Mit Hilfe moderner Elemente inszeniert das Augustinermuseum Freiburg mittelalterliche Kunst. Foto: pm

ROTTWEIL – Mit­tel­al­ter­li­che Kunst spek­ta­ku­lär und doch respekt­voll insze­niert: Dafür steht das neu gestal­tet Augus­ti­ner­mu­se­um in Frei­burg. Direk­tor Til­mann von Stock­hau­sen gewährt bei sei­nem Vor­trag am Diens­tag, 21. März, um 18 Uhr im Domi­ni­ka­ner­mu­se­um Ein­bli­cke in die Kon­zep­ti­on. Der Vor­trag lässt span­nen­de Denk­an­stö­ße zur den Mög­lich­kei­ten der Neu­ge­stal­tung der Samm­lung Dursch erwar­ten.

Kunst des Mit­tel­al­ters im Muse­um zu prä­sen­tie­ren ist eine Her­aus­for­de­rung. Die meis­ten Kunst­wer­ke stam­men aus einem reli­giö­sen Zusam­men­hang und sind oft­mals nur als Frag­men­te erhal­ten geblie­ben. Zudem ver­ste­hen vie­le Besu­che­rin­nen und Besu­cher heu­te die Bild­spra­che nicht mehr. „Des­we­gen muss Kunst erklärt wer­den, den­noch darf die aus dem sakra­len Kon­text stam­men­de Kunst ihre Aura nicht ver­lie­ren“, so Mar­ti­na Meyr, Lei­te­rin des Domi­ni­ka­ner­mu­se­ums. Ver­mitt­lung und Ästhe­tik zu ver­ei­ni­gen, dar­in bestehe die Her­aus­for­de­rung. „Im Augus­ti­ner­mu­se­um in Frei­burg ist der Ver­such gemacht wor­den, bei­den Ansprü­chen gerecht zu wer­den.“

Damit stand das Frei­bur­ger Muse­um vor ähn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen, wie die Samm­lung Dursch in Rott­weil, die der­zeit neu kon­zi­piert wird. Das Augus­ti­ner­mu­se­um gehört zu den bedeu­ten­den Muse­en am Ober­rhein mit einer renom­mier­ten, umfang­rei­chen Samm­lung der Kunst vom Mit­tel­al­ter bis zum Barock sowie Male­rei des 19. Jahr­hun­derts. Das Gebäu­de, ein ehe­ma­li­ges Klos­ter der Augus­ti­ne­rer­e­mi­ten mit goti­schem Kreuz­gang, wird seit eini­gen Jah­ren in einen moder­nen Muse­ums­bau umge­wan­delt. Das frü­he­re Kir­chen­ge­bäu­de ist nach lang­jäh­ri­ger Sanie­rung seit 2010 wie­der geöff­net und zeigt unter ande­rem in der Skulp­tu­ren­hal­le die Ori­gi­nal­fi­gu­ren des Frei­bur­ger Müns­ters sowie in anschlie­ßen­den Kabi­net­ten goti­sche Holz­skulp­tu­ren und Tafel­ma­le­rei.

In die­sem Jahr  kann das Domi­ni­ka­ner­mu­se­um auf sein 25-jäh­ri­ges Bestehen zurück­bli­cken. Dies ist daher Anlass, in meh­re­ren Vor­trä­gen die unter­schied­li­chen Facet­ten der Samm­lun­gen des Hau­ses sowie deren Geschich­te und Zukunft zu beleuch­ten. In Koope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Rott­weil ist das Domi­ni­ka­ner­mu­se­um an fünf Aben­den Gast­ge­ber für bekann­te Wis­sen­schaft­ler aus Baden-Würt­tem­berg und Bay­ern. Nach dem Auf­takt mit Ingrid-Sibyl­le Hoff­mann vom Lan­des­mu­se­um Würt­tem­berg wird die Rei­he nun mit einem zwei­ten Vor­trag mit dem Direk­tor des Augus­ti­ner­mu­se­ums, Til­mann von Stock­hau­sen, pas­send zur Samm­lung Dursch fort­ge­setzt.

INFO: Wei­te­re Vor­trä­ge fin­den statt am 4. April, 9. Mai und 20. Juni jeweils um 18 Uhr. Der Ein­tritt zu den Vor­trä­gen ist frei. Alle Titel und Ter­mi­ne auch unter www.dominikanermuseum.de.