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Dienstag, 10. Dezember 2019
Start In Kür­ze Kurz berich­tet Schram­berg Emi­ly Round­tree hört über ihre Schä­del­kno­chen

Emily Roundtree hört über ihre Schädelknochen

Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn: Hör­akus­ti­ker Tors­ten Sai­le spen­det für Sport­hal­len­neu­bau

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Sei­ner Begeis­te­rung für die Arbeit der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn mit taub­blin­den Kin­dern hat Tors­ten Sai­le mit einer Spen­de Aus­druck ver­lie­hen. Kürz­lich über­reich­te der Tutt­lin­ger Hör­akus­tik­meis­ter einen Scheck über 750 Euro. Die Sum­me soll in den Neu­bau der Sport­hal­le flie­ßen, berich­tet die Stif­tung:

Tors­ten Sai­le ist ein gern gese­he­ner Gast in der Päd­ago­gi­schen Audio­lo­gie der Stif­tung St. Fran­zis­kus Hei­li­gen­bronn. Der groß­ge­wach­se­ne Mann hat bei sei­nen regel­mä­ßi­gen Besu­chen in den Son­der­päd­ago­gi­schen Bil­­dungs- und Bera­tungs­zen­tren Sehen & Hören als Hör­in­ge­nieur, Hör­akus­tik­meis­ter und Pädakus­ti­ker fun­dier­tes Fach­wis­sen im Gepäck, um Schü­ler wie Erwach­se­ne mit Hör­ein­schrän­kun­gen zu bera­ten. Als Schul- und Stif­tungs­akus­ti­ker hat sich Sai­le seit Ende 2017 einen Namen in der Stif­tung gemacht. Regel­mä­ßig arbei­tet der Inha­ber eines Fach­ge­schäf­tes in Tutt­lin­gen mit Schü­lern und Erwach­se­nen in Hei­li­gen­bronn: ver­sorgt sie mit Hör­hil­fen, stellt die­se ein und war­tet sie. Dar­über hin­aus infor­miert er Betrof­fe­ne, Eltern, Leh­rer und Erzie­her über den neu­es­ten Stand der Hör­tech­nik.

Für die Son­der­päd­ago­gi­schen Bera­tungs­zen­tren Sehen & Hören (SBB­Zen) sei die­se Koope­ra­ti­on eine Arbeits­er­leich­te­rung, ein Zuge­winn für alle, erklärt Astrid Borck, Lei­te­rin der Päd­ago­gi­schen Audio­lo­gie des SBBZ Sehen. „Zum einen haben betrof­fe­ne Fami­li­en kei­ne lan­gen Anfahrts­we­ge, zum ande­ren kön­nen mög­li­che Repa­ra­tu­ren unkom­pli­ziert und schnell vor­ge­nom­men wer­den.“ Dar­über hin­aus ergän­ze sich das Wis­sen der Son­der­schul­leh­rer zur Päd­ago­gik für hör­seh­be­hin­der­te oder taub­blin­de Kin­der einer­seits und zur Hör­ge­rä­te­tech­nik ande­rer­seits.

Damit könn­ten die Schü­ler indi­vi­du­el­ler mit Hör­hil­fen ver­sorgt wer­den. In der Päd­ago­gi­schen Audio­lo­gie in Hei­li­gen­bronn arbei­ten stu­dier­te Son­der­päd­ago­gen mit spe­zi­el­ler Aus­bil­dung für Hör­ge­schä­dig­te, Seh­be­hin­der­te und Blin­de zusam­men. Sie kön­nen dort hör­ge­schä­dig­te, hör­seh­be­hin­der­te und taub­blin­de Kin­der und Jugend­li­che opti­mal tes­ten. Meist unter­rich­ten die­se Päd­ago­gen auch die betrof­fe­nen Schü­ler und ken­nen deren beson­de­re Bedürf­nis­se.

Auch Emi­ly Round­tree hört mit Tors­ten Sai­les Hil­fe bes­ser. Die 14-Jäh­­ri­ge zog mit ihren Eltern kürz­lich aus den USA nach Deutsch­land. Sie lei­det an einer ange­bo­re­nen Gen­ver­än­de­rung, dem so genann­ten CHAR­GE-Syn­­drom. Die­ses geht auch mit einer Hör- und Seh­be­hin­de­rung ein­her. Bis­her trug die Schü­le­rin ihre nicht opti­mal für sie geeig­ne­ten Hör­ge­rä­te hin­ter dem Ohr, nun hat Sai­le ihr, zusam­men mit dem Team der Päd­ago­gi­schen Audio­lo­gie, ein so genann­tes BAHA-Hör­ge­rät ange­passt.

Die Abkür­zung steht dabei für Bone Ancho­red Hea­ring Aid und bezeich­net ein direkt am Kopf getra­ge­nes Hör­ge­rät. Die­se Gerä­te lei­ten den Schall durch den Kno­chen direkt zum Innen­ohr; sie wer­den hin­ter dem Ohr auf dem Schä­del­kno­chen getra­gen. Emi­ly hört mit die­sem Hör­ge­rät sehr viel bes­ser und weni­ger ange­strengt als zuvor.

Die fun­dier­te Bera­tung und tech­ni­sche Hil­fe von Tors­ten Sai­le sowie die Koope­ra­ti­on zwi­schen ihm und den Mit­ar­bei­tern der Päd­ago­gi­schen Audio­lo­gie haben sich in der Stif­tung her­um­ge­spro­chen: Inzwi­schen pro­fi­tie­ren nicht nur hör- und hör­seh­be­hin­der­te [BH1] Schü­ler von der Zusam­men­ar­beit, auch Erwach­se­ne grei­fen auf sein Wis­sen zu.

 

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