1.4 C
Rottweil
Dienstag, 10. Dezember 2019
Start In Kür­ze Kur­se & Vor­trä­ge Vor­trag: „Model­le von Zeit in der Gegen­warts­kunst“

Vortrag: „Modelle von Zeit in der Gegenwartskunst“

-

ROTTWEIL – Die Kunst­stif­tung Erich Hau­ser lädt am Mitt­woch, 23. Okto­ber, ab 19 Uhr zu einem Vor­trag von Dr. Han­ne­lo­re Paf­­lik-Huber zum The­ma „Model­le von Zeit in der Gegen­warts­kunst“ ein.

„Ich habe kei­ne Zeit“, „alle Zeit der Welt haben“, „alles hat sei­ne Zeit“, „wo ist die Zeit geblie­ben“? Auch Begrif­fe wie Zeit­ma­nage­ment, Zeit­fens­ter und Zeit­rei­sen ver­deut­li­chen, wie kom­plex, schwer fass­bar und exis­ten­ti­ell für jeden Ein­zel­nen das Erle­ben von Zeit ist. Phi­lo­so­phen und Wis­sen­schaft­ler, die sich dem Phä­no­men Zeit über eine Defi­ni­ti­on des Begriffs zu nähern ver­such­ten, hat­ten gro­ße Schwie­rig­kei­ten. Und auch für Künst­le­rin­nen und Künst­ler stellt es eine gro­ße Her­aus­for­de­rung dar, bild­haf­te Dar­stel­lun­gen für die Wirk­lich­keit der Zeit zu fin­den. Ihre Kunst­wer­ke zei­gen, wie unend­lich facet­ten­reich das Phä­no­men Zeit ist. Wie neh­men wir Zeit wahr? Gibt es ein Zeit­be­wusst­sein und wenn ja, wo lässt sich die­ses ver­or­ten? Zeit ist zwar mess­bar, jedoch wie ist sie erfahr­bar?

Nam June Paik, einer der renom­mier­ten Video­pio­nie­re, stell­te fest: „Zeit ist der am schwers­ten zu defi­nie­ren­de Begriff in unse­rem Leben, weil sie unser Leben selbst ist. Sie zu zei­gen oder über sie nach­zu­den­ken ist bereits ein Para­do­xon“. Han­ne­lo­re Paf­­lik-Huber zeigt in ihrem Vor­trag Mög­lich­kei­ten auf, wie sich Kunst­schaf­fen­de in ganz unter­schied­li­chen künst­le­ri­schen Model­len der Dar­stell­bar­keit die­ses abs­trak­ten Phä­no­mens nähern. Anhand von Bei­spie­len der zeit­ge­nös­si­schen Kunst wird die­ser Vor­trag einen Über­blick über die Viel­falt geben, wie Zeit aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven wahr­nehm­bar ist. Ein Ein­blick in aktu­el­le For­schungs­er­geb­nis­se der Neu­ro­wis­sen­schaft und Phy­sik wird zu Beginn des Vor­tra­ges vor­ge­stellt.

Han­ne­lo­re Paf­­lik-Huber stu­dier­te Mathe­ma­tik, Euro­päi­sche Kunst­ge­schich­te, Ost­asia­ti­sche Kunst­ge­schich­te und Eth­no­lo­gie und ver­öf­fent­lich­te zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen zum The­ma „Zeit und Kunst“. Sie ist Dozen­tin für Ästhe­tik an der Aka­de­mie der bil­den­den Küns­te Stutt­gart und 1. Vor­sit­zen­de des Künst­ler­haus Stutt­gart e.V. For­schungs­schwer­punk­te, Aus­stel­lungs­the­men und Inhal­te der Dozen­tur: Ana­ly­sen zu Zeit­as­pek­ten in der Gegen­warts­kunst, Metho­den der Inter­pre­ta­ti­on von Video­kunst, Gen­der Stu­dies, Japo­nis­mus und aktu­el­le Fra­gen der Ästhe­tik. Han­ne­lo­re Paf­­lik-Huber schreibt zur­zeit an einem Buch zum The­ma „Das Phä­no­men Zeit – Von der Gegen­wart bis zur Unend­lich­keit“. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: www.paflikhuber.de

 

- Adver­tis­ment -