Die schönsten Bilder von vier Jemen-Rundreisen

Schramberg. Der Jemen, Ursprungsland von Weihrauch und Kaffee und Heimat der legendären Königin von Saba, der Lehmhochhäuser (bis zu zehn Etagen) und der Hochgebirgsterrassen. Am Dienstag, 3. März, berichtet Dieter Vanselow von der Bibelerlebniswelt um 14.30 Uhr auf Einladung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Spitteltreff in einem Bildvortrag von seinen vier Gruppen-Reisen durch den Jemen. Hierüber informiert die AWO in einer Pressemitteilung.

Der Jemen gehörte bis vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zu den ältesten und geheimnisvollsten Ländern auf der Arabischen Halbinsel. Mit einer Bildpräsentation werden die Gäste einen Einblick in die Kunst der Lehmhochhaus-Bau-weise, wie sie beispielsweise in Jibam, dem sogenannten Manhatten der Wüste zu sehen sein wird. Auf einer nur per Jeep durchführbaren Reise nehmen wir Sie mit in die Haupt-stadt Sanaa, welche über 2.200 Meter über dem Meer liegt und zu Bergdörfern die vielerorts über 3.000 Meter über dem Meer liegen.

Auf dieser Reise werden gigantische Hochgebirgsterrassen passiert, die einst dem Kaffee-Anbau und heute der Volksdroge Qat Platz machen musste. Die teilweise für die Volkswirtschaft verheerenden Auswirkungen werden ebenfalls angesprochen. Gastgeber bei den vier Rundreisen war stets der Scheich Tariq von Sanaa, der auch mal eine militärisch eskortierte Fahrt in den Norden (ein Gebiet, größer als Bayern) zu seinem Kollegen Scheich Ali organisierte, welcher leider für etliche Entführungen verantwortlich war. Dort fuhr man zu zwei Bergdörfern in über 3.000 m Höhe, wovon ein Dorf von jüdisch-arabischen und das andere von jeweils 1600 arabischen Jemeniten bewohnt war. Beeindruckend war auch die große Gastfreundschaft, denn Gasthäuser gab es keine, sondern in jedem Dorf wurden die Gäste in abwechselnden Privathäusern bewirtet.

Zu den großen Erlebnissen zählte auch der Aufenthalt am Indischen Ozean, wo jeden Morgen pünktlich um 5.45 Uhr die Delfine zu springen anfingen. Ein Teil des Vortrages wird der Begegnung zwischen der Königin von Saba und dem König Salomon im Jahre 1.000 vor Christus in Israel gewidmet sein. Nach dem Vortrag können die Gäste auch an originalem Weihrauch, der ältesten Medizin für die Atemwege riechen und ein 270 Jahre altes Holztürschloss eines Lehmhochhauses bewundern. Der Referent wird aber auch auf die für die Bevölkerung verheerende Auswirkungen der Qat-Volksdroge eingehen.
Der Eintritt ist frei. Spenden sind willkommen und gehen an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ im Jemen.