Von Stromfressern und Energiesparern

Energieprojekt der Grundschule Eschbronn

Energiefachberater Sven Merz (hinten Mitte) vermittelte den Schülern von Klassenlehrerin Katja Wayß (links) viel Wissen über Klimawandel, Treibhauseffekt und Energie sparen. Foto: rg

Elek­tro­hei­zun­gen sind „Strom­fres­ser“, aber auch Fern­se­her und Com­pu­ter ver­brau­chen selbst im Stand-by-Modus viel Ener­gie. Auch fal­sches Lüf­ten ver­schwen­det Heiz-Ener­gie.

Die Viert­kläss­ler der Grund­schu­le Esch­bronn beschäf­tig­ten sich kürz­lich mit dem The­ma Kli­ma­wan­del und was jeder Ein­zel­ne dage­gen tun kann. Zwei­ma­li­gen Besuch erhiel­ten sie von Exper­te Sven Merz, der den Schü­lern um Klas­sen­leh­re­rin Kat­ja Wayß das Ener­gie- und Kli­ma­schutz­pro­jekt der Ener­gie­agen­tur Tutt­lin­gen, Nie­der­las­sung Rott­weil, ver­ständ­lich näher brach­te. Die Schu­le hat­te sich bewor­ben und wur­de berück­sich­tigt.

Merz erklär­te den wiss­be­gie­ri­gen Kin­dern die Ozon­schicht und war­um sie so wich­tig für die Erde und die Men­schen ist. Gefähr­det wird die­se Schutz­schicht vor allem durch den so genann­ten Treib­haus­ef­fekt, bei dem zu viel Koh­len­di­oxid in die Atmo­sphä­re gelangt, die Erd­tem­pe­ra­tur zunimmt, die Glet­scher schmel­zen und der Mee­res­spie­gel ansteigt. Die mög­li­chen Fol­gen ver­mit­tel­te Merz den Schü­lern in Bil­dern.

Damit sie den Begriff „Ener­gie“ ver­ste­hen, gab der Fach­mann ihnen die Haus­auf­ga­be, mit einem Mess­ge­rät meh­re­re Gerä­te im Haus­halt wie Fern­se­her, Ste­reo­an­la­ge, Kühl­schrank, Föhn und Com­pu­ter im ein­ge­schal­te­ten Zustand sowie im Stand-by-Modus zu mes­sen und auf­zu­schrei­ben. Die Vor­stel­lung der Ergeb­nis­se beim zwei­ten Besuch war teil­wei­se über­ra­schend. So braucht bei­spiels­wei­se ein CD-Play­er 3,2 Watt im aus­ge­schal­te­ten Zustand.

Das ist bei­na­he die Hälf­te, wenn er in Betreib ist. Wäh­rend eine LED-Lam­pe in Funk­ti­on nur 0,3 Watt anzeigt, schoss der Zei­ger des Mess­ge­räts bei einer ein­ge­schal­te­ten Elek­tro­hei­zung auf 2530 Watt. Der Ener­gie­fach­mann ver­deut­lich­te, wes­halb Kühl­schrank, Gefrier­tru­he und Wasch­ma­schi­ne nicht vom Netz getrennt wer­den dür­fen, Fern­se­her, PC und CD-Play­er aber beden­ken­los. Ener­gie kann in der Küche gespart wer­den, wenn beim Kochen die Herd­plat­te zei­tig abge­schal­tet, nur so viel Was­ser als nötig erwärmt und der Kühl­schrank nur kurz­zei­tig geöff­net wird und der Deckel auf dem Koch­topf bleibt.

Heiz­ener­gie wird ver­schwen­det, wenn Fens­ter län­ge­re Zeit gekippt sind statt Stoß­ge­lüf­tet wird, Vor­hän­ge die Heiz­kör­per ver­de­cken und Räu­me beheizt wer­den, in denen man sich gar nicht auf­hält. In einem Kurz­film wur­de den Schü­lern auch noch die Ener­gie­wen­de durch Son­ne, Wind, Was­ser und Bio­gas erklärt.

Zum Abschluss der Schul­stun­de tes­te­te Sven Merz die Schü­ler in einem Quiz, wie gut sie im Unter­richt auf­ge­passt hat­ten. Der Refe­rent zeig­te sich beein­druckt, weil kei­ne Fra­gen falsch beant­wor­tet wur­den. Zur Beloh­nung erhiel­ten die Viert­kläss­ler das Büch­lein vom Bau­er Hubert. Schul­lei­te­rin Kat­ja Wayß belohn­te ihre Schü­ler mit einem Ener­gie­rie­gel.  rg