KREIS ROTTWEIL (pm) – Mit ihrem Projektvorschlag ist die Jugendkunstschule Kreisel erfolgreich bei der Ausschreibung „Sprache verbindet – spielend Deutsch lernen. Innovative Ferienangebote für Kinder und Jugendliche“ der Stiftung Kinderland Baden-Württemberg. Darüber berichtet die Jugendkunstschule in einer Pressemitteilung:

Die Ausschreibung „Sprache verbindet – spielend Deutsch lernen. Innovative Ferienangebote für Kinder und Jugendliche“, war nahezu ideal für eine Bewerbung bei der Stiftung Kinderland“, meint die Jugendkunstschulleiterin Friederike Hogh-Binder. Denn sie überlegte schon seit einiger Zeit, wie ein Folgeprojekt zur Ergänzung und Erweiterung des alternativen Sprachlernprojekt der Jugendkunstschule „Zeichensprache“ finanzierbar wäre.  Dieses läuft seit zwei Jahren erfolgreich mit jungen Geflüchteten in Oberndorf, Schramberg und Rottweil. Es wurde zuerst vom Innovationsfond des Landes sowie dem Kultusministerium gefördert und seither von vielen weiteren Sponsoren unterstützt:  Lions Club und  KSK Rottweil, Stadt Oberndorf sowie den Bürgerstiftungen Oberndorf und Schramberg.

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Die Zielsetzung der aktuellen Ausschreibung der Stiftung Kinderland ist eine Förderung innovativer Ferienangebote. Eine sinnvolle Nutzung von Freizeit, die Vermittlung von Lern- und Erfahrungsinhalten und ein Einsatz von spielerischen Methoden beim Sprachelernen sind notwendige Voraussetzungen für den Erhalt der Stiftungsförderung.  Deutsch-Kenntnisse und kulturelle Kompetenzen fördern  sowie einen Austausch über Werte und Normen zu ermöglichen, sind weitere Kriterien der Baden-Württemberg-Stiftung, die es zu erfüllen gilt.  Zielgruppen sind dabei Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 16 Jahren, mit und ohne Flucht- und Migrationserfahrung oder Handicap.

“Genau das passte zu meinen Überlegungen, Ferienkurse sowohl für geflüchtete wie auch für deutsche Kinder gemeinsam anzubieten„ ,meint die Jugendkunstschulleiterin. So soll es sich bei „Win-Win“ um ganz vielfältige Kunst- und Kreativangebote handeln, die auf die fünf Standorte Oberndorf, Schramberg, Rottweil, Sulz und Dunningen wohldosiert verteilt und auf verschiedene Ferien gelegt werden. Das Konzept der Jugendkunstschule sieht dabei  vor, dass die Kursteilnehmer in Gruppen- oder Tandem-Arbeit zusammenwirken. Durch das direkte Miteinander bei verschiedenen Tätigkeiten, entsteht automatisch ein sprachlicher Austausch, ist die JKS-Leiterin überzeugt. Und die deutschen Kinder, die bei diesem Projekt mitmachen, profitieren ebenso wie die jungen Geflüchteten durch den Zuwachs an Wissen und Fähigkeiten und dadurch, dass sie die Rolle von Mentoren übernehmen können.

Durch die Förderung der Stiftung Kinderland sind die Kurse für die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen kostenlos, das senkt die Zugangsbarrieren und ermöglicht allen, die sich für diesen kreativen Austausch interessieren, daran teilzuhaben. In den Sommerferien 2017 starten die ersten Kursangebote. Im Moment befindet sich alles noch in der Planung, auch die Infoflyer sind in der Druckvorbereitung. Beginnen wird die Jugendkunstschule mit einem größeren Trickfilmprojekt in Oberndorf in der zweiten Ferienwoche, danach gibt es ein weiteres Kreativprojekt zum Thema „Turm in Rottweil“. Viele zusätzliche Angebote werden folgen. Eines haben alle Kursangebote gemeinsam:  Sie beschäftigen sich immer mit den direkten Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen. Thematisiert werden dabei Begriffe wie Heimat, Reise und Flucht, Tänze, Essen, Kleidung und vor allem ihre unterschiedlichen  Formen in den Herkunftsländern und hier in Deutschland. Das ergibt Vorlagen für einen spannenden Austausch der Kulturen, der als Früchte Freundschaft und Verständnis tragen kann. Diese Überzeugung teilen alle mitwirkenden Kursleiter/innen der Jugendkunstschule.

 

 

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