Die kleine Hexe (Karoline Herfurth) fliegt zum Blocksberg. Foto: pm

Das Open-Air-Kino der Stif­tung St. Fran­zis­kus in Hei­li­gen­bronn gemein­sam mit den Sub­ia­co-Kinos ist seit 2004 eine fes­te Grö­ße im regio­na­len Kul­tur­ka­len­der”, heißt es in einer Mit­tei­lung der Stif­tung. Und wei­ter:

 Inmit­ten des Klos­ter­ho­fes wer­den auch in die­sem Jahr von Don­ners­tag bis Sams­tag, 19. bis 21. Juli, aktu­el­le Publi­kums­ma­gne­ten auf eine meter­ho­he Lein­wand pro­ji­ziert.

Mit „Maria Mag­da­le­na“, „Die klei­ne Hexe“ und „Die­ses bescheu­er­te Herz“ ist für alle Alters­grup­pen etwas dabei. Musi­ka­li­sche Unter­hal­tung ver­schie­de­ner Bands und unter­schied­li­che Mit­ma­ch­an­ge­bo­te für Kin­der und Erwach­se­ne stim­men an allen Tagen ab 19 Uhr auf die Fil­me ein. Die Bewir­tung mit the­ma­tisch zum Film pas­sen­den Snacks und Geträn­ken über­neh­men die Wohn­grup­pen der Stif­tung. Wem der Sinn weni­ger nach Kino steht, der kann das Fami­li­en­pro­gramm geson­dert besu­chen; der Ein­tritt dazu ist frei.

Die Kino­kas­se ist eben­falls ab 19 Uhr geöff­net. Ab Ein­bruch der Dun­kel­heit lässt es sich in einem der 500 gepols­ter­ten Gar­ten­ses­sel im Klos­ter­hof bequem Platz neh­men, Film­start ist gegen 21.45 Uhr. Bei Regen wer­den Pro­gramm und Film­vor­füh­rung in den Eli­sa­be­tha-Glöck­ler-Saal ver­legt.

Im Bibe­l­epos „Maria Mag­da­le­na“ am Don­ners­tag, 19. Juli, rückt Regis­seur Garth Davis die Jün­ge­rin Jesu‘ in den Mit­tel­punkt der Hand­lung. In der Gefolg­schaft Jesu‘ (Joa­quin Phoe­nix) wird Maria Mag­da­le­na (Roo­ney Mara) Zeu­gin sei­ner Kreu­zi­gung, Grab­le­gung und Auf­er­ste­hung und gilt damit als eine der zen­tra­len Figu­ren der Bibel­ge­schich­te. Die jun­ge Frau rebel­liert selbst­be­wusst und mutig gegen die Geschlech­ter­rol­len und Hier­ar­chi­en ihrer Zeit.

Für einen locke­ren Ein­stieg in den ers­ten Abend sorgt  die For­ma­ti­on „Quer­beet“. Die Musi­ker aus Ten­nen­bronn spie­len Hits und Ever­greens aus 40 Jah­ren Pop­ge­schich­te zum Mit­sum­men und -wip­pen.

Ganz im Zei­chen der Fami­lie steht der Frei­tag, 20. Juli. Dann fliegt bei Ein­bruch der Dun­kel­heit die klei­ne Hexe auf ihrem Besen über die Fas­sa­de des Klos­ters und bezau­bert mit ihrem Raben Abra­xas sicher nicht nur die klei­nen Besu­cher. Schließ­lich ken­nen bereits zahl­rei­che Kin­der­ge­nera­tio­nen den Klas­si­ker von Otfried Preuß­ler. Karo­li­ne Her­furth in der Rol­le der 127-Jäh­ri­gen Jung­he­xe schleicht sich heim­lich zur Wal­pur­gis­nacht. Als sie von der bösen Muh­me Rum­pum­pel (Suzan­ne von Bor­so­dy) erwischt wird, folgt ein ech­tes Hexen­ge­richt. Zur Stra­fe muss die klei­ne Hexe nicht nur Zau­ber­sprü­che pau­ken, son­dern auch zei­gen, was eine gute Hexe aus­macht. Dabei stel­len sie und Abra­xas (gespro­chen von Axel Prahl) die Hexen­re­geln gehö­rig auf den Kopf.

Für die musi­ka­li­sche Unter­hal­tung sorgt am Sams­tag der Pia­nist Nico­lai Jan Hüb­ner. „Chill-Out-Songs“ nennt der 25-Jäh­ri­ge aus Sas­bach sei­ne roman­ti­schen Arran­ge­ments, idea­le Beglei­ter für einen lau­en Som­mer­abend. Schwung­voll geht es schließ­lich beim Auf­tritt der „Rocking Rol­lis“ zu. Mit viel Freu­de an Bewe­gung und Musik lässt die inklu­si­ve Roll­stuhl-Tanz­grup­pe der Stif­tung die Räder tan­zen.

Len­ny (Ely­as M’Barek, Mit­te) wan­delt sich in dem berüh­ren­den Dra­ma „Die­ses bescheu­er­te Herz“ vom ober­fläch­li­chen Lebe­mann zum mit­füh­len­den Freund. Es wird beim Open-Air-Kino Hei­li­gen­bronn am Sams­tag, 21. Juli, gezeigt. Foto: Con­stan­tin Film

Im wahrs­ten Sin­ne um Herz­ki­no geht es am Sams­tag, 21. Juli. In der Roman­ver­fil­mung „Die­ses bescheu­er­te Herz“ wer­den ein 30-jäh­ri­ger Lebe­mann und ein 15-jäh­ri­ger herz­kran­ker Jun­ge zu Freun­den. Jung­star Ely­as M’Barek ver­kör­pert den jun­gen Len­ny, der sein Leben mit Fei­ern, Kif­fen und Trin­ken ver­bringt. Sein Vater, ein gut ver­die­nen­der Herz­spe­zia­list, ver­langt von ihm schließ­lich, den seit Geburt schwer herz­kran­ken 15-jäh­ri­gen David (Phil­ip Noah Schwarz) zu betreu­en. Das klappt nicht von Anfang an gut, doch lang­sam wach­sen die zwei zusam­men. Der Film lebt vom Auf­ein­an­der­pral­len zwei­er Wel­ten, von Wort­witz und Situa­ti­ons­ko­mik und bie­tet ein berüh­ren­des Ende.

Leicht und beschwingt run­den „Lietz & Lot­te“ den Abend musi­ka­lisch ab. In den Chan­sons der deutsch-fran­zö­si­schen Sän­ge­rin Char­lot­te Rott-Four­nier und des Frei­bur­ger Gitar­ris­ten Rai­ner Lietz­mann geht es mal lus­tig und wort­akro­ba­tisch, mal nach­denk­lich und poli­tisch zu. Neben berühm­ten Stü­cken von Geor­ge Bras­sens, Léo Fer­ré oder Boris Vian inter­pre­tie­ren sie auch weni­ger geläu­fi­ge Chan­sons.

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Open-Air-Kino in Hei­li­gen­bronn im Inter­net unter www.stiftung-st-franziskus.de/open-air-kino.