Beim Vor-Ort-Termin auf dem heutigen "Parkplatz Zentrum", der früheren "Groß'schen Wiese". Im Vordergrund: OB Ralf Broß. Foto: gg

Das eigent­lich geplan­te Park­haus bei der „Vil­la Dut­ten­ho­fer” in Rott­weil – das wird nicht so bald kom­men. Viel zu teu­er. Der Gemein­de­rat hat sich statt des­sen heu­te die ehe­ma­li­ge „Groß’sche Wie­se”, den jet­zi­gen „Park­platz Zen­trum” genau­er ange­schaut. Bis zu 500 Plät­ze könn­ten dort auf bis zu elf Ebe­nen ent­ste­hen – in der Maxi­mal­va­ri­an­te.

Geplant ist eine modu­la­re Bau­wei­se. Ein Stahl­trä­ger­bau, mut­maß­lich. Das mag ein wenig an den Metall­bau­kas­ten aus der Kind­heit erin­nern – mit­ein­an­der ver­schraub­te Stre­ben, die Ebe­nen erge­ben.

Erklä­ren den Pla­nungs­stand: Bau-Fach­be­reichs­lei­ter Lothar Huber links) und Abtei­lungs­lei­ter Stadt­pla­nung Peter Jung-Teltschik. Fotos: gg

Genau so was, ein Bau mit meh­re­ren Ebe­nen, ist auf der ehe­ma­li­gen „Groß’schen Wie­se” nun geplant. Das Ziel: die Kapa­zi­tät des Park­plat­zes bei glei­cher Grund­flä­che stark zu erhö­hen, ohne gleich ein rich­ti­ges Park­haus zu errich­ten. Frü­her wies der Platz mal 200 Stell­plät­ze aus, wie Bür­ger­meis­ter Dr. Chris­ti­an Ruf erklär­te. Heu­te sind es, weil die Autos brei­ter gewor­den sind, nur noch mar­kier­te 145.

Die­se Zahl lie­ße sich auf bis zu 500 erhö­hen, wie Bau-Fach­be­reichs­lei­ter Lothar Huber berich­te­te. Unter Aus­nut­zung der Mög­lich­kei­ten. Mit einem Bau, der bis zu 17 Meter hoch wür­de, den­noch aber genü­gend Abstand zu den Nach­barn (unter ande­rem aus­ge­rech­net ein Anwalts­bü­ro) ein­hiel­te. Die­ser Bau hät­te laut Huber vor­ne sechs, hin­ten fünf Ebe­nen, wobei „hin­ten” die Sei­te zur Poli­zei­di­rek­ti­on meint.

Dank der modu­la­ren Bau­wei­se lie­ße sich zunächst ein der­art gro­ßer Park­deck-Bau – um das Wort Park­haus zu ver­mei­den – rea­li­sie­ren, der spä­ter zurück gebaut wer­den könn­te, wenn die Park­plät­ze etwa nach der Lan­des­gar­ten­schau nicht mehr in so gro­ßer Zahl benö­tigt wür­den. Oder von dem ein oder zwei Ebe­nen umge­nutzt wer­den könn­ten. In was, ließ Huber offen.

Aber es sei eben deut­lich wirt­schaft­li­cher, gleich groß und dann gege­be­nen­falls zurück oder umzu­bau­en. Schon allein aus sta­ti­schen Grün­den mache es kei­nen Sinn, etwa mit drei Ebe­nen anfan­gen und dann bei Bedarf noch zwei drauf set­zen zu wol­len.

Geplant ist der­zeit so etwa wie eine Groß­ga­ra­ge – aber mit Schall- und Blend­schutz. Und nicht nur das: Der Ort soll ein Mobi­li­täts­zen­trum wer­den, etwa mit einem Car­sha­ring-Ange­bot und Lade­sta­tio­nen. Nicht nur ein Park­platz auf meh­re­ren Ebe­nen.

Das wird ein schö­nes Park­haus”, ver­sprach etwa der Abtei­lungs­lei­ter Stadt­pla­nung, Peter Jung-Teltschik. Viel­leicht etwa mit Holz­leis­ten als Fas­sa­de, alles denk­bar. Das hän­ge allei­ne vom Mut der Stadt­rä­te ab, ergänz­te Bür­ger­meis­ter Ruf, der Markt bie­te alles.

Der Stand aktu­ell: „Wir reden hier über eine Mach­bar­keits­stu­die”, so Huber, nicht etwa über eine Pla­nung. Die Gestal­tung der Ebe­nen, des gesam­ten Kom­ple­xes: noch völ­lig unklar. Da wird der Gemein­de­rat mit­re­den dür­fen. Bür­ger­meis­ter Ruf erwar­tet der­weil bereits, dass die skiz­zier­te Maxi­mal­lö­sung nicht kommt. „Mal sehen, auf wel­chen Kom­pro­miss wir uns eini­gen wer­den”, sag­te er.