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Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019

Kreisfeuerwehr: Harmonische Versammlung

Zur 70. Ver­bands­ver­samm­lung des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des (KFV) Rott­weil am Sams­tag in der Feu­er­wa­che Rott­weil hat Vor­sit­zen­der Jür­gen Eber­hardt 98 Teil­neh­mer will­kom­men hei­ßen kön­nen, dar­un­ter 77 von 88 stimm­be­rech­tig­ten Dele­gier­ten. Das berich­tet der Kreis­ver­band in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Als Gäs­te konn­te Eber­hardt den Ehren­vor­sit­zen­den Lothar Muhr, sowie meh­re­re Ehren­mit­glie­der begrü­ßen. Eben­falls unter den Gäs­ten begrüß­te Eber­hardt den Bür­ger­meis­ter der Stadt Rott­weil und damit den Haus­herr, Dr. Chris­ti­an Ruf, und Stadt­brand­meis­ter Frank Mül­ler mit sei­nem Abtei­lungs­kom­man­dan­ten Volk­mar Caduff. Des Wei­te­ren konn­te Eber­hardt vom Land­rats­amt Rott­weil den ers­ten Lan­des­be­am­ten, Her­mann Kopp, begrü­ßen. Außer­dem kamen zu der Sit­zung der amtie­ren­de Kreis­brand­meis­ter Nicos Laetsch sowie sein Vor­gän­ger, der im ver­gan­ge­nen Jahr ver­ab­schie­de­te Mario Rumpf, und die Mit­ar­bei­ter aus dem Bereich Brand- und Kata­stro­phen­schutz des Land­rats­amts.

Der Ein­la­dung waren außer­dem Bür­ger­meis­ter des Land­krei­ses Rott­weil, Ver­tre­ter des DRK und des THW, der Poli­ze, sowie Lei­ter und Stell­ver­tre­ter der Leit­stel­le Rott­weil gefolgt.

Einen beson­de­ren Gruß sprach Eber­hardt dem Kame­ra­den Gün­ther Benz aus dem benach­bar­ten Land­kreis Tutt­lin­gen aus, er war als Red­ner und Ver­tre­ter des Lan­des­feu­er­wehr­ver­ban­des zu Gast und hielt im spä­te­ren Ver­lauf der Sit­zung noch einen aus­führ­li­chen Vor­trag über das The­ma 65+ in der Feu­er­wehr.

Nach den Gruß­wor­ten durch Eber­hardt begrüß­te auch Rott­weils Bür­ger­meis­ter Ruf alle Gäs­te in der Feu­er­wa­che in Rott­weil. Sei­nen Wor­ten habe man deut­lich ent­neh­men kön­nen, wie stolz er auf ”sei­ne Feu­er­wehr” in Rott­weil, kon­sta­tiert im Anschluss Kreis-Feu­er­­wehr­­spre­cher Sven Habe­rer. Das ehren­amt­li­che Enga­ge­ment beein­dru­cke ihn per­sön­lich sehr, zudem, wel­che Pro­fes­sio­na­li­tät dabei immer wie­der an den Tag gelegt wer­de, so Ruf. Er dank­te auch allen Arbeit­ge­bern, es sei nicht selbst­ver­ständ­lich, die Beschäf­tig­ten im Ein­satz­fall frei­zu­stel­len. Aber ohne die­ses Ent­ge­gen­kom­men sei es unmög­lich, eine Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr und deren Betrieb auf­recht­zu­er­hal­ten.

Auch Stadt­brand­meis­ter Mül­ler begrüß­te die Gäs­te in sei­ner Feu­er­wa­che. Er nutz­te die Gele­gen­heit, die Feu­er­wehr in Rott­weil ein­ge­hen­der vor­zu­stel­len.

Zum 31. Dezem­ber 2018 zähl­te der Kreis­feu­er­wehr­ver­band Rott­weil 3187 Mit­glie­der, dem 22 Feu­er­weh­ren mit ins­ge­samt 67 Ein­satz­ab­tei­lun­gen ange­hö­ren. Davon sind 2070 in Ein­satz­ab­tei­lun­gen, 24 in Werk­feu­er­weh­ren und Haupt­amt­li­che, 615 in Alters­wehren und 502 in der Jugend­feu­er­wehr.

