2.2 C
Rottweil
Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Schram­berg Minis­ter Gui­do Wolf über­bringt För­der­be­scheid fürs Frei­bad

Minister Guido Wolf überbringt Förderbescheid fürs Freibad

Bau­ar­bei­ten begin­nen im Okto­ber / 1,2 Mil­lio­nen vom Land / Bund steu­ert 1,5 Mil­lio­nen Euro bei / Ver­wal­tung und Gemein­de­rat ste­hen hin­ter dem Frei­bad


-

Schram­berg. Zur Som­mer­sai­son 2021 soll das Schram­ber­ger Frei­bad in Ten­nen­bronn wie­der­eröff­net wer­den. Noch im Okto­ber sol­len die vor­be­rei­ten­den Erd­ar­bei­ten begin­nen. Die Haupt­ar­bei­ten sind dann im Jahr 2020 an der Rei­he. Über die­sen Zeit­ab­lauf infor­mier­te Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog am Mitt­woch im Schram­ber­ger Rat­haus. Anlass war der Besuch von Lan­des­mi­nis­ter Gui­do Wolf (CDU), der den För­der­be­scheid des Lan­des über 1,2 Mil­lio­nen Euro über­brach­te. Wolf ist Minis­ter für Jus­tiz, Euro­pa und Tou­ris­mus.

Wäh­rend der Wirt­schafts­aus­schuss des Land­tags von Baden-Wür­t­­te­m­berg dem För­der­an­trag der Stadt Schram­berg zuge­stimmt hat, stimm­te am Mon­tag der Bund einem vor­ge­zo­ge­nen Bau­be­ginn zu. Mit nun 1,2 Mil­lio­nen Euro vom Land und 1,5 Mil­lio­nen Euro vom Bund, gibt es ins­ge­samt 2,7 Mil­lio­nen Euro Zuschüs­se für das 5,5 Mil­­lio­­nen-Euro-Pro­­jekt in Ten­nen­bronn. Dies bedeu­tet das ins­ge­samt 48 Pro­zent der Kos­ten für die Gene­ral­sa­nie­rung des Frei­bads von Bund und Land kom­men. Hät­te die Stadt mit der Maß­nah­me begon­nen, bevor die Beschei­de da sind, wären die Zuschüs­se ver­lo­ren gewe­sen. Hier­auf wies noch­mals OB Tho­mas Her­zog hin. Minis­ter Wolf bestä­tig­te dies.

Zunächst infor­mier­te Ayline Schir­ling, Abtei­lungs­lei­te­rin Abtei­lungs­lei­te­rin Mar­ke­ting und Tou­ris­mus bei der Stadt, über die Bedeu­tung des Tou­ris­mus für den Stadt­teil Ten­nen­bronn und die Gesamt­stadt. So gab es nach 52.641 Über­nach­tun­gen im Jahr 2017 in Ten­nen­bronn im Jahr 2018 dort 53.710 Über­nach­tun­gen. „Da unter den Gäs­ten sehr vie­le Fami­li­en sind, ist das Frei­bad wich­tig“, so Schir­ling. Sie wies dar­auf hin, dass Schram­berg als „fami­li­en­freund­li­cher Feri­en­ort“ zer­ti­fi­ziert ist.

Der För­der­be­scheid ist da: Unser Foto zeig von links MdL Dani­el Kar­rais, Minis­ter Gui­do Wolf, OB Tho­mas Her­zog und MdL Ste­fan Teu­fel.

Das Frei­bad in Ten­nen­bronn liegt auf rund 800 Metern Höhe und ist des­halb nach den Wor­ten von OB Her­zog ein Höhen­frei­bad. „Das Gesund­heits­amt hät­te nicht mehr lan­ge mit­ge­macht“, erin­ner­te er an die tech­ni­schen Pro­ble­me. Auch bei einer Inves­ti­ti­on von über 200.000 Euro wäre nicht sicher gewe­sen, ob die Tech­nik die kom­plet­te Sai­son 2019 durch­hält, des­halb habe der Gemein­de­rat mehr­heit­lich ent­schie­den, das Frei­bad erst wie­der nach der Sanie­rung zu öff­nen.

Ers­te Berich­te über eine Sanie­rung des Frei­bads hat­te es Anfang 2015 gege­ben, wie Her­zog erin­ner­te. Im Okto­ber 2018 sei das Pro­jekt dann in einer Ein­woh­ner­ver­samm­lung vor­ge­stellt wor­den. Statt eines Sprung­turms gibt es künf­tig eine zwei­te Rut­sche. Grün­de für den Ver­zicht auf einen Sprung­turm sind die Betriebs­kos­ten und die Auf­sichts­pflicht.

Her­zog mach­te noch ein­mal deut­lich: „Der Gemein­de­rat und die Ver­wal­tung ste­hen hin­ter dem Bad.“

Minis­ter Gui­do Wolf hob die Bedeu­tung des Tou­ris­mus für Baden-Wür­t­­te­m­berg her­vor. Das aktu­ell mit sie­ben Mil­lio­nen Euro aus­ge­stat­te­te „über­schau­ba­re“ Tou­ris­mus­in­fra­struk­tur­pro­gramm soll auf jähr­lich zehn Mil­lio­nen Euro auf­ge­stockt wer­den. Als ehe­ma­li­ger Kom­mu­nal­po­li­ti­ker wuss­te Wolf um die Dis­kus­sio­nen in den Räten, wenn nicht für alles Geld da ist. Da sei­en vie­le geneigt, den Tou­ris­mus zurück­zu­stel­len. Er mach­te deut­lich, dass Ein­rich­tun­gen für den Tou­ris­mus auch die Lebens­qua­li­tät für jene stei­ge­re, die zwölf Mona­te im Jahr am Ort leben.

Die 1,2 Mil­lio­nen Euro Lan­des­zu­schuss für das Frei­bad in Ten­nen­bronn ist nach den Wor­ten von Gui­do Wolf die höchs­te Sum­me, die im Bereich des Tou­ris­mus in die­sem Jahr geneh­migt wur­de.

Im ach­ten Jahr in Fol­ge gebe es nun Rekor­de im Tou­ris­mus. Jedes Jahr steigt die Zahl der­je­ni­gen, die in Baden-Wür­t­­te­m­berg Urlaub machen um zwei bis drei Pro­zent. Sor­gen­voll blickt Wolf auf die Gas­tro­no­mie in gan­zen Land: „Wenn die Gas­tro­no­mie weg­bricht, ist dies ein enor­mer Qua­li­täts­ver­lust im Tou­ris­mus.“ Er for­der­te eine Ver­bes­se­rung der Rah­men­be­din­gun­gen für die Gas­tro­no­mie. So stellt er sich vor, dass die Arbeits­zeit über die Woche hin­weg aus­ge­gli­chen wird. Inner­halb der Woche sol­le fle­xi­bler mit den Arbeits­zei­ten umge­gan­gen wer­den. Über­zeugt ist er davon, dass ein Tou­rist nicht nur Gast, son­dern Bewoh­ner auf Zeit sein möch­te. Der Stadt Schram­berg bestä­tig­te Wolf: „Sie haben bei den Zuschüs­sen für das Frei­bad alle Regis­ter gezo­gen.“ Nach der Über­ga­be des Zuschuss­be­scheids trug er sich in das Gol­de­ne Buch der Stadt ein.

 

- Adver­tis­ment -