Bei der nächsten Sonntagsführung im Dominikanermuseum dreht sich alles um das berühmte Orpheusmosaik aus dem antiken Rottweil. Foto: pm

ROTTWEIL – Das Orpheus­mo­sa­ik ist eines der bedeu­tends­ten Objek­te in der Abtei­lung „arae fla­viae – römi­sches rott­weil“ des Domi­ni­ka­ner­mu­se­ums. Die Geschich­te des Sän­gers Orpheus war seit der Anti­ke ein belieb­tes The­ma in allen Kunst­gat­tun­gen, da sie sich mit einem zen­tra­len The­ma der Men­schen beschäf­tigt: Trau­er, Tod und des­sen Über­win­dung. Einen Ein­blick in die­se The­ma­tik bie­tet eine Füh­rung für die gan­ze Fami­lie am Sonn­tag, 18. Febru­ar, um 15 Uhr.

Tod und Trau­er sind The­men, die heu­te wie in römi­scher Zeit bewe­gen. Doch ver­gleicht man den Umgang damit in römi­scher Zeit mit heu­ti­gen Vor­stel­lun­gen, so wer­den schnell eini­ge Unter­schie­de offen­sicht­lich. Führt man nach dem Tod ein freud­lo­ses Dasein im Schat­ten­reich? Ist mit dem Tod alles been­det oder lebt man nach dem Tod wei­ter? Kann man sich vor­stel­len, am Grab gelieb­ter Fami­li­en­mit­glie­der zu essen, trin­ken und zu fei­ern?

Eine zen­tra­le Rol­le spie­len stets auch Sagen und Mythen, wor­un­ter die über den Sän­ger Orpheus zu den bekann­tes­ten zu zäh­len ist. Nach dem Tod sei­ner gelieb­ten Frau Eury­di­ke stieg er in die Unter­welt hin­ab und bat Hades, sei­ne Eury­di­ke mit­neh­men zu dür­fen. Ob ihm dies gelingt erfah­ren die Teil­neh­mer, span­nend erzählt, zum Abschluss der Füh­rung.

Die Zusam­men­hän­ge zwi­schen der Orpheus­sa­ge und den in römi­scher Zeit prak­ti­zier­ten Grab­kul­ten und Jen­seits­vor­stel­lun­gen wird Tho­mas Haß­ler in der Sonn­tags­füh­rung am 18. Febru­ar erläu­tern.