LAUTERBACH (pm) – Am Diens­tag,  4. Juli  um 19 Uhr, lädt die UBL gemein­sam mit der Gemein­de als Schul­trä­ger zur Dis­kus­si­ons- und Infor­ma­ti­ons-Ver­an­stal­tung in den Gym­nas­tik­saal der Grund­schu­le Lau­ter­bach ein.  Bür­ger­meis­ter Nor­bert Swo­bo­da und die lei­ten­de Schul­amts­di­rek­to­rin des Staat­li­chen Schul­am­tes Donau­eschin­gen,  Sabi­ne Rös­ner infor­mie­ren laut Pres­se­mit­tei­lung der UBL über den aktu­el­len Stand und beant­wor­ten Fra­gen zur Zukunft der Dorf­schu­le.

Für viel Ver­wir­rung über den Bestand der Schu­le in Lau­ter­bach haben per­so­nel­le Ver­än­de­run­gen durch Pen­sio­nie­run­gen und Eng­päs­se durch Inan­spruch­nah­me von Mut­ter­schutz und Eltern­zeit geführt. Wie sich die Bil­dungs­po­li­tik in Baden-Würt­tem­berg auch auf die Grund­schu­le Lau­ter­bach aus­wirkt, soll des­halb aktu­ell dar­ge­stellt und dis­ku­tiert wer­den.

Ziel der Ver­an­stal­tung ist es, Klar­heit in die Situa­ti­on zu brin­gen und mehr Bewusst­sein für den Wert der Dorf­schu­le als zen­tra­le Ein­rich­tung der Dorf­ge­mein­schaft zu schaf­fen. Eltern und inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben die Gele­gen­heit, Fra­gen aus ers­ter Hand beant­wor­tet zu bekom­men.

Der Bil­dungs­not­stand bei Grund­schu­len im Land­kreis Rott­weil hat eine völ­lig neue Dimen­si­on ange­nom­men. Die meis­ten Schu­len sind erst­klas­sig aus­ge­stat­tet. Wie in Lau­ter­bach wur­den eini­ge Schu­len schon für eine Ganz­tags­be­treu­ung nach dem Modell der ver­läss­li­chen Grund­schu­le umge­baut. Durch den Umzug in das ehe­ma­li­ge Haupt­schul­ge­bäu­de ver­fügt auch die Grund­schu­le Lau­ter­bach nun über frisch reno­vier­te gro­ße und hel­le Klas­sen­räu­me mit guter Aus­stat­tung.

Akuter Lehrermangel

Damit hat die Gemein­de Lau­ter­bach schon viel getan, um den Fort­be­stand der Schu­le im Dorf auf ein gutes Fun­da­ment zu stel­len. Den­noch scheint der Bestand der Dorf­schu­len über­haupt akut gefähr­det, denn auf neu aus­ge­schrie­be­ne, vor­han­de­ne Stel­len bewer­ben sich nur noch weni­ge Leh­re­rin­nen und Leh­rer. Gera­de mal der Pflicht­un­ter­richt kann statt­fin­den. Es ist gar nicht dar­an zu den­ken, dass neue Leh­rer­stel­len geschaf­fen wer­den, denn die vor­han­de­nen kön­nen der­zeit kaum neu besetzt wer­den, wenn sich Lehr­per­so­nal in die Ren­te oder die fami­li­en­zeit ver­ab­schie­den.

Rek­tor oder Rek­to­rin an einer Dorf­schu­le zu wer­den, scheint mitt­ler­wei­le so wenig attrak­tiv, dass auch die Grund­schu­le in Lau­ter­bach seit einem Jahr kom­mis­sa­risch durch den Schul­lei­ter der Ber­neck-Schu­le in Schram­berg gelei­tet wer­den muss. Rein sta­tis­tisch betrach­tet kom­men auf jede freie Lei­ter­stel­le einer Grund­schu­le nur je 1,3 Bewer­ber. Noch schwie­ri­ger gestal­tet sich die Neu­be­set­zung von Stel­len, die auf­grund von Mut­ter­schafts- und Erzie­hungs­zei­ten oder krank­heits­be­dingt nur vor­über­ge­hend besetzt wer­den müss­ten.

Die Grund­schu­le Lau­ter­bach unter Trä­ger­schaft der Gemein­de betreut etwa 110 Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus den Schul­be­zir­ken Orts­kern und Lau­ter­ba­cher Tal bis zum Foh­ren­bühl und dem Sulz­bach­tal. Vor­ge­se­hen sind dafür fünf Lehr­kräf­te, zusätz­lich vier Religionslehrer/innen, eine Sekre­tä­rin, eine Haus­meis­te­rin und die jewei­li­gen Betreu­ungs­kräf­te der Ganztagesbetreuung/Verlässlichen Grund­schu­le.

Bei der oben geschil­der­ten Aus­gangs­la­ge kann man ver­ste­hen, dass Kin­der, Eltern und nicht zuletzt auch die an den Dorf­schu­len Arbei­ten­den vie­ler­orts in Baden-Würt­tem­berg um den Erhalt ihrer Schu­len ban­gen. Wer gibt hier eine ver­läss­li­che Aus­kunft? Für Lau­ter­bach ist dies das Staat­li­che Schul­amt Donau­eschin­gen, das die 87 Grund­schu­len im Schul­amts­be­zirk beauf­sich­tigt.

Wie soll es in Lauterbach weitergehen?

Zu Beginn der Ver­an­stal­tung wird uns des­halb die Lei­ten­de Schul­amts­di­rek­to­rin des Staat­li­chen Schul­am­tes Donau­eschin­gen, Sabi­ne Rös­ner über die Leh­rer­ver­sor­gung und Beset­zung der Schul­lei­ter­po­si­ti­on in Lau­ter­bach infor­mie­ren. Dabei soll das Ver­fah­ren der Ver­ga­be die­ser Posi­ti­on zur Spra­che kom­men, außer­dem das Ver­fah­ren und die Kri­te­ri­en für die Zuwei­sung von Leh­re­rin­nen und Leh­rer an die Schu­len.

Eben­so soll die Orga­ni­sa­ti­on von Krank­heits- und Schwan­ger­schafts­ver­tre­tun­gen dar­ge­stellt wer­den. Im Anschluss dar­an wird Bür­ger­meis­ter Swo­bo­da die Situa­ti­on aus der Sicht des Schul­trä­gers dar­stel­len und die Bedeu­tung der Schu­le für die Gemein­de auf­zei­gen.

Chan­cen und Mög­lich­kei­ten einer Schu­le im Dorf sol­len danach auf einem Podi­um unter Betei­li­gung der Eltern­ver­tre­tung, des Schul­trä­gers, des Schul­am­tes und allen Inter­es­sier­ten im Saal offen und enga­giert dis­ku­tiert wer­den. Es mode­riert Ans­gar Feh­ren­ba­cher, Vor­sit­zen­der der UBL.