Vortrag zum Thema Wissenerwerb vor großem Publikum

ROTTWEIL – Ler­nen will gelernt sein. Das mach­te die Lern­coa­chin Nadi­ne Oepen vom Ber­li­ner Ver­ein LBV den rund 180 Zuhö­rern im Fest­saal der Gym­na­si­en am Mon­tag­abend deut­lich. Zu dem Vor­trag zum The­ma Wis­sen­er­werb hat­te der Gesamt­el­tern­bei­rat der Rott­wei­ler Schu­len gela­den.

Es gelang Oepen, die Eltern zwei Stun­den lang in ihren Bann zu zie­hen. Auf anschau­li­che Wei­se ver­deut­lich­te die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ne­rin in ers­ten Teil des Vor­trags, wie das mensch­li­che Gehirn funk­tio­niert, wie sich Lern­stoff am bes­ten im Lang­zeit­ge­dächt­nis lagern und spä­ter wie­der abru­fen lässt: in Häpp­chen auf­ge­teilt, the­ma­tisch geglie­dert, sinn­voll ver­knüpft mit bereits vor­han­de­nem Wis­sen und Bil­dern. So lau­te­ten ihre Grund­re­geln, die die Eltern anhand von Mer­kauf­ga­ben gleich an sich tes­ten konn­ten.

Nach einer Pau­se ging sie auf die unter­schied­li­chen Lern­ty­pen ein und erläu­ter­te, wo das eige­ne Kind ein­zu­ord­nen ist. Oepen mach­te klar: Kein Kind ist zu hun­dert Pro­zent einem der vier Lern­ty­pen zuzu­ord­nen, doch las­sen sich Ten­den­zen erken­nen. Mit klei­nen Tipps und Hin­wei­sen wies sie Wege, wie wel­cher Lern­typ funk­tio­niert und beim Ler­nen moti­viert wer­den kann. Dabei wur­de klar: Was für das eine Kind der Königs­weg ist, kann für das ande­re Kind eine Sack­gas­se sein. Jedes Kind muss eige­ne Stra­te­gi­en ent­wi­ckeln, um den Schul­stoff zu erler­nen. Doch Eltern kön­nen dabei hel­fen, das Ler­nen zu erler­nen: mit Geduld und dem pas­sen­den kom­mu­ni­ka­ti­ven Umgang.

Ers­te Rück­mel­dun­gen der Eltern waren durch­aus posi­tiv: „Klas­se Vor­trag, aus dem ich auch für mich als Erwach­se­ne Anre­gun­gen her­aus­ge­zo­gen habe“, sag­te etwa eine Zuhö­re­rin. Das habe sich in jedem Fall gelohnt, bekun­de­te eine wei­te­re Mut­ter. Der LBV war sicher nicht zu letz­ten Mal in Rott­weil, lau­tet die Ein­schät­zung von GEB-Vor­stands­mit­glied Elke Rei­chen­bach.