Rottweil offiziell als Ausflugsort anerkannt

Regie­rungs­prä­si­den­tin über­gibt Zer­ti­fi­kat an OB Ralf Broß

Regie­rungs­prä­si­den­tin Bär­bel Schä­fer hat der Stadt Rott­weil das Zer­ti­fi­kat als staat­lich aner­kann­ter Aus­flugs­ort über­reicht. Das berich­tet die Stadt­ver­wal­tung. Es sei das ers­te Mal seit vie­len Jah­ren, dass eine Kom­mu­ne im Regie­rungs­be­zirk die erfor­der­li­che Besu­cher­zahl erreicht habe. Für den Rott­wei­ler Han­del bedeu­tet die Aus­zeich­nung laut Stadt­ver­wal­tung die Mög­lich­keit, dass Geschäf­te mit tou­ris­ti­schen Sor­ti­men­ten auch sonn­tags öff­nen dür­fen.

Die Über­ga­be fand im Schwar­zen Tor statt – eine der bekann­tes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten der Innen­stadt, die zuletzt auf­wen­dig saniert wor­den ist. Schä­fer über­reich­te das Zer­ti­fi­kat der Aner­ken­nung als Aus­flugs­ort in Baden-Wür­t­­te­m­berg selbst. Die letz­te Aus­zeich­nung die­ser Art sei im Regie­rungs­be­zirk Frei­burg in den frü­hen 80-er Jah­ren ver­lie­hen wor­den, so Schä­fer.

Ins­ge­samt gibt es der­zeit zwölf staat­lich aner­kann­te Aus­flugs­or­te im Bezirk des Regie­rungs­prä­si­di­ums Frei­burg. Vor­aus­set­zung ist, dass eine Gemein­de eine hohe jähr­li­che Besu­cher­zahl nach­weist. Rott­weil konn­te bei­spiels­wei­se durch die Stei­ge­rung der Zahl an Tages­be­su­chern und Stadt­füh­run­gen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren, aber auch durch künf­ti­ge Pro­jek­te wie die Lan­des­gar­ten­schau im Jahr 2028 die Vor­aus­set­zun­gen hier­für erfül­len. Schä­fer zeig­te gro­ßen Respekt vor der tou­ris­tisch her­aus­ra­gen­den Attrak­ti­vi­tät der Regi­on und davor, was die Stadt in den letz­ten Jah­ren an Groß­pro­jek­ten unter Mit­nah­me der Bür­ger geleis­tet hat: „Rott­weil geht mutig in die Zukunft und kom­bi­niert Tra­di­ti­on und Moder­ne auf eine anspre­chen­de Wei­se.“

Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß nahm die Urkun­de stell­ver­tre­tend für alle am Tou­ris­mus betei­lig­ten Akteu­re in Rott­weil ent­ge­gen und beton­te: „Solch ein Erfolg kann man nicht allei­ne schul­tern, er ist immer Team­ar­beit.“ Für die Stadt sei das Zer­ti­fi­kat ein wich­ti­ger Schritt, um sich als Tou­ris­mus­de­sti­na­ti­on erfolg­reich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Einen gro­ßen Anteil am Fort­schritt habe der Test­turm von Thys­sen­krupp Ele­va­tor gehabt. „Wir spü­ren die posi­ti­ven Effek­te bereits jetzt und wol­len die­se für die Stadt in Zukunft noch stär­ker nut­zen“, sag­te Broß mit Blick auf die geplan­te Fuß­gän­ger-Hän­ge­­brü­­cke vom Test­turm in die Innen­stadt.

In Rott­weil trifft die Tra­di­ti­on der ältes­ten Stadt Baden-Wür­t­­te­m­bergs auf den inno­va­ti­ven Thys­­sen­krupp-Tes­t­­turm – eine ein­zig­ar­te Kom­bi­na­ti­on. Dass das Inter­es­se beson­ders groß ist, zei­gen die 300.000 Gäs­te, die uns seit der Eröff­nung im Okto­ber 2017 im Test­turm besucht haben“, sag­te Turm­ma­na­ge­rin Bea­te Höhn­le. „Ich sehe die ver­dien­te Aus­zeich­nung als tol­les Kom­pli­ment für die Regi­on und freue mich auf die wei­ter­hin gute Zusam­men­ar­beit mit der Stadt Rott­weil.“

Auch der Gewer­­be- und Han­dels­ver­ein begrüßt die Aner­ken­nung Rott­weils als Aus­flugs­ort: „Das ist eine gro­ße Chan­ce für uns, mit neu­en, auf die zusätz­li­chen Besu­cher abge­stimm­ten Sor­ti­men­ten die Ent­wick­lung Rott­weils zur Tou­ris­mus­de­sti­na­ti­on erfolg­reich zu beglei­ten“, so Björn Engel­hardt, der als Aus­schuss­mit­glied den Vor­stand des Gewer­­be- und Han­dels­ver­eins ver­trat.

Das Zer­ti­fi­kat bedeu­tet für Rott­weil vor allem eine Ver­bes­se­rung für den Han­del, denn dadurch kann die Stadt Ein­zel­händ­lern mit tou­ris­ti­schem Sor­ti­ment auch eine Öff­nung an Sonn­ta­gen ermög­li­chen, erklärt die Stadt­ver­wal­tung. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se Rei­se­be­darf, Sport- und Bade­ge­gen­stän­de oder Sou­ve­nirs. Laut Gesetz dür­fen die Geschäf­te aber nur bis maxi­mal 40 Sonn­ta­ge im Jahr geöff­net sein und auch nur bis zu acht Stun­den. Bei der Fest­le­gung hat die Stadt also einen gro­ßen Hand­lungs­spiel­raum und muss auch auf die Zei­ten der Haupt­got­tes­diens­te Rück­sicht neh­men.

Schä­fer und Broß beton­ten daher auch, es gel­te mit den neu­en Mög­lich­kei­ten des Tou­ris­mus wei­ter­hin ver­ant­wor­tungs­voll und maß­voll umzu­ge­hen, die Bür­ger bei der Umset­zung wei­ter mit­zu­neh­men und an der Ent­wick­lung zu betei­li­gen.

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