Schramberg unter Dampf und heißer Luft

Dampfmaschinenbetriebsmodell von Franz-Josef Stiele-Werdermann, der das Maschinchen beim Dampftag auch unter Dampf setzen wird.Foto: Franz-Josef Stiele-Werdermann

Schram­berg unter Dampf und hei­ßer Luft” heißt eine neue Ver­an­stal­tung des Auto- und Uhren­mu­se­ums Erfin­der­Zei­ten in Koope­ra­ti­on mit dem Eisen­bahn­mu­se­um Schwarz­wald und ver­schie­de­nen Samm­lern, berich­tet Muse­ums­lei­ter Harald Bur­ger in einer Pres­se­mit­tei­lung.

SCHRAMBERG (pm) – Am Sonn­tag, den 4. Okto­ber von 10 bis 17 Uhr fin­det im Die­sel­mu­se­um, Gewer­be­park H.A.U. in Schram­berg, der ers­te „Schram­ber­ger Modell-Dampf­tag“ statt. Es wer­den eine Viel­zahl von Dampf- und Antriebs­mo­del­len mit Ver­bren­nungs-, Stir­ling- und Vaku­um­mo­to­ren der Schwarz­wald­stadt ordent­lich ein­hei­zen. Ein Zitat eines Andamp­fer bringt den span­nen­den Andampf­tag auf den Punkt: „…Oben Was­ser, unten Feu­er. Feu­er macht das Was­ser warm, hei­ßes Was­ser wird zu Was­ser­dampf, Was­ser­dampf will raus, Was­ser­dampf muß arbei­ten…“

Der denk­mal­ge­schütz­te Jugend­stil­bau des Die­sel­mu­se­ums mit dem his­to­ri­schen MAN-Motor mit 325 PS, bie­tet für die Ver­an­stal­tung das geeig­ne­te Ambi­en­te. Die klei­nen Dampf­mo­del­le und der rie­si­ge Die­sel­mo­tor mit der Kraft von vier Zylin­dern wer­den in einen auf­re­gen­den Dia­log tre­ten. Nach wie vor geht von den Dampf­ma­schi­nen eine gro­ße Fas­zi­na­ti­on aus. Vor nicht all­zu lan­ger Zeit waren die klei­nen tech­ni­schen Wun­der­wer­ke noch ech­te Ver­kaufs­schla­ger.

Als Weih­nachts­ge­schenk sorg­ten sie für Glücks­ge­füh­le vor allem bei den Jungs und natür­lich auch deren Väter. Die Dampf­mo­del­le ver­ban­den Spiel und Tech­nik. Das brach­te den Dampf­ma­schi­nen den Ruf eines päd­ago­gisch wert­vol­len Spiel­zeugs ein. Nie­mand dach­te damals dar­an, dass die­se Spiel­zeu­ge ein­mal Samm­ler­ob­jek­te wer­den wür­den. Spit­zen­stü­cke wer­den heu­te sogar als Kunst­ob­jek­te betrach­tet (ein­schließ­lich des Prei­ses).

Zum Schram­ber­ger Dampf­tag wer­den Samm­ler ihre teils his­to­ri­schen Dampf­ma­schi­nen in Betrieb neh­men. Sie schü­ren Feu­er und las­sen das Was­ser in den klei­nen Kes­seln damp­fen. Sie machen Feu­er, schmie­ren und ölen, und der Dampf­druck setzt die klei­nen Pre­zio­sen in Bewe­gung. Von allen Sei­ten her wird es klop­fen und häm­mern, zischen und pfei­fen, sehr zur Freu­de der Besu­cher und der Kin­der.

Zum Schram­ber­ger Die­sel­mu­se­um, einem beson­de­ren Tech­nik­mu­se­um im Schwarz­wald berich­tert Bur­ger: Der im Jahr 1904 von dem berühm­ten Indus­trie­ar­chi­tek­ten Phil­ipp Jakob Manz als Umspann­sta­ti­on für die „Ham­bur­ger-Ame­ri­ka­ni­sche Uhren­fa­brik”, kurz H.A.U., ent­wor­fe­ne Jugend­stil­bau birgt in sei­nem Inne­ren eine tech­ni­sche Sen­sa­ti­on: Den größ­ten Die­sel­mo­tor aus der Zeit vor dem Ers­ten Welt­krieg, der noch voll­stän­dig erhal­ten mit allem Zube­hör an sei­nem ursprüng­li­chen Auf­stell­ort steht.

Zum Schram­ber­ger Modell-Dampf­tag sind Besit­zer mit eige­nen Dampf­ma­schi­nen herz­lich will­kom­men. Die Ver­an­stal­ter ver­spre­chen einen unter­halt­sa­men Tag für die gan­ze Fami­lie.