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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start Schram­berg Kern Lie­bers: Kei­ne Job­ga­ran­tie, aber Weih­nachts­geld

Kern Liebers: Keine Jobgarantie, aber Weihnachtsgeld

IG-Metall und Geschäfts­lei­tung ver­han­deln wei­ter

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SCHRAMBERG – Am Don­ners­tag haben die IG-Metall, der Betriebs­rat und die Geschäfts­lei­tung die Beleg­schaft von Kern-Lie­­bers über das Ergeb­nis ihrer Ver­hand­lun­gen am Mitt­woch infor­miert.  Dem­nach wird es das Weih­nachts­geld unge­kürzt geben. Die von der IG-Metall gefor­der­te Beschäf­ti­gungs­si­che­rung bis Ende Juni 2020 aber nicht.

In dem vom Vor­sit­zen­den der Geschäfts­füh­rung, Dr. Udo Schnell, dem stell­ver­tre­ten­den Betriebs­rats­vor­sit­zen­den Ste­fan Stein­brück und  Georg Fai­gle von der IG-Metall unter­zeich­ne­ten Aus­hang heißt es, das Gespräch sei offen und kon­struk­tiv gewe­sen. Man sei sich einig gewe­sen, dass es nicht nur um den Ver­zicht auf Weih­nacht­geld, Urlaubs­geld und T.-Zug gehen wer­de, „son­dern um ein Gesamt­kon­zept für den Stand­ort“.

Die IG-Metall habe deut­lich gemacht, dass ein Ver­zicht auf Weih­nachts­geld nur mit einem Ver­zicht auf betriebs­be­ding­te Kün­di­gun­gen bis 30. Juni 2020 zu haben sei. Die Geschäfts­lei­tung habe sich aber „mit Blick auf die aktu­ell rück­läu­fi­gen Auf­trags­ein­gän­ge und die Unge­wiss­heit der wei­te­ren kon­junk­tu­rel­len Ent­wick­lun­gen“ nicht in der Lage gese­hen, ”eine belast­ba­re Beschäf­ti­gungs­zu­sa­ge für alle Beschäf­tig­ten“ zu geben.

Das Weih­nachts­geld wer­de des­halb in vol­ler Höhe aus­be­zahlt. Die IG Metall hat­te eine Hal­bie­rung des Weih­nachts­gel­des und einen Sockel­be­trag von 400 Euro vor­ge­schla­gen, wenn gleich­zei­tig eine Beschäf­ti­gungs­si­che­rung  beschlos­sen wür­de.

Suche nach Gesamtkonzept

IG-Metall, Geschäfts­lei­tung und Betriebs­rat wür­den wei­ter „sehr zeit­nah“ ver­han­deln. Das „Pro­jekt Zukunft“ füh­re zu vie­len Ver­än­de­run­gen. „Ziel ist über die anste­hen­den The­men (Betriebs­än­de­rung, Urlaubs­geld T.-Zug) bis spä­tes­tens Ende März 2020 eine Ver­ein­ba­rung zu tref­fen, wel­che unter ande­rem einen Inter­es­sen­aus­gleich ent­hält.” Ziel die­ses Inter­es­sen­aus­gleichs sei, „eine geplan­te Betriebs­än­de­rung mög­lichst sozi­al ver­träg­lich zu gestal­ten“, heißt es abschlie­ßend.

Schnell betont auf Nach­fra­ge der NRWZ, man arbei­te mit der IG-Metall und dem Betriebs­rat an einem Gesamt­kon­zept, bestehend aus Beschäf­ti­gungs­an­pas­sun­gen und Son­der­zah­lun­gen. „Da ist das Weih­nachts­geld nur ein Bau­stein.“ Die Gesprä­che wür­den in den nächs­ten Wochen fort­ge­setzt.

(Anmer­kung der Redak­ti­on: Die­ser Aus­hang erreich­te uns am Don­ners­tag nach 17 Uhr. Die NRWZ zum Wochen­en­de geht bereits don­ners­tags um 12 Uhr in die Dru­cke­rei. Des­halb ist dort das Ver­hand­lungs­er­geb­nis noch nicht zu fin­den.)

 

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