ROTTWEIL – Der Arbeits­kreis der Selbst­hil­fe­grup­pen im Land­kreis Rott­weil und der  Pfle­ge­stütz­punkt laden in Koope­ra­ti­on mit der Kon­takt und Infor­ma­ti­ons­stel­le für gesund­heit­li­che Selbst­hil­fe der AOK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg zu einer Vor­trags­ver­an­stal­tung mit Prof. Dr. med. Bernd Fischer in den Son­nen­saal des Mehr­ge­nera­tio­nen­hau­ses Kapu­zi­ner nach Rott­weil, Neu­tor­str. 4–6  ein.

Der Hirn­for­scher und Chef­arzt a.D. der ers­ten deut­schen Memo­ry­kli­nik spricht am Sams­tag, 14. Okto­ber ab 11 Uhr  über „Geis­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit in der Jugend, im Erwach­se­nen­al­ter, im Senio­ren­al­ter und bei Schwer­hö­rig­keit“.

Pro­fes­sor  Fischer ist Begrün­der der wis­sen­schaft­li­chen Metho­de des Integrativen/Interaktiven Hirn­leis­tungs­trai­nings und des Brain­jog­ging sowie Mit­be­grün­der des Gehirn­jog­ging. Er hat als Autor und Koau­tor an mehr als 60 Büchern und rund 400 Ver­öf­fent­li­chun­gen mit­ge­wirkt. Für die Erfor­schung und För­de­rung der geis­ti­gen Leis­tungs­mög­lich­kei­ten des Men­schen wur­de ihm der Hirt­preis ver­lie­hen.

In sei­nem Vor­trag über  Geis­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit wird der Arzt alle Alters­grup­pen anspre­chen und auch auf die Pro­ble­ma­tik bei Schwer­hö­rig­keit ein­ge­hen.

In allen Alters­grup­pen ist die Schnel­lig­keit Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­ten zu kön­nen eine ent­schei­den­de Kom­po­nen­te, Infor­ma­tio­nen zu ver­ste­hen und wech­sel­sei­tig erfolg­reich zu kom­mu­ni­zie­ren.

Im Alter von sechs Jah­ren liegt die­se Schnel­lig­keit deut­lich unter der des Leh­rers und der Eltern. Was bedeu­tet dies für die Schu­le und die Unter­hal­tung zu Hau­se sowie den Smart­pho­ne­ge­brauch? Im Erwach­se­nen­al­ter ist die­se Schnel­lig­keit auf ihrem Höhe­punkt. Wie kann die­se Fähig­keit erhal­ten wer­den? Im Senio­ren­al­ter kann sie absin­ken, muss aber nicht. Wie kann die­se Fähig­keit auch in die­sem Alter bei gesun­den Per­so­nen auf­recht­erhal­ten wer­den?

Was tra­gen Emo­ti­on, Auf­merk­sam­keit, Wahr­neh­mung Kur­zeit­ge­dächt­nis, Lang­zeit­ge­dächt­nis, Erin­nern, Spre­chen, Han­deln zur geis­ti­gen Leis­tungs­fä­hig­keit bei? Wie unter­schei­den sie sich in den unter­schied­li­chen Lebens­al­tern und wie kön­nen sie mit Mög­lich­kei­ten des All­tags trai­niert wer­den?

Per­so­nen über 75 Jah­re wei­sen in 40–60 Pro­zent eine Hör­stö­rung auf. Bereits gesun­de 50–75 jäh­ri­ge Per­so­nen (ohne dia­gnos­ti­zier­te Hör­stö­run­gen) wei­sen im Ver­gleich zu 20–30 jäh­ri­gen Per­so­nen Hör­ver­än­de­run­gen auf. Sie kön­nen in lau­ter Umge­bung ins­be­son­de­re bei hohen Fre­quen­zen Kon­so­nan­ten schlech­ter unter­schei­den. Auf die Fol­gen wird Pro­fes­sor Fischer in sei­nem Vor­trag ein­ge­hen.

So wird schon ein­mal eine Demenz ver­mu­tet, wo tat­säch­lich beein­träch­tig­tes Hören die Ursa­che feh­len­der Kom­mu­ni­ka­ti­on ist. Aber sozia­le Iso­la­ti­on gilt es unbe­dingt zu ver­mei­den. Pro­fes­sor Bernd Fischer will in sei­nem Vor­trag auch Men­schen mit Hör­be­ein­träch­ti­gun­gen und ihren Ange­hö­ri­gen Wege auf­zei­gen und dazu anstif­ten, mit  der Umwelt im Gespräch zu blei­ben..

Im Anschluss an den Vor­trag gibt es die Mög­lich­keit Fra­gen an den Exper­ten zu stel­len und mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men. Alle inter­es­sier­ten Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind zu die­ser beson­de­ren Ver­an­stal­tung herz­lich ein­ge­la­den. Der Ein­tritt ist frei.