Werden immer wieder neu ins Gespräch gebracht: die Palettenmöbel. Foto: gg

Die FDP-Stadt­rats­frak­ti­on in Rott­weil hat sich mit der Innen­stadt­mö­blie­rung beschäf­tigt. In einem Antrag for­dert die FDP, dass vor­erst kei­ne wei­te­ren Mit­tel mehr in die Wei­ter­ent­wick­lung der kurz­zei­tig getes­te­ten Desi­gner­mö­bel mehr flie­ßen. Dar­über hin­aus wol­le man die Palet­ten­mö­bel noch­mal ins Spiel brin­gen sowie die Ver­wen­dung von in ande­ren Städ­ten ver­wen­de­ten Möbeln prü­fen.

„Es müs­sen ein­fach noch­mal alle Optio­nen auf den Tisch. Aber ein wei­ter so kann es nicht geben,“ meint Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Micha­el Ger­lich, der sich über die ent­stan­de­nen Kos­ten ärgert. 

Der schnel­le Abbruch der Ver­suchs­pha­se der „Desi­gner­mö­bel“ habe die ursprüng­li­che Skep­sis der drei libe­ra­len Stadt­rä­te ver­stärkt. „Wie so vie­le waren wir von Anfang an nicht wirk­lich über­zeugt von den vor­ge­stell­ten Möbel­va­ri­an­ten.

Da es kei­ne Alter­na­ti­ven gab, haben wir einem Ver­such jedoch damals zuge­stimmt,“ erklärt Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ger­lich. Das Ergeb­nis des Ver­suchs habe jedoch die Befürch­tun­gen bestä­tigt, so der Stadt­rat wei­ter. Die Reso­nanz sei eher durch­wach­sen gewe­sen und an Robust­heit habe es deut­lich gefehlt. „Man muss grund­sätz­lich in Zwei­fel zie­hen, ob Design­ent­wür­fe einen guten Ersatz für die all­seits belieb­ten Palet­ten­mö­bel geben kön­nen,“ sagt Ger­lich. Vor allem sol­le man nicht nach Design, son­dern nach Funk­ti­on aus­wäh­len. „Eine schö­ne Bank bringt nichts, wenn dort kei­ner sit­zen will,“ meint er.

Dar­um wol­le die Frak­ti­on geprüft haben, ob man nicht zu den Palet­ten­mö­beln art­ver­wand­te Ent­wür­fe ver­wen­den kön­ne, die bei­spiels­wei­se durch ein ande­res Mate­ri­al robus­ter gestal­tet wer­den könn­ten. Falls dies nicht mög­lich sei, kön­ne man auch „Möbel von der Stan­ge“ ver­wen­den. Die­se sei­en erprobt und kos­ten­güns­ti­ger.

Auch sol­le die Stadt­ver­wal­tung prü­fen, ob sie einen ange­mes­se­nen Anteil der gezahl­ten Gel­der wegen nicht erbrach­ter Leis­tung zurück­for­dern kann.

Das Pro­be­sit­zen auf den drei Pro­to­ty­pen der Stu­die­ren­den-Teams der staat­li­chen Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te Stutt­gart hat­te die Stadt­ver­wal­tung bekannt­lich nach einer Woche vor­zei­tig been­det. Die Möbel wur­den abge­baut.