Früher war es Brauch, dass beim Hochzeitszug Geldmünzen ausgeworfen wurden. Das Foto zeigt die Tennenbronner Dorfkinder in der Löwenstraße, wie sie das Hochzeitspaar begleiten und gespannt darauf warten, bis der Bräutigam einige Münzen auswirft.

 

Neben den Jah­res­zei­ten glie­der­ten frü­her vie­le Sit­ten und Bräu­che das Jahr. Sie struk­tu­rie­ren seit Jahr­hun­der­ten die Zeit und waren schon immer wich­ti­ge Mei­len­stei­ne im Jah­res­ab­lauf.

Zwei­ge mit Stech­pal­men, geschmückt mit bun­ten Bän­dern und Eiern – „Palm­bo­schen“. Die­se Gebin­de gehö­ren zu einem Brauch der am Palm­sonn­tag auf den Ein­zug Jesu nach Jeru­sa­lem hin­wies. Das Foto zeigt Ten­nen­bron­ner Buben wie sie stolz ihren Palm­bo­schen vor der katho­li­schen Kir­che um 1920 prä­sen­tie­ren. Fotos: pm

Gleich­zei­tig brach­ten Bräu­che und Sit­ten kirch­li­cher und welt­li­cher Tra­di­ti­on in der ent­beh­rungs­rei­chen Arbeits­welt frü­he­rer Jahr­hun­der­te auch Abwechs­lung in den oft har­ten All­tag der Men­schen im Dorf und auf den Höfen. Die­se Ein­schnit­te waren wich­ti­ge Ereig­nis­se, wo sich Jung und Alt tra­fen und aus­tau­schen konn­ten.

Maria Fleig hat vie­le alte Bräu­che recher­chiert und wird im Vor­trag über die­ses alte Brauch­tum berich­ten. Auch heu­te noch spie­geln sich unbe­wusst eini­ge die­ser Sit­ten in der Gegen­wart wider. Der Blick zurück sorgt dafür, dass die­se alten und prä­gen­den Sit­ten und Bräu­che nicht in Ver­ges­sen­heit gera­ten. Zum Vor­trag am Mitt­woch, 14. Novem­ber um 19.30 Uhr im Katho­li­schen Pfarr­saal lädt das Hei­mat­haus in Ten­nen­bronn ein.