TENNENBRONN (pm) – Am Freitag, 18. September findet um 19.30 Uhr im Katholischen Pfarrsaal ein Vortrag zu frühgeschichtlichen Besiedelungsspuren in Tennenbronn statt. Lässt sich von den Forschungen im Schachenbronn, die vor Jahren von Wolfgang Neuß veröffentlicht wurden, ein Faden auf die Ramsteiner Höhe weiterspinnen?

Interessant sein dürfte der Vortrag nicht nur für Tennenbronner Geschichtsinteressierte, da zusätzlich durch die Namensgebungen unserer Region wie Schilteck, Heideckle, oder Trombach Zusammenhänge mit der Frühgeschichte hergestellt werden. Auch Überlegungen zu den Abmessungen der Fundstellen und das dahinterliegende Maßsystem spielen in dem Vortrag von Wilfried Kromer und Ralf Determayer eine Rolle, heißt es in der Ankündigung von Robert Herrmann.

Am Samstag, 19. September um 14.30 Uhr geht es dann hinauf, um auf der Ramsteiner Höhe die Welt unserer Vorfahren zu erwandern. Es geht über alte Wege, vorbei an mutmaßlichen Grabhügeln und geheimnisvollen Erdwerken. „Unsere Betrachtungen können das Bild einer vorzeitlichen Landschaft entstehen lassen“, so Robert Herrmann. Sind die sichtbaren Hinterlassenschaften Spuren einer frühzeitlichen Besiedelung unserer Höhen? Die Referenten Kromer und Determayer wollen diese Fragen in der Exkursion auf der Ramsteiner Höhe konkretisieren.

Treffpunkt für die Wanderung um 14.30 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Ferienpark. Zum Vortrag am Freitagabend und zur Wanderung am Samstagnachmittag lädt die Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus ganz herzlich ein. Beide Veranstaltungen werden in Kooperation der Heimathausgruppe mit der VHS Schramberg durchgeführt. Für den Vortrag ist keine Anmeldung erforderlich, für die Exkursion bitte anmelden unter 07422/29265 oder unter www.vhs-schramberg.de

 

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2 Kommentare

  1. Sehr geehrte Maria,
    es kann durchaus sein, dass der abgebildete Steinhügel kein Grabhügel ist. Zu Ihrer Information weist aber der „Führer zu archeologischen Denkmälern in Deutschland“ Nr. 29 auch eine Wanderung zu Stein(grab?)hügelfelder auf dem Ramstein aus, die allerdings noch nicht erforscht sind. Deshalb sind wir sehr gespannt, ob durch die beiden Referenten neue Erkenntnisse zu Tage gefördert werden. Sie sind zum Vortrag und der Exkursion herzlich eingeladen.

    Robert Hermann 1. Vors. Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus

  2. Ich möchte hier zwar niemandem etwas vermiesen, aber die vermeintlichen Grabhügel auf der Ramsteiner Höhe sind KEINE Grabhügel. Es handelt sich hier um Abfallhaufen aus der mittelalterlichen und neuzeitlichen Buntsandsteingewinnung und -bearbeitung. Steingrabhügel treten vornehmlich in der mittleren Bronzezeit auf (gegen Ende auch nochmals kurz) und bestehen mit Sicherheit nicht aus z. B. solch dicken „Brocken“ wie sie hier auf dem Bild zu sehen sind. Zwar gibt es dort auch kleinere Steinhügel, aber wenn man sich diese einmal genau anschaut, sieht man keine Ähnlichkeit mit bekannten Grabhügelgruppen.

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