Schram­berg (pm) – Schram­berg steht am Sonn­tag, 30. Sep­tem­ber, unter Dampf und hei­ßer Luft. Von 10 bis 16 Uhr gibt es das Dampf­ma­schi­nen­fest im Schram­ber­ger Die­sel­mu­se­um, wie es in einer Pres­se­mit­tei­lung heißt.

Wuss­ten Sie eigent­lich, dass bereits 1712 die ers­te Dampf­ma­schi­ne in Eng­land in Betrieb genom­men wur­de? Dem Eisen­wa­ren­händ­ler und Erfin­der Tho­mas New­co­men war es gelun­gen, eine „Feu­er­ma­schi­ne“ zu kon­stru­ie­ren und zu bau­en, die bald schon den Namen „Freund des Berg­manns“ erhal­ten soll­te, da sie zur gro­ßen Erleich­te­rung bei der Arbeit in den Gru­ben bei­trug. James Watt, ein schot­ti­scher Erfin­der, ver­bes­ser­te schließ­lich den Wir­kungs­grad der Dampf­ma­schi­ne und leg­te somit den Grund­stein für die Indus­tria­li­sie­rung des 19. Jahr­hun­derts, die eng mit der Ent­wick­lung und Nut­zung von Dampf­ma­schi­nen ver­bun­den war”, wie Harald Bur­ger schreibt.

Am Sonn­tag, 30. Sep­tem­ber heißt es bereits zum 4. Mal „Schram­berg unter Dampf und hei­ßer Luft” – das Dampf­ma­schi­nen­fest im Schram­berg“. Gemein­sam mit dem Eisen­bahn­mu­se­um Schwarz­wald lädt das Auto- und Uhren­mu­se­um Tüft­ler, Samm­ler von Dampf­ma­schi­nen und vie­le inter­es­sier­te Gäs­te zum Modell-Dampf­tag nach Schram­berg ein. Das his­to­ri­sche Die­sel­mu­se­um, mit einem der größ­ten erhal­te­nen his­to­ri­schen Die­sel­mo­to­ren­aus dem Jahr 1911, wird erneut Schau­platz für die­se Ver­an­stal­tung und bie­tet das geeig­ne­te Ambi­en­te.

Noch heu­te geht von Dampf­ma­schi­nen Fas­zi­na­ti­on pur aus. Man­che die­ser Model­le sind wah­re Hand­werks­kunst. Sie sind Tüft­ler­ar­bei­ten, geplant bis ins letz­te Detail. Es gibt pure ange­wand­te Phy­sik zu sehen, wenn in den Maschi­nen aus Feu­er und Was­ser Ener­gie wird“. Dazu kommt die Freu­de an den klei­nen tech­ni­schen Wun­der­wer­ken, die mit ihren blan­ken Kup­fer- und Mes­sing­kes­seln, schwarz glän­zen­den Zylin­dern und kom­pli­zier­ten Gestän­gen den Dampf­druck in Bewe­gung umset­zen. Es ist fas­zi­nie­rend zu sehen, mit wel­cher Prä­zi­si­on ein sol­ches Maschi­nen­mo­dell vor 80 und mehr Jah­ren in Hand­ar­beit geformt, gelö­tet, gegos­sen und bemalt wor­den ist. Modell-Dampf­ma­schi­nen ent­spre­chen in allen Ein­zel­hei­ten ihrem gro­ßen Vor­bild und funk­tio­nie­ren auch so. Wie das genau funk­tio­niert, zei­gen die Dampf­ma­schi­nen­freun­de, die mit gro­ßer Freu­de die Fra­gen der Besu­cher beant­wor­ten wer­den.

Der “Schram­ber­ger Modell-Dampf­tag” wird von 10 bis 16 Uhr der gro­ßen Kreis­stadt so rich­tig ein­hei­zen. Es wer­den eine Viel­zahl an Dampf- und Antriebs­mo­del­len mit Ver­bren­nungs-, Stir­ling- und Vaku­um­mo­to­ren erwar­tet. Aus allen Ecken und Enden des Die­sel­mu­se­ums wird es zischen, schnau­ben und damp­fen.

Besit­zer eige­ner Dampf­ma­schi­nen sind will­kom­men. Die Ver­an­stal­ter ver­spre­chen auf jeden Fall ein Plätz­chen für die Maschi­nen. Zudem wird ein unter­halt­sa­mer Tag für die gan­ze Fami­lie ver­spro­chen – nicht zuletzt weil par­al­lel zu die­ser Ver­an­stal­tung das Okto­ber­fest der Schram­ber­ger Stadt­mu­sik statt­fin­det. Der Ein­tritt zu dem Dampf­ma­schi­nen­fest ist frei.