Kreis-SPD zu Schmid-Rücktritt: Erneuerungsprozess in Gang gebracht

Der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid hat im Rahmen des Landtagswahlkampfs am 29. Februar auch die Stadt Rottweil besucht. Foto: SPD

KREIS ROTTWEIL (pm) – Über­rascht über den Rück­tritt des SPD-Lan­des­vor­sit­zen­den Nils Schmid zeigt sich der SPD-Kreis­ver­band Rott­weil in einer Pres­se­mit­tei­lung. Am Sams­tag hat Tors­ten Stumpf an der Kreis­vor­sit­zen­den­kon­fe­renz der Lan­des-SPD teil­ge­nom­men.

Bei die­sem Tref­fen hat Schmid dar­über infor­miert, dass er im Okto­ber bei den vor­ge­zo­ge­nen Neu­wah­len zum Vor­stand der Lan­des-SPD nicht wie­der für den Lan­des­vor­sitz kan­di­die­ren wird. „Wir dan­ken Nils Schmid für die letz­ten sie­ben Jah­re und hof­fen, dass er wei­ter­hin für die SPD Baden-Würt­tem­berg zur Ver­fü­gung steht“, macht SPD-Kreis­vor­sit­zen­der Tors­ten Stumpf deut­lich. Und wei­ter: „Der Rück­tritt hat uns sehr über­rascht.“

Für Stumpf steht fest, dass die SPD in der grün-roten Lan­des­re­gie­rung sehr gute Arbeit geleis­tet hat. Nun gel­te es abzu­war­ten, wer sich für den Lan­des­vor­sitz zur Ver­fü­gung stellt. „Ich hal­te es für eine sehr gute Ent­schei­dung, dass die Mit­glie­der, wenn es meh­re­re Bewer­ber geben soll­te, ent­schei­den wer­den“, so Stumpf.

Dies unter­streicht auch Mir­ko Wit­kow­ski, Vor­sit­zen­der des im Land­kreis Rott­weil mit­glie­der­stärks­ten SPD-Orts­ver­eins Schram­berg. „Es ehrt Nils Schmid, dass er nicht ein­fach am Wahl­abend hin­ge­wor­fen hat, son­dern als Lan­des­vor­sit­zen­der Ver­ant­wor­tung über­nom­men hat, indem er den Erneue­rungs­pro­zess in Gang gebracht hat.“ Nun wird es aus Sicht von Mir­ko Wit­kow­ski dar­um gehen, eine Lan­des­vor­sit­zen­de oder einen Lan­des­vor­sit­zen­den zu fin­den, der den begon­nen Weg der Erneue­rung ver­kör­pert und nach innen und außen glaub­wür­dig ver­tritt.

„Ich leh­ne es ab, die gesam­te Ver­ant­wor­tung für das kata­stro­pha­le Land­tags­wahl­er­geb­nis bei Nils Schmid abzu­la­den“, macht Wit­kow­ski deut­lich. Er erin­nert dar­an, dass die Ent­schei­dun­gen zur Spit­zen­kan­di­da­tur, zum Wahl­pro­gramm und zur Art des Wahl­kampfs von vie­len Genos­sin­nen und Genos­sen gemein­sam getra­gen wur­den.