ROTTWEIL – Am Tag der der Pfle­ge 2018 haben die Lin­ken im Land­kreis Rott­weil in Koope­ra­ti­on mit ver­di, Bezirk Schwarz­wald-Boden­see am Sams­tag auf dem Rott­wei­ler Wochen­markt einen eigens zu die­sem Zweck geschrie­be­nen Brief mit 101 Unter­schrif­ten an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Spahn gesandt.

Dar­in wer­den vier kon­kre­te For­de­run­gen erho­ben wie sie sich aus der Pra­xis der Pfle­ge­kräf­te in Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­hei­men auf­drän­gen:

1. Gesetz­li­chen Per­so­nal­be­mes­sung, um die Qua­li­tät der Arbeit und der Ver­sor­gung wirk­sam und schnell zu erhö­hen. 

2. Abschaf­fung der Fall­pau­scha­len, statt­des­sen eine soli­de und ver­läss­li­che Kran­ken­haus­po­li­tik

3. Eine soli­da­ri­schen Gesund­heits- und Pfle­ge­ver­si­che­rung als Basis für eine soli­de Finan­zie­rung, eine gute pfle­ge­ri­sche Ver­sor­gung und gute Bezehlung der Pfle­ge­kräf­te.

4. Kei­ne wei­te­ren Pri­va­ti­sie­run­gen, son­dern Über­füh­rung bereits pri­va­ti­sier­ter Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen in nicht-pro­fit­ori­en­tier­te Trä­ger­schaf­ten.

Die erfolg­rei­chen Unter­schrif­ten­samm­ler wur­den in den Gesprä­chen von den Markt­be­su­chern in ihren For­de­run­gen bestä­tigt und auf­ge­for­dert, in Ber­lin für eine Poli­tik­wen­de in der Pfle­ge zu sor­gen. Bis­her neh­me man dort das Pro­blem nicht aus­rei­chend ernst. Die von der Bun­des­re­gie­rung nur ins Auge gefass­ten 8000 neu­en Pfle­ge­stel­len sei­en jeden­falls kein Zei­chen für die rich­ti­ge Gewich­tung des tat­säch­lich bestehen­den Pfle­ge­not­stan­des.