Die Badische Landesbühne kommt mit dem Stück "Die Vermessung der Welt" nach Schramberg. Foto: pm

Schram­berg. Der Thea­ter­ring Schram­berg hat am Don­ners­tag, 17. Okto­ber, um 20 Uhr das Schau­spiel „Die Ver­mes­sung der Welt“ von der Badi­schen Lan­des­büh­ne auf der Thea­ter­büh­ne im Bären­saal Schram­berg zu Gast. Hier­über infor­miert der Thea­ter­ring in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Der Natur­for­scher Alex­an­der von Hum­boldt und der Mathe­ma­ti­ker Carl Fried­rich Gauß sind zwei Wis­sen­schaft­ler, wie sie unter­schied­li­cher nicht sein kön­nen und doch ver­eint sie ein Leben lang ein und das­sel­be Ziel: die Ver­mes­sung der Welt. Wäh­rend sich der Empi­ri­ker Hum­boldt durch Urwald und Step­pe kämpft, den Ori­no­ko befährt, in Erd­lö­cher kriecht, die höchs­ten Ber­ge besteigt und unzäh­li­ge Selbst­ver­su­che macht, beweist der Ana­ly­ti­ker Gauß die Krüm­mung des Rau­mes von sei­nem Schreib­tisch aus. 1828 lädt Hum­boldt den Mathe­ma­ti­ker zum Natur­for­scher­kon­gress nach Ber­lin ein. Gauß hat kei­ne gro­ße Lust, sei­ne Hei­mat­stadt zu ver­las­sen. Da Hum­boldt aber hart­nä­ckig bleibt, steigt er schließ­lich doch in die Kut­sche. Beglei­tet wird er von sei­nem Sohn Eugen, den Gauß für völ­lig beschränkt hält. Und so kommt es, dass sich die bei­den mitt­ler­wei­le geal­ter­ten Geis­tes­grö­ßen zum ers­ten Mal begeg­nen. Wäh­rend sie dar­über debat­tie­ren, wer von den bei­den sei­nem Lebens­ziel näher gekom­men sei und was wah­re Wis­sen­schaft aus­ma­che, gerät Eugen in eine Demons­tra­ti­on und wird ver­haf­tet. Nur dank Hum­boldts Ein­fluss­nah­me ent­geht er einer Gefäng­nis­stra­fe, wird jedoch ins Exil nach Ame­ri­ka geschickt.

Die Badi­sche Lan­des­büh­ne zeigt „Die Ver­mes­sung der Welt“ anläss­lich des 250. Geburts­tags von Alex­an­der von Hum­boldt (1769–1859). Eine Ein­füh­rung zum Stück gibt es um 19.15 Uhr auf der Empo­re des Bären­saals.

 Kar­ten­vor­ver­kauf: Bür­ger­ser­vice, Rat­haus Schram­berg, Tel.: 07422 29215. Oder neu auch online unter www.schramberg.de