ROTTWEIL – Ver­tre­te­rin­nen von 17 Frau­en­lis­ten aus Baden-Würt­tem­berg, Bay­ern und Bran­den­burg tra­fen sich in Horb zu ihrem alle zwei Jah­re statt­fin­den­den Bun­des­kon­gress. Mit dabei acht Frau­en der Poli­ti­schen Rott­wei­ler Frau­en­in­itia­ti­ve.

Das Hor­ber Klos­ter gab den Rah­men für ein Pro­gramm, das für Stand­ort­be­stim­mung und Wei­ter­ent­wick­lung, Kul­tur und Netz­wer­ken bes­te Gele­gen­heit bot. Die 56 Teil­neh­me­rin­nen zeig­ten sich erfreut und inspi­riert von dem Ange­bot, das die drei Frau­en­lis­ten im Land­kreis Freu­den­stadt Alpirs­bach, See­wald und Frau­en in den Kreis­tag orga­ni­siert hat­ten.

Dok­to­rin der Phi­lo­so­phie und Diplom-Päd­ago­gin Clau­dia Wall­ner aus Müns­ter gab den Teil­neh­me­rin­nen mit ihrem Impuls­vor­trag über den lan­gen „Weg zurück in den Beruf“ einen span­nen­den Ein­blick in die Ent­wick­lung weib­li­cher Berufs­tä­tig­keit und Frau­en­po­li­tik der letz­ten Jahr­zehn­te. Mit tref­fen­den Vide­os locker­te sie ihr Impuls­re­fe­rat auf.

Zum Bei­spiel: Frau­en­gold das Getränk, das die Frau­en ener­gie­voll den All­tag meis­tern läst. Die Frau des Fuß­ball­trai­ners deren Haupt­auf­ga­be es ist, ihrem Mann den Rücken frei zu hal­ten. Deut­lich wur­de auch dass mehr Frau­en arbei­ten, aber der Teil am Erwerbs­le­ben nicht stieg. Das bedeu­tet, dass immer mehr Frau­en in die 450 Euro-Jobs rut­schen.

Wall­ner gab auch zu ver­ste­hen, dass in ande­ren Lan­dern nicht Frau­en son­dern die Fami­li­en nach einem Modell für die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf suchen. Bereits die Berufs­su­che ist in Deutsch­land geprägt von der Ver­ein­bar­keit der Frau mit einem Kind. So wäh­len mehr als 50 Pro­zent der Frau­en unter nur zehn Beru­fen aus. Auch die Inden­ti­tät der Rol­le als Frau soll sich im Beruf wie­der­fin­den las­sen. Die Anre­gun­gen von  Wall­ner mach­ten sehr nach­denk­lich.

In Work­shops auch zu den Sozia­len Medi­en, der Arbeits­welt 4.0 und kla­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on konn­ten die Teil­neh­me­rin­nen neue Anre­gun­gen gewin­nen, die den Frau­en­lis­ten für die Fort­ent­wick­lung ihrer Arbeit nütz­lich sind.

Dass der demo­gra­phi­sche Wan­del zu einer ande­ren Ver­tei­lung der beruf­li­chen und fami­liä­ren Arbeit auf bei­de Geschlech­ter sowie zu mehr – auch finan­zi­el­ler – Aner­ken­nung der pfle­gen­den Beru­fe füh­ren muss, war den Teil­neh­me­rin­nen klar. Ein sozia­les Jahr für alle jun­gen Frau­en und Män­ner könn­te auch eine gute Lösung sein. Die Teil­neh­me­rin­nen nah­men jede Men­ge Anre­gun­gen mit und pla­nen, ver­stärkt die sozia­len Medi­en zu nut­zen. Der nächs­te Bun­des­kon­gress im Jahr 2019 wird vor­aus­sicht­lich im baye­ri­schen Wem­ding von der dor­ti­gen Frau­en­lis­te orga­ni­siert.