HEIDENHEIM (pm) – Son­ja Rajsp aus Lau­ter­bach hat bei der Wahl in den Grü­nen Par­tei­rat im Frau­en­wahl­gang die meis­ten Stim­men bekom­men. Dar­über berich­tet der Grü­ne Kreis­ver­band in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Der Lan­des­par­tei­tag der Grü­nen in Hei­den­heim wähl­te die 21 Mit­glie­der in zwei Wahl­gän­gen – ein­mal die Frau­en, ein­mal die Män­ner. Son­ja Rajsp bekam 145 Stim­men, das sind 67,8 Pro­zent. Zum Ver­gleich: Bei den Män­nern konn­te Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Win­fried Herr­mann mit 148 Stim­men die meis­ten Stim­men auf sich ver­ei­nen.

Der neu gewähl­te Lan­des­vor­stand mit Son­ja Rajsp (zwei­te von rechts). Foto: pm

In ihrer Bewer­bungs­re­de ging die 44-Jäh­ri­ge auf den klei­nen, aber sehr enga­gier­ten und auch erfolg­rei­chen Kreis­ver­band Rott­weil ein, der auf einen gro­ßen Stim­men­zu­wachs im Land stolz sein kann. „Wir Kreis­ver­bän­de im länd­li­chen Raum sind zwar klein, aber irgend­was machen wir rich­tig, und irgend­wie sind wir auch wich­tig”, so die drei­fa­che Mut­ter, die sich sehr für die The­men des Länd­li­chen Raums, vor allem für die Diver­si­fi­zie­rung der Land­wirt­schaft enga­giert.

Aber auch in der Flücht­lings­hil­fe ist Son­ja Rajsp aktiv, so hat sie bei gemein­sa­men Koch­ak­tio­nen mit Geflüch­te­ten ein Koch­buch mit Rezep­ten von Geflüch­te­ten her­aus­ge­bracht, das sie beim Par­tei­tag auch dabei hat­te. Auf Kreis­ebe­ne ist die selb­stän­di­ge Mar­ke­ting­fach­frau mit eige­nem Gäs­te­haus in Lau­ter­bach Spre­che­rin des Kreis­vor­stands, auf Lan­des­ebe­ne Spre­che­rin der LAG Land­wirt­schaft, Länd­li­cher Raum & Ernäh­rung, wo sie sich für The­men von Bio­di­ver­si­tät über gesun­des Essen in Schul­kan­ti­nen, Bio-Mus­ter­re­gio­nen bis zum Gly­pho­sat­ver­bot ein­setzt. 

Sie sei auch sehr froh, dass im Kreis Rott­weil CDU-Kol­le­ge Ste­fan Teu­fel MdL zuge­sagt habe, den Dis­kurs zum The­ma Gly­pho­sat inner­halb der Kreis-CDU anzu­re­gen. „Das Zeug muss vom Acker! Wer will schon Gly­pho­sat im Bier? Nie­mand! Auch nicht der Bau­ern­ver­band. Da braucht es Kom­mu­ni­ka­ti­on und wir müs­sen Alter­na­ti­ven auf­zei­gen.” . 

Immer­hin haben es ihre Grü­nen geschafft, ein Gly­pho­sat-Ver­bot in der Stadt Rott­weil durch­zu­set­zen. Auch sonst ver­brei­te­te rot­haa­ri­ge Grü­ne Opti­mis­mus. „Als ich mei­ne Bewer­bung geschrie­ben habe, habe ich noch an Jamai­ka geglaubt – das hat sich mitt­ler­wei­le erle­digt. Heu­te kann ich dazu nur sagen: Wir Grü­ne lind­nern nicht! Wir wol­len, wir wer­den den Löwen rei­ten.”

Die Grü­nen hät­ten das Selbst­ver­trau­en, die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, auch wenn’s mal ein Kom­pro­miss ist, sagt sie. „Wir haben das Selbst­ver­trau­en, ‚Frem­de‘ inter­es­siert anzu­schau­en, mit ihnen zu kom­mu­ni­zie­ren, wenn nötig zu hel­fen und nicht gleich in Panik zu ver­fal­len, dass sie uns und unse­re Kul­tur auf­fres­sen wer­den”, rief sie den Dele­gier­ten zu.

Das kam an, auch wenn eine von ihnen wit­zel­te, Son­ja habe ein­fach die cools­ten Stie­fel ange­habt. Ob es dar­an lag, an ihren lan­gen roten Locken oder an ihrem über­zeu­gen­den Ein­satz, sei dahin gestellt. Jeden­falls freut sich Son­ja Rajsp über den Erfolg: „Das ist der Ham­mer”, und ver­spricht: „Ich wer­de mich sehr gern und viel und vol­ler Ener­gie für grü­ne Inhal­te, Ide­en und natür­lich für deren Umset­zung ein­set­zen.”