„Green Innovation Park“ soll Innovationsstandort für Nachhaltigkeit im Südwesten werden

„Green Innovation Park“ soll Innovationsstandort für Nachhaltigkeit im Südwesten werden

Südlich von Stuttgart, direkt an der A81 bei Sulz / Vöhringen entsteht ein außergewöhnliches Bauprojekt – „mit nationaler Strahlkraft“, wie die Verantwortlichen erklären. Unter dem Namen „Green Innovation Park“ soll ein neuer Innovationscampus zur zentralen Adresse für nationale und internationale Unternehmen, Start-ups und Scale-ups werden. Dieser sorge mit einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsanspruch für Innovationen und eine bessere Zukunft, heißt es in einer Pressemitteilung. Die ersten Details und Pläne des Bauprojekts präsentierten die strategischen Partner rund um das Familienunternehmen SÜLZLE im Rahmen einer hybriden Pressekonferenz.

Gemeinsames Innovationsprojekt des Familienunternehmens SÜLZLE mit führenden Partnern ihrer Branche

„Green Innovation Park“ heißt das innovative Zentrum, das auf Initiative des Familienunternehmens SÜLZLE nach jahrelanger Vorarbeit jetzt an der A81 entsteht. Das Bauprojekt wird in Zusammenarbeit mit strategischen Partnern wie dem auf Bau und Immobilien spezialisierten Beratungs- und Planungsunternehmen Drees & Sommer, den Architekten von kadawittfeldarchitektur, dem Energieunternehmen E.ON und dessen Tochter Bayernwerk Natur sowie dem Systemlösungsanbieter für digitale Infrastrukturen PHOENIX CONTACT umgesetzt. Gemeinsam stellten sie jüngst den Green Innovation Park zum ersten Mal der Presse vor.

Dort sollen zukunftsorientierte Unternehmen aus den Bereichen Energie, Bau, Ökologie und Digitalisierung den idealen Platz finden und von einem ökologischen, vernetzten und modularen Umfeld profitieren. Ziel dabei ist es, in einem kollaborativen Umfeld Lösungen für eine nachhaltige Zukunft und ein ressourcenschonendes Miteinander zu schaffen. „Der Green Innovation Park zeichnet sich nicht nur durch seinen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsanspruch, sondern auch durch seinen Fokus auf Co-Creation bei der Arbeit an Innovationen aus“, erklärte Heinrich Sülzle, Geschäftsführender Gesellschafter der SÜLZLE Gruppe, bei der hybriden Pressekonferenz. „Die weitere Entwicklung unseres Familienunternehmens wird hier im Green Innovation Park stattfinden. Unter anderem ist schon geplant, innovative Start-Up-Beteiligungen von SÜLZLE in diesem Gewerbegebiet der Zukunft anzusiedeln“, ergänzte Andreas Sülzle, Geschäftsführender Gesellschafter der SÜLZLE Gruppe.

Die Initiatoren des Green Innovation Parks, das Familienunternehmen SÜLZLE, sowie die strategischen Partner gaben erstmalig Einblick in das Leuchtturmprojekt für nachhaltiges und energieautarkes Bauen sowie vernetztes Arbeiten in Deutschland: v.l.n.r. Sebastian Palmer (Head of VMM Building Technology, PHOENIX CONTACT), Stephan Volgmann (Geschäftsführer, PHOENIX CONTACT), Gerhard Wittfeld (Geschäftsführender Gesellschafter, kadawittfeldarchitektur), Heinrich & Andreas Sülzle (Geschäftsführende Gesellschafter der SÜLZLE Gruppe), Steffen Szeidl (Vorstand, Drees & Sommer), Patrick Schneckenburger (Geschäftsführer, E.ON Energy Solutions), Franco Gola (Geschäftsführer, Bayernwerk Natur). Foto: pm

Nachhaltiges Baukonzept von A bis Z

Laut den bisherigen Planungen des Bauprojekts entsteht der Innovationscampus unter Berücksichtigung von Crade-to-Cradle, einem in Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft, und Green Building für nationale und internationale Unternehmen auf einer alten Industriebrache die aufwendig unter Beachtung ökologischer Standards wieder verfügbar gemacht wurde. „Mit diesem nachhaltigen Ansatz und einer modularen Bauweise ist der Green Innovation Park ein Vorzeigeprojekt für zukunftsorientiertes Bauen“, erklärt Steffen Szeidl, Vorstand der Drees & Sommer SE. „Was in der Automobilindustrie schon längst ein Erfolgsrezept ist, geht in der Baubranche noch immer recht schleppend voran. Dabei verspricht modulares Bauen nicht nur Effizienz und Einsparungen, sondern vereinfacht auch den Klimaschutz und die Kreislauffähigkeit bei den Gebäuden. Wie dafür eine zukunftsweisende Zusammenarbeit aller Akteure des Bauvorhabens aussehen muss, das macht der Green Innovation Park vor: das Projektmanagement, die Planungsleistungen, die Modularisierung der Planung und die Auswahl der späteren Baupartner liegen in einer Hand.“ Das Ziel sei: Zeit sparen, Kosten reduzieren und unnötige Schnittstellen ausschalten. „Beim Green Innovation Park wollen wir einen neuen, nachhaltigen sowie digitalen Industriestandard für die Baubranche etablieren, um die Planung, das Engineering, die Produktion und Montage von individuellen Gebäuden zu vereinfachen“, sagte Szeidl.

