1200 Unterrichtsstunden bei der Integrationskurs-Dozentin Dorothea Eren liegen hinter den Teilnehmenden dieses Alphabetisierungskurses. Zum Abschluss haben sie am ersten Deutschtest für Zuwanderer nach der Corona-Schließung der vhs Schramberg teilgenommen und erhalten mit dem Ergebnisbogen beziehungsweise Zertifikat auch eine Rückmeldung über ihren Lernstand.Über den Kurs berichtet die VHS:

„Im Vordergrund steht bei einem solchen Kurs nicht das Erreichen von Sprachniveau B1, sondern die Förderung der einzelnen Teilnehmenden nach ihren persönlichen Möglichkeiten. Wenn dabei ein gutes Ergebnis erzielt werden kann, ist das umso erfreulicher. Im Mittelpunkt steht die Integration im Alltag. Wenn die Teilnehmenden selbstständiger werden und ihren Alltag in Deutschland mit mehr Selbstbewusstsein bewältigen, sind viele Ziele des Integrationskurses schon erreicht.

Die Lehrkraft im Kurs muss auf diesem Weg viele Hürden mit den Teilnehmenden nehmen. Gedächtnisprobleme aufgrund des fortgeschrittenen Alters, gesundheitliche Einschränkungen, Arbeitslosigkeit, wenig Erfahrung mit strukturiertem Lernen, Sorgen um Familienangehörige, unverarbeitete Verluste, all dies bremst in einem solchen Kurs den Lernfortschritt und wird auch für die Lehrkräfte zur täglichen Herausforderung.

Dorothea Eren hat sich zusammen mit vielen Teilnehmenden diesen Herausforderungen über einen Zeitraum von 15 Jahren bei vhs Schramberg gestellt. Dies war ihr letzter Kurs, den sie nun bei der Zertifikatsübergabe verabschiedet hat. Es war ein weiter Weg. Viele sind über sich hinausgewachsen und in eine neue Erfahrungswelt eingetaucht – am Ende hat es sich gelohnt. Im diesjährigen Jubiläumsjahr „15 Jahre Integrationskurse“ wird sich im Herbst auch die vhs Schramberg im feierlichen Rahmen von Eren verabschieden.“