Das "Obermettinger Salonorchester" gastiert in Schramberg. Foto: pm

SCHRAMBERG (pm) – Mit einer vom „Ober­met­tin­ger Salon­or­ches­ter“ musi­ka­lisch umrahm­ten Mati­née und einem anschlie­ßen­den gemein­sa­men Mit­tag­essen für Mit­glie­der im „Bären“ fei­ert das Frei­amt Tös am Sonn­tag, 30. Okto­ber die Grün­dung vor 120 Jah­ren.

Das Grün­dungs­jahr, das bis­her mit 1899 ange­nom­men war, ist nun „amt­lich“ auf 1896 vor­ver­legt wor­den, nach­dem Stadt­ar­chi­var Cars­ten Kohl­mann in einem Bei­trag für die „D´Kräz“ schon im Jah­re 2003 von der Grün­dung im Jah­re 1896 berich­te­te, wie Tös-Schult­heiß Her­mann Rei­chert schreibt.

Das Frei­amt hat erst die­ses Jahr nun auch offi­zi­ell sich die­ses Grün­dungs­da­tum zu eigen gemacht und zum Anlass genom­men, das tra­di­tio­nel­le Kil­be-Essen – eine fes­te Insti­tu­ti­on im Ver­eins­jahr – die­ses mal mit einer vor­aus­ge­hen­den fest­li­chen Mati­née zu ver­bin­den.

Im Foy­er des ehe­ma­li­gen gräf­li­chen Schlos­ses wer­den nach der Begrü­ßung durch Schult­heiß Her­mann Rei­chert zwei Gäs­te Gruß­wor­te vor­tra­gen. Einer­seits ist der in Schram­berg gebür­ti­ge Albert Ess­lin­ger-Kie­fer, Ver­le­ger und Her­aus­ge­ber der Pforz­hei­mer Zei­tung, mit einem per­sön­li­chen Tös-spe­zi­fi­schen Gruß­wort auf dem Pro­gramm, ande­rer­seits wird Dr.  Jür­gen Win­ter als 1. ehren­amt­li­cher Ver­tre­ter des Ober­bür­ger­meis­ters Her­zog dem Frei­amt die Glück­wün­sche dar­brin­gen. Danach hält Stadt­ar­chi­var Kohl­mann den Fest­vor­trag.

Mit  zwei Bild­vor­la­gen von 1906 und 1911 aus dem Stadt­ar­chiv ist dem Frei­amt eine für den Anlass gut pas­sen­de Ein­la­dungs­kar­te gelun­gen. Außer­dem wur­de extra für die­se Mati­née-Ein­la­dung eine beson­de­re Brief­mar­ke bei der Post bestellt.

Sondermarke mit "König Wilhelm". Foto: pm
Son­der­mar­ke mit „König Wil­helm”. Foto: pm

Die­se Mar­ke  zeigt den „König Wil­helm“ um 1910. In die­sem Hotel und Restau­rant ist der genann­te Albert Ess­lin­ger-Kie­fer auf­ge­wach­sen.

Im Tös betrach­te­te man die­ses gast­li­che Haus jahr­zehn­te­lang als das „frei­amt­li­che Rat­haus“, in wel­chem die Vor­stands­sit­zun­gen aber auch unzäh­li­ge gesel­li­ge Ver­an­stal­tun­gen abge­hal­ten wur­den.