Die etwa einen Meter hohe Hercules-Statue ist im Dominikanermuseum ausgestellt. Sie belegt, dass die Häuser betuchter Bürger im römischen Rottweil mit repräsentativer Dekoration ausgestattet waren Foto: Dominikanermuseum

ROTTWEIL – Ein­bli­cke in die Mytho­lo­gie und vor allem die Geschich­ten rund um den Hel­den Her­cu­les bie­tet ein Vor­trag von Dr. Mar­tin Kem­kes vom Archäo­lo­gi­schen Lan­des­mu­se­um Baden-Würt­tem­berg am Diens­tag, 9. Mai. Der Vor­trag star­tet um 18 Uhr im Domi­ni­ka­ner­mu­se­um und ist Teil der Rei­he zum 25-jäh­ri­gen Bestehen des Muse­ums. Der Ein­tritt ist frei.

Kaum eine Gestalt der grie­chisch-römi­schen Mytho­lo­gie ist in einer sol­chen Dich­te an bild­li­chen und lite­ra­ri­schen Quel­len über­lie­fert wie Her­cu­les. Dabei ste­hen seit dem 6. Jahr­hun­dert vor Chris­tus vor allem sei­ne zwölf Hel­den­ta­ten im Mit­tel­punkt. Für den anti­ken Men­schen hat­te der tap­fe­re, zum Teil auch tra­gi­sche Held eine wich­ti­ge Funk­ti­on als gött­li­ches Spie­gel­bild ihrer eige­nen all­täg­li­chen Sor­gen und Nöte.

Die über vie­le Jahr­hun­der­te tra­dier­ten Geschich­ten führ­ten dazu, dass auch in den römi­schen Pro­vin­zen an Rhein und Donau die Bil­der des Her­cu­les im pri­va­ten wie öffent­li­chen Bereich weit ver­brei­tet waren. Der Neu­fund einer Her­cu­les­fi­gur aus „Arae Fla­via“ zeigt, dass dies auch im römi­schen Rott­weil so war.

Das Jubi­lä­um „25 Jah­re Domi­ni­ka­ner­mu­se­um“ ist Anlass, in meh­re­ren Vor­trä­gen die unter­schied­li­chen Facet­ten der Samm­lun­gen des Hau­ses sowie deren Geschich­te und Zukunft zu beleuch­ten. In Koope­ra­ti­on mit der Volks­hoch­schu­le Rott­weil ist das Domi­ni­ka­ner­mu­se­um an fünf Aben­den Gast­ge­ber für bekann­te Wis­sen­schaft­ler aus Baden-Würt­tem­berg und Bay­ern.

INFO: Der letz­te Vor­trag, der zugleich zum „Jahr der Tür­me“ gehört, fin­det statt am 20. Juni um 18 Uhr. Der Ein­tritt zu den Vor­trä­gen ist frei. Alle Titel und Ter­mi­ne auch unter www.dominikanermuseum.de.