sor­ger die Strom­prei­se zwi­schen vier und sechs Jah­re sta­bil hal­ten kön­nen. ”Da sich der Strom­preis aller­dings zu immer grö­ße­ren Tei­len aus Kos­ten zusam­men­setzt, die nicht von der ENRW beein­fluss­bar sind, muss die Preis­stei­ge­rung nun an die Kun­den wei­ter­ge­ge­ben wer­den”, heißt es in der Mit­tei­lung.

Noch beein­fluss­bar hin­ge­gen schei­ne der welt­wei­te Kli­ma­wan­del zu sein, so die ENRW wei­ter. Der Ver­sor­ger selbst set­ze des­halb schon lan­ge aus­schließ­lich auf rege­ne­ra­ti­ve Strom­erzeu­gung: zum Bei­spiel aus Son­nen­en­er­gie und Was­ser sowie auf eine kli­ma­scho­nen­de Kraft-Wär­me-Kopp­lung. Durch die­se umwelt­scho­nen­de Strom­erzeu­gung und Ener­gie­ef­fi­zi­enz-Dienst­leis­tun­gen spart die ENRW nach eige­nen Anga­ben pro Jahr rund 12.000 Ton­nen kli­ma­schäd­li­ches CO2 ein. Doch die Pro­duk­ti­ons­men­ge der rege­ne­ra­ti­ven Strom­erzeu­gung vor Ort rei­che nicht aus, um den Bedarf der ENRW-Strom­kun­den zu decken.

Des­halb will die ENRW ab 2020 auto­ma­tisch alle Ver­trags­kun­den mit rege­ne­ra­tiv erzeug­tem Öko-Strom ver­sor­gen. Es han­de­le sich um 100 Pro­zent grü­nen Strom aus Was­ser­kraft, pro­du­ziert in Län­dern der Alpen­re­gi­on und zer­ti­fi­ziert vom TÜV SÜD Erneu­er­ba­re Ener­gi­en. Als „Ver­trags­kun­den“ bezeich­net der regio­na­le Ener­gie­ver­sor­ger alle Tarif­kun­den, die mit der ENRW einen Strom­lie­fe­rungs­ver­trag – bei­spiels­wei­se auf Basis der Tari­fe „Sin­gle“ oder „Fami­ly“ – abge­schlos­sen haben.

Zurück zum Strom­preis: Bei einem durch­schnitt­li­chen Haus­halt mit einem Jah­res­ver­brauch von 3500 Kilo­watt­stun­den beträgt der Anteil staat­li­cher Bestand­tei­le beim Strom ölaut ENRW 49 Pro­zent. Die­se gibt der Gesetz­ge­ber in Form von Steu­ern, Abga­ben und Umla­gen vor. Hin­zu kom­men wei­te­re durch behörd­li­che Maß­nah­men fest­ge­leg­te Kos­ten­be­stand­tei­le in Höhe von 23 Pro­zent. Neben die­sen fixen Kos­ten­blö­cken von ins­ge­samt 72 Pro­zent sind auch die Groß­han­dels­prei­se für Strom deut­lich ange­stie­gen.

Im Gegen­satz zu soge­nann­ten „Strom­dis­coun­ter“ siche­re die ENRW ihren Kun­den ein seriö­ses Wirt­schaf­ten zu und locke nicht mit ”frag­wür­di­gen Bil­lig-Ange­bo­ten”, teilt das Unter­neh­men wei­ter mit. Die Mit­ar­bei­ter des regio­na­len Ener­gie­ver­sor­gers sei­en täg­lich in der Regi­on unter­wegs, um eine zuver­läs­si­ge Ver­sor­gung und eine per­sön­li­che Bera­tung durch geschul­tes Per­so­nal zu garan­tie­ren. Als kom­mu­na­les Unter­neh­men kämen die Gewin­ne direkt der Regi­on wie­der zu Gute.

Die ENRW inves­tie­re zudem seit Jahr­zehn­ten vor Ort und bie­te mehr als 200 Arbeits- sowie sie­ben Aus­bil­dungs­plät­ze an. Zudem enga­giert sich das Unter­neh­men mit Spon­so­ring oder Aktio­nen wie bei­spiels­wei­se der „ENRW-Dorf­putze­te“ rund um Rott­weil und Spai­chin­gen. 2016 wur­de ein Kun­den­bei­rat ein­ge­rich­tet, um noch bes­ser auf die Belan­ge der Kun­den ein­ge­hen zu kön­nen.

Wei­te­re Infos zur Strom­preis­an­pas­sung fin­den sich auf der Start­sei­te der Unter­neh­mens-Web­site www.enrw.de unter „NEWS“.