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Rekordzahl von Kirchenaustritten

Als alarmierend und besorgniserregend bezeichnet Matthäus Karrer, Weihbischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die Rekordzahl an Kirchenaustritten im Jahr 2019. Mit 21.861 Austritten verzeichnet die Diözese Rottenburg-Stuttgart einen Negativrekord. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 waren 17.497 Katholikinnen und Katholiken aus ihrer Ortskirche ausgetreten, im Jahr 2017 waren es 13.552. Die Mitgliederzahl der Diözese Rottenburg-Stuttgart belief sich am Ende des vergangenen Jahres auf 1.788.495 Frauen und Männer.

„Die evangelische und die katholische Kirche sind in gleicher Weise von hohen Austrittszahlen betroffen. Dasselbe gilt auch für alle katholischen Bistümer in Deutschland; regionale Unterschiede sind nicht sichtbar“, sagt Karrer anlässlich der heute durch die Deutsche Bischofskonferenz veröffentlichten Jahresstatistik 2019. In der Diözese Rottenburg-Stuttgart gebe es aber inzwischen mehrere Projekte, um den hohen Austrittszahlen entgegenzuwirken.

Einen Mitgliederrückgang um 1,8 Prozent hat die Evangelische Landeskirche in Württemberg im Jahr 2019 verzeichnet. Bei einem leichten Rückgang der Zahl der Sterbefälle auf 27.980 und einer spürbaren Zunahme der Kirchenaustritte auf 24.109 hatte die Landeskirche am Stichtag 31.12.2019 1.957.088 Mitglieder (2018: 1.993.460).

Die Zahl der Austritte aus der evangelischen Kirche hat im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 25 Prozent auf 24.109 zugenommen. Dies ist die höchste Zahl an Austritten bisher. Die meisten Austritte sind auch im Jahr 2019 in der Altersgruppe zwischen 20 und 35 Jahren festzustellen. Die Austrittswahrscheinlichkeit ist bei Mitgliedern über 60 Jahren um rund 50 Prozent zu 2018 angestiegen.

Auch die Zahl der Taufen ist 2019 gesunken – von 17.820 auf 16.629.

Die Zahl der Kircheneintritte war mit 2.084 dagegen leicht höher als 2018. Damals traten 2.026 in die Evangelische Landeskirche ein.

Um die Entwicklung der Austrittszahlen näher zu verstehen, wird die evangelische Landeskirche in Württemberg im Herbst mit einer empirischen Untersuchung spezifischer Austrittsgründe beginnen.

Laut dem katholischen Weihbischof Karrer ist letztlich das Erscheinungsbild der Kirche, das mit einer nicht mehr zeitgemäßen Haltung verbunden wird, ganz entscheidend für den Kirchenaustritt. Ausgetretene berichteten davon, dass sie keine Geduld mehr haben und der Kirche jede Reformkraft absprächen. „Zentrale Punkte sind dabei: Macht- und Hierarchiewahrnehmung, gleichberechtigter Zugang von Frauen zu allen Weiheämtern und die Sexualmoral“, sagt der für die pastorale Konzeption der Diözese zuständige Weihbischof und verweist darauf, dass alle diese Punkte auch zentrale Beratungsthemen des Synodalen Weges in der Katholischen Kirche in Deutschland sind, der zum 1. Advent 2019 gestartet ist.

„Besonders besorgt blicke ich auf die Gruppe der 25- bis 35-Jährigen“, stellt der Weihbischof fest. Auch 2019 sei in diesem Alter die Zahl der Kirchenaustritte besonders hoch gewesen. Um dem entgegenzuwirken, starte im September 2020 ein fünfjähriger Projektschwerpunkt zur „Glaubenskommunikation Junger Erwachsener“ in der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Laut Karrer gibt es nach wie vor auch einen Zusammenhang zwischen Kirchensteuer und Kirchenaustritt. Die Kirchensteuer sei dabei jedoch eher der Auslöser als die tatsächliche Ursache. Die wesentlichen Gründe für Kirchenaustritte seien stattdessen „Entfremdung“ und „fehlende Bindung“. Die Qualität der Seelsorge in den Kirchengemeinden vor Ort sei für viele Kirchenmitglieder entscheidend, erläutert er. „Die Erfahrungen gerade im Zusammenhang mit persönlichen Gottesdiensten, einer Taufe, Trauung oder Beerdigung sind für viele Kirchenmitglieder ein wichtiges Kriterium.“   Das belege auch eine Studie des Bistums Essen. Es müsse daher ein Schwerpunkt in der Diözese Rottenburg-Stuttgart sein, die Qualität der Seelsorge zu sichern. Ein erstes Projekt im Themenfeld „Trauerpastoral und Bestattungskultur“ sei dazu im Jahr 2019 aufgelegt worden.

