Verabschiedung nach 36 Jahren: Erika Wirtz geht in Ruhestand. Foto: pm

SCHRAMBERG (pm) -Nach 36 Jah­ren an den Kauf­män­ni­schen Schu­len Schram­berg (Lud­wig-Erhard-Schu­le) geht Eri­ka Wirtz zum 1.August in den Ruhe­stand. In einer Fei­er­stun­de ver­ab­schie­de­ten Leh­rer­schaft und Schul­lei­tung die erfah­re­ne Kol­le­gin. Dar­über berich­tet die Schu­le:

Eri­ka Wirtz „ver­kör­pert ein gutes Stück Geschich­te unse­rer Schu­le, mit ihr ver­lässt uns ein wan­deln­des Schul­ar­chiv“, brach­te es Per­so­nal­rats-Ver­tre­ter Gerold Weg­ner auf den Punkt. Ihren Schatz an Erfah­run­gen und Insi­der­kennt­nis­sen wer­de man sehr ver­mis­sen.

Wirtz begann ihre Unter­richts-Lauf­bahn als Tech­ni­sche Lehr­an­wär­te­rin 1978 in Nür­tin­gen und Ess­lin­gen. Am 1. Febru­ar 1980 wech­sel­te die Hoch­mös­sin­ge­rin nach Schram­berg, wo sie 1994 zur Tech­ni­schen Ober­leh­re­rin beför­dert wur­de.

Sie unter­rich­te­te zunächst die Fächer Maschi­nen­schrei­ben, Kurz­schrift und Büro­tech­nik, spä­ter Text­ver­ar­bei­tung und Büro­ma­nage­ment. Dabei habe sie „blei­ben­de Spu­ren hin­ter­las­sen bei unzäh­li­gen Schü­lern und auch Kol­le­gen“, so Schul­lei­ter Jörg Wie­se­mann.

Dies umso mehr, als sie neben ihrem Unter­richt lan­ge Jah­re Ver­bin­dungs­leh­re­rin war und seit 1999 auch als Bera­tungs­leh­re­rin der Schu­le fun­gier­te. Dabei habe sie zahl­rei­chen Schü­lern ein offe­nes Ohr geschenkt und mit Rat und Tat zur Sei­te gestan­den.

Den Ein­zel­nen indi­vi­du­ell anzu­neh­men und auch in schwie­ri­gen per­sön­li­chen Lebens­la­gen zu unter­stüt­zen, sei ihr ein Her­zens­an­lie­gen gewe­sen. Den­noch habe sie kei­ne Kuschel­päd­ago­gik betrie­ben, son­dern kon­se­quent das Prin­zip För­dern und For­dern prak­ti­ziert. Lust­lo­sen Schü­lern habe sie reso­lut und beherzt „auf die Sprün­ge gehol­fen“.

Auch im Kreis der Lehr­kräf­te sei sie ein Aktiv­pos­ten gewe­sen, der sich ein­misch­te und tat­kräf­tig an Schul­ver­an­stal­tun­gen betei­lig­te. Im Bedarfs­fall habe sie sogar spon­tan das Schul­se­kre­ta­ri­at gelei­tet und dabei unter Beweis gestellt, dass sie die Füh­rung eines Büros auch in der Pra­xis beherr­sche.

Per­so­nal­rat und Rek­tor bedank­ten sich für die stets offe­ne und leb­haf­te Hal­tung der Kol­le­gin. In Anspie­lung auf eine gleich­na­mi­ge Kreis­sä­ge ulk­te Wie­se­mann: „Wir sind gespannt, wor­auf sich die hohe Dreh­zahl von Modell Eri­ka in Zukunft kon­zen­trie­ren wird.“