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Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019

Gezielte Kontrollen im Raum Rottweil: Einbrecher im Visier der Polizei

Jagd auf Ein­bre­cher­ban­den hat die Poli­zei am Nach­mit­tag und Abend im Raum Rott­weil gemacht. Mit ‘zig Ein­satz­kräf­ten, teils Bereit­schats­po­li­zei, haben die Beam­ten vor allem Klein­trans­por­ter kon­trol­liert. Aber auch ande­re, gewöhn­li­che Fahr­zeu­ge.

”Ein­bruch in Ein­fa­mi­li­en­haus”, ”Ein­bruch in Kir­che”, ”Ein­bruch in Bäcke­rei”. Der täg­li­che Bericht des Poli­zei­prä­si­di­ums Tutt­lin­gen quillt qua­si über von Mel­dun­gen die­ser Art. Es ist Herbst, es ist früh dun­kel, es ist Sai­son für Ein­bre­cher. In einer Serie haben sie vor Kur­zem etwa Ver­eins­hei­me heim­ge­sucht. Kei­ne Beson­der­heit der Regi­on Rott­weil oder des Zustän­dig­keits­ge­biets des Prä­si­di­ums mit sei­nen fünf Land­krei­sen.

Die Poli­zei schaut aber offen­bar nicht taten­los zu. Ohne Ankün­di­gung, ver­steht sich, hat das Tutt­lin­ger Prä­si­di­um an die­sem Don­ners­tag einen soge­nann­ten Kon­zep­ti­ons­ein­satz gefah­ren. Um die Bür­ger zu schüt­zen und poten­zi­el­le Täter auf­zu­spü­ren, nahm das Prä­si­di­um mit Srei­fen­dienst­be­am­ten, aber auch mit Kräf­ten der Bereit­schafts­po­li­zei eine flä­chen­haf­te Kon­trol­le vor.

Einbrecher im Visier

Das Ziel, so ein Spre­cher des Prä­si­di­ums am Abend zur NRWZ: Ein­bre­cher­ban­den. Daher wur­den Wohn­ge­bie­te ”bestreift”, wie das im Fach­jar­gon heißt, also mit Strei­fen­wa­gen abge­fah­ren. Und man mach­te Jagd auf Klein­trans­por­ter. Zufahrts­stra­ßen wur­den eben­so kon­trol­liert.

Stiller, schneller Einsatz in der Innenstadt

So etwa in Rott­weil, in der Innen­stadt. Ein sol­che Klein­bus ist gera­de in der Unte­ren Haupt­stra­ße unter­wegs, als von hin­ten ein Strei­fen­wa­gen her­ans­aust und den Wagen stoppt. Die Beam­ten pos­tie­ren sich sofort seit­lich ihres Ziel­ob­jekts und begin­nen, es zu kon­trol­lie­ren.

Kein Blau­licht, kein Mar­tins­horn, eine stil­le, aber schnel­le Akti­on. Ledig­lich die geöff­ne­ten Türen des Strei­fen­wa­gens deu­ten dar­auf hin, dass hier mit Eile gear­bei­tet wird. Kurz dar­auf wird klar: Kein Fang, der Fah­rer des Trans­por­ters darf wei­ter­fah­ren, die Beam­ten set­zen ihre Strei­fe fort.

Konzeptionseinsatz von 15 bis 21 Uhr

Das war gegen 22 Uhr. Da war der Kon­zep­ti­ons­ein­satz eigent­lich schon zuen­de. Er hat­te um 15 Uhr begon­nen – offen­bar bei Deiß­lin­gen, auf Höhe eines Vol­­vo-Hän­d­­lers am Orts­aus­gang Rich­tung Schwen­nin­gen. Ab da gin­gen die Mel­dun­gen in den ein­schlä­gi­gen Whats­app- und Face­book­grup­pen los.

Bei Tages­licht zu begin­nen – laut dem Spre­cher der Poli­zei Tutt­lin­gen macht das Sinn. Denn bei Tages­licht wür­den die Ein­bre­cher ihre Zie­le aus­bal­do­wern. Und dann spä­ter wie­der­kom­men, in der Däm­me­rung und Dun­kel­heit. Des­halb sei­en auch Per­so­nen in Wohn­ge­bie­ten kon­trol­liert wor­den.

Offi­zi­ell dau­er­te die Maß­nah­me bis 21 Uhr, wie der Spre­cher des Prä­si­di­ums der NRWZ wei­ter sag­te. Den­noch lie­fen anschlie­ßend die Kon­trol­len des flie­ßen­den Ver­kehrs etwa in Rott­weil wei­ter. Eine Strei­fe etwa stand län­ger am Fried­richs­platz, beob­ach­te­te den Ver­kehr.

Die Auto­fah­rer haben die Akti­on als mas­siv emp­fun­den. Es schien, nach den Mel­dun­gen in den sozia­len Medi­en zu urtei­len, an allen Ecken und Enden Poli­zei zu ste­hen und die Fah­rer ”raus­zu­zie­hen”.

Die Beam­ten kon­trol­lier­ten, so der Spre­cher des Prä­si­di­ums, schwer­punkt­mä­ßig im Hin­blick auf Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät, wenn ihnen aber aus einem Wagen eine Alko­hol­fah­ne ent­ge­gen­schlug, dann hät­ten sie sich auch die­sen Fah­rer vor­ge­nom­men.

Ein Ergeb­nis der Akti­on liegt noch nicht vor. Es wird nach­ge­reicht.