Gemeinderat kurz

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Lärmschutz durch Temporeduzierung

Tempo 30 für einige Straßen in Rottweil rückt näher: Der Lärmaktionsplan wird weiter verfolgt. Wie berichtet, sind dabei Lärmschutz-Maßnahmen vorgesehen, vor allem Geschwindigkeitsbeschränkungen auf einigen Straßen in der Innenstadt und der B 27 durch Neukirch. Pascal Schneider (CDU) hatte, wie schon bei der Vorberatung, die alten Berechnungsgrundlagen für das Lärmgutachten beanstandet, und wollte den Plan zwar „zur Kenntnis nehmen“, aber ihm nicht zustimmen. Der von der Verwaltung vorgelegte Plan wurde dann aber mit 15 gegen neun Stimmen angenommen.

Mobile Luftfilter

Die Verwaltung soll die Beschaffung von mobilen Luftfiltern für Klassenzimmer prüfen und, wo erforderlich, auch beschaffen. Die FDP hatte beantragt, solche Anlagen bis zur maximalen Ausnutzung der Fördermittel zu beschaffen. Das Land hatte für die Beschaffung ein Förderprogramm aufgelegt. Laut einer Studie der Universität Hohenheim sei das regelmäßige Lüften solchen Anlagen vorzuziehen, hatte Erik Fiss, Abteilungsleiter Hochbau der Stadt, in seiner Vorlage geschrieben. Aber dort, wo Lüften nicht möglich sei, könnten die mobilen Anlagen hilfreich sein. Der FDP-Antrag fand zwar auch in andern Fraktionen mehr oder weniger begeisterte Anhänger, aber nicht genügend: Neun Stimmen reichten bei 13 Gegenstimmen nicht aus. Der Antrag der Verwaltung hingegen wurde dann einstimmig angenommen.

Mehrkosten bei der Kinderkrippe

Teurer wird der Umbau der früheren Edith-Stein-Schule zur zweigruppigen Kinderkrippe. Dies berichtete Hochbau-Abteilungsleiter Erik Fiss dem Gemeinderat. Zum einen komme der Bau gerade in die Explosion der Baupreise, was sich auch hier auswirke. Am Flachdach hätten Problemstoffe ausgebaut werden müsse, die als Dämmung ersetzt werden müssten. Und schließlich war der Außenbereich der Krippe mit 100 Quadratmetern zu klein angesetzt worden – es brauche inzwischen mindestens 200 Quadratmeter Spielfläche, was unterm Strich 280 Quadratmeter zu bearbeitendes Gelände bedeuteten. Insgesamt sprach OB Ralf Broß von einem Mehraufwand in Höhe von 240.000 Euro. „Immer noch billiger als ein Neubau“, stellte Fiss fest. Der Rat genehmigte die zusätzlichen Kosten einstimmig bei einer Enthaltung.

Skatepark kostet 355.000 Euro

Der Skatepark kostet die Stadt wie zuletzt geplant 177.000 Euro. Dies ergab die Schlussrechnung, die vom UBV-Ausschuss im elektronischen Verfahren genehmigt und von OB Ralf Broß dem Gemeinderat bekanntgegeben wurde. Demnach beliefen sich die Gesamtkosten auf 335.000 Euro, deutlich mehr als ursprünglich angenommen. Die Mehrkosten ergaben sich laut Verwaltung aus gestiegenen Buaukosten und waren vom Gemeinderat so gebilligt wurden. Vom LEADER-Programm waren 120.000 EURO Zuschuss zugesagt worden, der Verein Rollbrett beteiligt sich insgesamt mit 48.000 Euro.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 23. Juli 2021 von Wolf-Dieter Bojus. Erschienen unter https://www.nrwz.de/in-kuerze/kurzberichtetrw/gemeinderat-kurz/319244