Kreis-Feu­er­­wehr­­spre­cher Habe­rer: ”Die Feu­er­wehr ist neben der Poli­zei, THW und dem DRK wesent­li­cher Garant der inne­ren Sicher­heit. Sie steht 24/7 an 365 Tagen im Jahr der All­ge­mein­heit ver­läss­lich und kom­pe­tent zur Ver­fü­gung.”

Der Schwer­punkt der Rede des Vor­sit­zen­den Eber­hardt bezog sich auf das hohe ehren­amt­li­che Enga­ge­ment. Zu 97 Pro­zent wür­den Ehren­amt­li­che im Land die Wehr­mit­glie­der stel­len. Eber­hardt beton­te, die vier F, Feu­er­wehr, Fami­lie, Fir­ma und Frei­zeit immer unter einen Hut zu brin­gen, ohne dass auch ein fünf­tes F für Frus­tra­ti­on auf­tritt, sei es nicht immer ein­fach. Er nahm dabei auch Kom­mu­nen, Bund und Land in die Pflicht. Hier­zu hat der Lan­des­feu­er­wehr­ver­band ein Ehren­amts­pa­pier ver­ab­schie­det. Dar­auf­hin wur­de das „Stra­te­gie­pa­pier FREIWILLIG.stark!“ erar­bei­tet, auf das Eber­hardt noch­mals gezielt, hin­wies.

Im Anschluss berich­te­te der Vor­sit­zen­de über alle Akti­vi­tä­ten des lau­fen­den Jah­res, bei denen er anwe­send war. Zum Schluss sei­nes Berich­tes dank­te Eber­hardt noch sei­nen Stell­ver­tre­tern Frank Pfau und Frank Mül­ler. Sein per­sön­li­cher Dank galt allen, die ihn in sei­nem Amt beglei­ten.

Im Anschluss bat Eber­hardt die Anwe­sen­den zum Geden­ken an die ver­stor­be­nen Kame­ra­den sich von Ihren Plät­zen zu erhe­ben. Er ver­las die Namen der 2019 ver­stor­be­nen Kame­ra­den. ”Unser tie­fes Mit­ge­fühl gilt natür­lich auch den Hin­ter­blie­be­nen und den Kame­ra­den, die denen in kame­rad­schaft­li­cher oder freund­schaft­li­cher Wei­se nahe stan­den”, so der Kreis­ver­bands­chef.

Einen aus­führ­li­chen Bericht gab es dann vom desi­gnier­ten Kreis­brand­meis­ter Nicos Laetsch über das Jahr 2019. Er berich­te­te über sei­nen Start im Land­kreis Rott­weil, er füh­le sich wohl und sei gut ange­kom­men. Er konn­te im ver­gan­ge­nen Jahr alle Kom­man­dan­ten per­sön­lich besu­chen, dabei sei es um The­men wie die Alarm- und Aus­rü­cke­ord­nung mit der Umstel­lung auf die digi­ta­le Alar­mie­rung gegan­gen. Aber auch sons­ti­ge Bedürf­nis­se und Wün­sche der Weh­ren sei­en ange­spro­chen wor­den. Die digi­ta­le Alar­mie­rung sei in der Zeit, in der er sich im Land­rats­amt befin­de, eigent­lich zu 100 Pro­zent sei­ne Auf­ga­be, lei­der habe es auch hier wie­der einen Rück­schlag gege­ben und man star­te jetzt wie­der fast bei Null.

Laetsch berich­te­te außer­dem, dass der Bereich Aus­bil­dung wie­der mehr durch das Land­rats­amt betreut wer­de, da sich aus einem Gespräch mit dem bis­he­ri­gen Aus­bil­dungs­lei­ter, Klaus Haber­stroh, her­aus­kris­tal­li­siert habe, dass er sein Amt als sol­ches abge­ben wür­de.

