Theaterring Schramberg zeigt: „Onkel Toms Hütte”

Szenenfoto: Dominik Müller

SChRAM­BERG (pm) – Der Thea­ter­ring Schram­berg hat am Frei­tag, 6. Okto­ber um 20 Uhr „Onkel Toms Hüt­te“, ein Schau­spiel mit Musik nach dem Roman von Har­riet Bee­cher Sto­we, im Bären­saal in Schram­berg zu Gast.

Tom Ruther­ford stammt aus der Southsi­de von Chi­ca­go. Er war frü­her Stra­ßen­gang­mit­glied, ist jetzt Sozi­al­päd­ago­ge und betreibt im Gefäng­nis einer mit­tel­ame­ri­ka­ni­schen Groß­stadt ein klei­nes Thea­ter, dem er den Namen „Onkel Toms Hüt­te“ gege­ben hat; nicht nur, weil Tom den glei­chen Namen trägt, son­dern weil er dort schon seit mehr als einem Jahr­zehnt – Jahr für Jahr – die glei­che Geschich­te zur Auf­füh­rung bringt: Har­riet Bee­cher Sto­wes „Onkel Toms Hüt­te“.

Vier jun­ge inhaf­tier­te Ame­ri­ka­ner unter­schied­li­cher Ursprungs­na­tio­na­li­tä­ten füh­ren das Stück mit ein­fachs­ten Mit­teln auf, unter der Lei­tung ihres Reha­bi­li­tie­rungs­hel­fers, Ruther­ford, der selbst den Onkel Tom spielt, und unter musi­ka­li­scher Beglei­tung des lebens­läng­lich ver­ur­teil­ten Musi­kers Bar­ney.

Sie schlüp­fen in die Rol­len der ver­schie­de­nen Roman-Cha­rak­te­re, aber sie ver­kör­pern nicht nur das Skla­ven­elend, das sich in den Süd­staa­ten der USA bis zur Mit­te des 19. Jahr­hun­derts unauf­hör­lich ver­brei­tet hat­te; die Gefan­ge­nen tra­gen auch ihre eige­nen Geschich­ten und Songs vor – beglei­tet von klas­si­schen Spi­ri­tu­als – um uns ihren Kon­flik­ten näher zu brin­gen, und um die Miss­stän­de ver­gan­ge­ner Zei­ten, die sich zum Teil bis heu­te wie­der­ho­len, für sich und auch für ihr Publi­kum ver­ständ­li­cher zu machen.

Onkel Toms Hüt­te“ behan­delt die The­men Aus­beu­tung, Men­schen­wür­de und Eman­zi­pa­ti­on in der Erzähl­wei­se des zeit­ge­nös­si­schen Thea­ters. Getreu der Maxi­me Ber­tolt Brechts – „Thea­ter ist Auf­klä­rung zum Zweck der Unter­hal­tung!“ – wer­den Aus­schnit­te aus dem Roman mit All­tags­sze­nen col­la­giert, die in der Gegen­wart spie­len. Das musi­ka­li­sche Spek­trum des Abends reicht von tra­di­tio­nel­len Gos­pels und Spi­ri­tu­als, über Lie­der aus der Bür­ger­rechts­be­we­gung bis hin zu neu­en Songs, die Ron Wil­liams eigens für die­ses Stück kom­po­niert hat.

Kar­ten­vor­ver­kauf: Bür­ger- und Tou­rist-Infor­ma­ti­on, Rat­haus Schram­berg, Tel.: 07422 29215,. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie auf der Home­page www.schramberg.de oder beim Thea­ter­ring Schram­berg direkt.