ROTTWEIL – Die Bit­te aus dem Vater­un­ser „ Füh­re uns nicht in Ver­su­chung!“ löst gro­ße Fra­gen aus. Pfar­re­rin Esther Kuhn-Luz wird in einem Vor­trag am Don­ners­tag, 27. Sep­tem­ber ab 19.30 Uhr im Evan­ge­li­schen Gemein­de­haus in Rott­weil, Johan­ni­ter­str. 30, die­se Fra­gen auf­neh­men. Es wird anschlie­ßend genü­gend Zeit zur Dis­kus­si­on blei­ben.

Auch Papst Fran­zis­kus hat Mühe mit die­ser For­mu­lie­rung. Die Bit­te rich­tet sich an Gott – kann denn Gott in Ver­su­chung füh­ren? Will er uns Men­schen in Ver­su­chung füh­ren? Kann man Gott und Ver­su­chung zusam­men den­ken? „ Ein Vater tut so etwas nicht!“ hat er in einem Inter­view gesagt – und hat vor­ge­schla­gen, die For­mu­lie­rung zu über­neh­men, wie sie schon im Spa­ni­schen, im Por­tu­gie­si­schen und auch Fran­zö­si­schen ( in den katho­li­schen Kir­chen) lau­tet – und nun auch in den ita­lie­ni­schen  katho­li­schen  Kir­chen lau­ten soll: „Und ver­lass mich nicht ange­sichts der Ver­su­chung.“ War­um fällt es vie­len so schwer, die Vater­un­ser Bit­te so zu beten, wie sie in der Bibel steht? Gibt es einen Unter­schied in den Kon­fes­sio­nen? Darf man so ein altes Gebt ein­fach ver­än­dern?

Der Ein­tritt zum Vor­trag ist frei.