Wie unerwartet ist der plötzliche Herztod?

Wie unerwartet ist der plötzliche Herztod?

ROTTWEIL – Der plötzliche Herztod kann einen Menschen vollkommen unerwartet aus dem Leben reißen. 65.000 Menschen in Deutschland sterben jedes Jahr, weil ihr Herz einfach stehen bleibt. Doch wie unerwartet ist der plötzliche Herztod tatsächlich – und gibt es Möglichkeiten, sich davor zu schützen? Jährlich finden im November die sogenannten „Herzwochen“ statt, initiiert von der Deutschen Herzstiftung. Einer der mehr als tausend bundesweiten Vorträge findet am Montag, 25. November, ab 19 Uhr im Haus im Seniorenheim Haus am Adlerbrunnen in Dunningen statt.

Zwei erfahrene Herzspezialisten werden zum Thema „Plötzlicher Herztod“ referieren und die Fragen der Zuhörer beantworten. Dr. Martin Maunz ist Chefarzt der Kliniken für Innere Medizin in der Helios Klinik Rottweil, Dr. Christian Holzhüter ist Arzt für Innere Medizin und Kardiologie und leitet die Kardiologische Praxis Rottweil.

Beiden
Medizinern liegt die Aufklärung rund um Herz-Kreislauf-Krankheiten im
wahrsten Sinne des Wortes „am Herzen“. Dr. Holzhüter: „Ein wichtiger
Teil meiner Praxistätigkeit
ist es, das individuelle Risiko für das Auftreten einer schwerwiegenden
Herzerkrankung und damit eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für den
plötzlichen Herztod einzuschätzen“.  Dies ist auch Dr. Maunz als
Chefarzt in der Klinik wichtig: „Viele Menschen wissen
beispielweise nicht, dass sie einen hohen Blutdruck haben. Gerade die
Jüngeren messen ihren Blutdruck nicht, doch ein hoher Blutdruck trägt
oft wesentlich zu einer schweren Herzerkrankung und damit zu einem
erhöhten Risiko für einen plötzlichen Herztod bei“.

Die
häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod ist das sogenannte
Kammerflimmern.  Es kann unvermittelt aus dem Wohlbefinden heraus
auftreten und räumt dem Patienten
keine Möglichkeit mehr ein, selbst zu reagieren. Kammerflimmern führt
zu einem sofortigen Kreislaufstillstand, so dass kein Sauerstoff mehr
über das Blut zu den Organen geführt wird. Dies kann innerhalb von
Sekunden zu einem Bewusstseinsverlust, innerhalb
von fünf Minuten zu einer bleibenden Schädigung des Gehirns und
innerhalb von zehn Minuten zum Tod führen.

„Wir
wollen dazu beitragen, Patienten vor einem solchen Schicksal zu
bewahren“ betont Chefarzt Dr. Martin Maunz. Deshalb wird er, gemeinsam
mit seinem Kollegen Dr. Christian
Holzhüter, über die Risikofaktoren und die Warnzeichen aufklären, die
einem solchen Ereignis vorangehen.

Zur
Sprache kommt an dem Abend außerdem, was zu tun ist, wenn ein Mensch
einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleidet. Sein Überleben hängt nämlich
entscheidend davon ab,
dass sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ergriffen werden. Wie diese
lebensrettenden Sofortmaßnahmen aussehen und was jeder Einzelne tun
kann, um in solchen Situationen zu helfen, werden die beiden Mediziner
mit einem sogenannten Dummy demonstrieren. An der lebensecht
wirkenden Puppe wird unter anderem erklärt, wie ein Defibrillator
funktioniert und wann er eingesetzt werden kann.

Die Teilnahme für alle Interessierten ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 18. November 2019 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/in-kuerze/kurse/wie-unerwartet-ist-der-ploetzliche-herztod/245836