Anschlie­ßend erfolg­te ein aus­führ­li­cher Bericht des Kas­sie­rers des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des, Hans-Jörg Rapp. Die­ser erfolg­te wie gewohnt in sehr prä­zi­ser und bis auf den Cent genau­er Aus­füh­rung – und mit einem Ergeb­nis, das auch der Kas­sen­prü­fer Ger­hard Rohr nur bestä­ti­gen konn­te. Mit gro­ßer Auf­merk­sam­keit wur­den auch die Fach­be­rich­te aus den Berei­chen Schrift­füh­rer, Jugend­feu­er­wehr, Pres­­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit, Alters­ab­tei­lun­gen, Beauf­trag­ter St. Flo­ri­an so wie des Feu­er­wehr­seel­sor­gers ver­folgt.

Den Fach­be­richt Aus­bil­dung über­nahm wie­der­um der desi­gnier­te Kreis­brand­meis­ter, Laetsch. Er stell­te die geplan­ten neu­en Abläu­fe für die Aus­bil­dung vor, außer­dem wer­de der­zeit an einer Idee für ein Aus­bil­dungs­por­tal sowie einer App gear­bei­tet.

Nach den Kurz­be­rich­ten der ein­zel­nen Fach­be­rei­che folg­ten auch die Berich­te der ent­sand­ten Ver­tre­ter des Kreis­feu­er­wehr­ver­ban­des des Bezirks RP Frei­burg, hier ging es im Detail um Aus­rüs­tung und Tech­nik, Aus und Fort­bil­dung so wie Brand­schutz­er­zie­hung.

Sodann erfolg­te die Ent­las­tung des Ver­bands­vor­stan­des mit sei­nen bei­den Stell­ver­tre­tern und des Kas­siers. Für die Ent­las­tun­gen konn­te sich Ehren­vor­sit­zen­der Lothar Muhr fin­den, er führ­te die Ent­las­tung sowie die Aner­ken­nung des Haus­halts­pla­nes 2020 durch, die­se erfolg­te ein­stim­mig.

Es folg­te der Fach­vor­trag 65+ – wie kann ich unse­re Alters­ka­me­ra­den in der Feu­er­wehr ein­setz­ten. Gün­ther Benz aus Tutt­lin­gen zeig­te an vie­len Bei­spie­len auf, wie Kame­ra­den der Alters­ab­tei­lung noch in die Akti­vi­tä­ten der akti­ven Mann­schaft ein­ge­bun­den wer­den kön­nen. Er beton­te, dass sei­ner Mei­nung nach kei­ner der Alters­ka­me­ra­den mehr mit einem Mel­de­emp­fän­ger aus­ge­stat­tet wer­den müs­se und dem­nach nicht im Ein­satz­fall aus­rü­cken dür­fe.

Auf der Tages­ord­nung stand noch die Wahl des Orts für die Ver­bands­ver­samm­lung 2020. Flu­orn-Win­zeln stand zur Wahl und wur­de mit einer Ent­hal­tung gewählt. Für einen Kreis­feu­er­wehr­tag im Jahr 2020 hat­te sich die Feu­er­wehr Dorn­han auf­stel­len las­sen, auch hier fiel die Wahl ein­stim­mig aus.

Zum letz­ten Punkt der Tages­ord­nung ging es dann mit gro­ßer Freu­de: die Ehrung von Rott­weils Abtei­lungs­kom­man­dant Haupt­brand­meis­ter Volk­mar Caduff. Er erhielt vom Kreis­feu­er­wehr­ver­band Rott­weil die Medail­le „Dank und Aner­ken­nung“ in Sil­ber für im beson­de­ren Maße erwor­be­ne Ver­diens­te für das Feu­er­wehr­we­sen.

Jür­gen Eber­hardt konn­te pünkt­lich zum Mit­tag­essen die Ver­bands­ver­samm­lung mit den Wor­ten ”Gott zur Ehr, dem Nächs­ten zur Wehr!” schlie­ßen

 

 

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