Kassierer Andreas Hörnig überbrachte den Scheck über 500 Euro für die Tafel Oberndorf aus der diesjährigen Weihnachtsaktion des VdK-Kreisverbandes Rottweil. Es freuten sich die Ehrenamtlichen (von links) Elfriede Stoll, Fred Hauke, Inge Kolhof, Gisela Reiniger, Siranosch Serkis und Angelika Gleichauf. Foto: hg

Der VdK-Kreis­ver­band Rott­weil hat die­ser Tage der Tafel ihn Obern­dorf einen Scheck über 500 Euro über­reicht. In einer Repor­ta­ge stellt Andre­as Hör­nig vom VdK die Arbeit der Tafel vor:

Dich­tes Gedrän­ge herrscht vor den Türen der Tafel in Obern­dorf, denn es hat­te sich her­um­ge­spro­chen, dass Advents­ka­len­der im Ange­bot sind. Gedul­dig müs­sen die Kun­den war­ten, bis ihre Far­be auf­ge­ru­fen wird und sie ein­kau­fen gehen kön­nen. Mit einem Farb­sys­tem ist dafür gesorgt, dass jeder der 189 Berech­tig­ten, die für ins­ge­samt 554 Per­so­nen zu sor­gen haben, auch ein­mal in den Genuss der grö­ße­ren Aus­wahl kom­men, die zu Beginn des Ver­kaufs besteht.

Seit 2009 gibt es die Tafel in Obern­dorf, die die Raum­schaft von Lein­stet­ten bis Hart­hau­sen, von Epfen­dorf bis Bösin­gen abdeckt. Der bis­he­ri­ge Stamm der Berech­tig­ten von Allein­er­zie­hen­den über Fami­li­en erfuhr durch die Asys­be­wer­ber einen kräf­ti­gen Zuwachs.

Begon­nen wur­de in der Was­ser­fall­stra­ße mit 60 Qua­drat­me­tern, zwi­schen­zeit­lich haben sich die Räum­lich­kei­ten im Don-Bos­ko-Haus fast ver­drei­facht und so muss­te auch ein Kühl­raum geschaf­fen wer­den, da auch die Tafeln die lebens­mit­tel­recht­li­chen Vor­schrif­ten ein­hal­ten müs­sen. 

Etwa 50 Ehren­amt­li­che tra­gen für den geord­ne­ten Ablauf bei, so müs­sen die Waren abge­holt wer­den, dazu steht ein Cad­dy und ein Kühl­wa­gen zur Ver­fü­gung, der durch die Pfandak­ti­on von Lidl und Mer­ce­des-Benz beschafft wer­den konn­te. Ohne die Lebens­mit­tel­spen­den von Real, Rewe, Lidl, Aldi, Ede­ka und den Bäcke­rei­en Back­körb­le, Stem­ke und Schne­cken­bur­ger könn­te der Betrieb nicht auf­recht erhal­ten wer­den.  

Elfrie­de Stoll, die von Anfang an dabei ist, betont die Bedeu­tung der vie­len Sach- und Geld­spen­den, denn die Tafel Obern­dorf muss sich selbst finan­zie­ren, da sie kei­ne Zuschüs­se erhält. Regel­mä­ßig kön­nen die Aus­lie­fe­rungs­la­ger von Rewe, Aldi und Ede­ka ange­fah­ren wer­den, um dort Waren zu bekom­men.

Auch die Tüten­ak­tio­nen von Rewe und Ede­ka, bei denen Bür­ger durch eine Fünf-Euro-Spen­de halt­ba­re Lebens­mit­tel für die Tafel ein­kau­fen, sind zu einem wich­ti­gen Bestand­teil gewor­den, denn halt­ba­re Lebens­mit­tel wie Nudeln, Reis, Milch, Öl sowie Dro­ge­rie­ar­ti­kel wie Dusch­gel und Zahn­pas­ta sind im Tafel­la­den Man­gel­wa­ren, da die­se nicht so reich­hal­tig gespen­det wer­den.

Zwi­schen­zeit­lich ist es dun­kel gewor­den, nach wie vor drän­gen sich Kun­den vor und im Tafel­la­den, der don­ners­tags von 14 bis 17 Uhr geöff­net ist.