Eine besondere Herausforderung sei zudem die bewusste Hinwendung der Kirche zu den Menschen, die wenige oder keine kirchlichen Angebote nutzten, diese aber mit ihren Kirchensteuern finanzieren, fährt Matthäus Karrer fort. So liege der Anteil der sonntäglichen Gottesdienstbesucher bei den regelmäßigen Zählungen bei unter zehn Prozent der Kirchenmitglieder. Die anderen mehr als 90 Prozent würden eher wenig Beachtung erfahren. „Hier geht es um neue Wege der Beteiligung und der Engagementförderung“, hebt Karrer hervor und verweist darauf, dass innerhalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart vor diesem Hintergrund seit 2018 ein Modellprojekt zur Engagementförderung laufe, das im Frühjahr 2020 auf weitere sieben Seelsorgeeinheiten ausgeweitet worden sei.

Im Detail: Die Zahlen der Taufen, Trauungen sowie die der Kinder und Jugendlichen, die an Erstkommunion und Firmung teilnahmen, bewegen sich leicht unter den Zahlen der Vorjahre und unterliegen immer einer gewissen demografischen Schwankung. (Taufen: 2019:12.801, 2018: 13.398, 2017: 13.290; Firmlinge: 2019:12.877, 2018: 10.724, 2017: 13.308; Trauungen: 2019: 3079, 2018: 3308, 2017: 3302). 

Für Weihbischof Matthäus Karrer wenig erfreulich, ist auch der Rückgang der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher (2019: 157.386, 2018: 159.964, 2017: 169.541). Interessant sei dabei aber die Tatsache, dass in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bei der Wahl zu den Kirchengemeinderäten – trotz Corona-Einschränkungen – 19,5 Prozent der Katholikinnen und Katholiken gewählt haben, wohingegen nur 8,8 Prozent regelmäßig den Sonntagsgottesdienst mitfeiern.

 

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1 Kommentar

  1. Weihbischof Karrer bringt für säkulare Menschen wahrlich frohe Kunde.
    Jahr um Jahr gehen Macht und Einfluss der beiden, vor Privilegien, Geld- und Steuerpfründen kaum mehr laufen könnenden „Staatskirchen“, stetig zurück.
    Mit etwas Hoffnung für die Jüngsten, lässt sich bei den vorliegenden Zahlen erahnen, dass diese noch echte „religionsfrei-heit“ werden erleben können.
    Selbst der einstige Religionsstifter, nebst dem für die vermeintlich „gute Sache“ drangegebenen Filius, dürften mittlerweile auch nicht mehr sonderlich darüber betrübt sein, denn gerade Letzterer würde heute, wie auch schon in den 2000 und/oder 500 vergangenen Jahren, mit dem Umkippen der an Steuer-, Grundbesitz- und Sonderrechten, geradezu obszön überfüllten Geldwechsler Tische im Tempel, gar nicht mehr hinterherkommen.
    Das Papa´s Stellvertreter auf Erden aber auch so gar nicht verhindert hat, dass die Kindlein wirklich zu Ihnen kommen mussten und diese bis heute weder adäquat respektiert, noch wirklich angemessen finanziell unterstützt werden, dürfte dem einst selbst in prekärer Lage zurückgelassenen Sohnemann, vermutlich endgültig die letzte Dorne aus selbiger Krone gebrochen haben.
    Es brauchte sie und da zähle ich ALLE Religionen dazu, also nur, um Kaiser, Fürsten, Pascha´s, Mandarine und neuzeitliche Obrigkeiten, mit überirdlichem Odem zu legitimieren und somit unantastbar für die Gläubigen zu machen.
    Es bleibt zu hoffen, dass sich das Marketingmodell „Seelenheil, gegen Untertänigkeit“ nun endgültig überlebt hat und es keinen irgendwie gearteten Nachfolger gibt, der in diese Fußstapfen tritt.

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