Zudem wird von Anfang an auf eine ganzheitliche und nachhaltige Energieversorgung des Green Innovation Parks geachtet. Patrick Schneckenburger, Geschäftsführer E.ON Energy Solutions, erklärt: „Der Green Innovation Park ist beispielhaft für ein innovatives und integriertes Energiekonzept. Die optimale Nutzung von lokalen Energiequellen verbindet die Sektoren Wärme, Kälte, Strom sowie Mobilität und ermöglicht eine CO2- neutrale Versorgung. Der konsequente Fokus auf Nachhaltigkeit bei allen beteiligten Partnern in diesem Projekt zeigt, dass sich Kooperation und gemeinsame Investitionen zur Erreichung von Klimaschutzzielen lohnen.“ Ergänzt um Batteriespeicher, Dach-, Fassaden- und Freiland-Photovoltaik und Kraft-Wärme-Anlagen entsteht demnach ein zukunftsweisender Gewerbepark, der regionale und vor allem nachhaltige Energie für die neuen Unternehmen bereitstellt. Auch Franco Gola, Geschäftsführer von Bayernwerk Natur, betont den ganzheitlichen Nachhaltigkeitsanspruch bei der Energieversorgung des neuen Innovationscampus: „Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Familienunternehmen SÜLZLE ein wahres Zukunftsareal mitgestalten können. Wir haben mit unserem Know-how und unserer jahrelangen Erfahrung in der dezentralen und regenerativen Energieerzeugung ein ausgewogenes und vor allem nachhaltiges Konzept entwickelt, das ideal auf die Bedürfnisse der zukünftigen Gewerbe abgestimmt ist.“

Eine intelligente Gebäudeautomation soll die Menschen im GIP zudem untereinander vernetzen: „Mit einem integralen Smart Building Design betrachten wir den Green Innovation Park aus einer 360°-Perspektive. Dabei liegt unser Fokus darauf, den Green Innovation Park gemeinsam mit den Projektpartnern zu einem Lebensraum zu entwickeln, der sich den individuellen Bedürfnissen anpasst und dabei zugleich anpassbar sowie erweiterbar ist“, erklärt Stefan Volgmann, Geschäftsführer von PHOENIX CONTACT. Sein Ansatz: „Wir müssen Quartiere und Gebäude neu denken für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft!“

Auch die Architektur des GIP wird nach Angaben der Projektbeteiligten ganzheitlich und umweltfreundlich geplant: Von grünen Baumaterialien bis hin zu interaktionsfördernde Freiräume steht Nachhaltigkeit, Innovation und Kollaboration bei allen Aspekten im Fokus. „Mit ihrer modularen und kreislaufgerechten Bauweise und dem alles verbindenden grünen Fassadenband verleiht die Architektur dem Nachhaltigkeitsanspruch des Projektes auch einen gestalterischen Ausdruck“, erklärt Gerhard Wittfeld, Geschäftsführender Gesellschafter bei kadawittfeldarchitektur. „Gesunde, recyclingfähige Materialien, begrünte Dächer, ein vielfältiger Nutzungsmix und differenziert gestaltete Freiräume rüsten den Green Innovation Park für die Zukunft.“ Zudem legt SÜLZLE bei potenziellen Projektbeteiligungen besonderen Wert auf die selbst definierten Core Values, die als Maßstab für ein erfolgreiches Miteinander für Arbeit und Leben dienen.

Investitionen und Arbeitsplätze für die Region

Von dem neuen Innovationscampus an der A81 auf der Strecke Stuttgart-Zürich soll auch die Region profitieren, allein im ersten Bauabschnitt sollen bis zu 600 neue Arbeitsplätze durch die Ansiedlung von Unternehmen und Start-ups geschaffen werden. Bisher hat das Familienunternehmen SÜLZLE schon einen zweistelligen Millionenbetrag investiert. Für die Planung und den Bau von Campus 1 und 2, die Energiezentrale und das Rechenzentrum im Green Innovation Park sind mehr als 100 Millionen Euro budgetiert. Im Frühjahr 2022 soll die Baugenehmigung beantragt werden und im gleichen Jahr soll auch der Baubeginn stattfinden. Ab 2024 sollen dann bereits die ersten Nutzer einziehen. Das Gewerbegebiet der Zukunft steht auch weiteren interessierten und passenden Firmen offen.

Weitere Informationen zum Green Innovation Park unter www.greeninnovationpark.de 

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 22. Oktober 2021 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/featured/green-innovation-park-soll-innovationsstandort-fuer-nachhaltigkeit-im-suedwesten-werden/327371