Werner Kaufmann beantwortet als Jugendsachbearbeiter der Polizei die Fragen der Schülerinnen und Schüler

Bereits seit eini­gen Jah­ren besteht die Koope­ra­ti­on mit der „Wil­den Büh­ne“ aus Stutt­gart, ein Sucht- und Gewalt­prä­ven­ti­ons­pro­jekt, das für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der 8. Klas­sen der Erhard-Jung­hans-Schu­le statt­fand.

Im Mit­tel­punkt der Auf­füh­rung stan­den laut Pres­se­mit­tei­lung der Schu­le pro­vo­kan­te Sze­nen aus der Lebens­welt der Jugend­li­chen mit einem „nega­ti­ven Ende“, die die ehe­ma­li­gen sucht­ab­hän­gi­gen Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler mit Über­zeu­gungs­kraft dar­stell­ten.

Im Anschluss dar­an wur­den in gemein­sa­men Dis­kus­sio­nen alter­na­ti­ve Hand­lungs­ab­läu­fe mit den Schü­lern erar­bei­tet und zuletzt selbst von den Schü­le­rin­nen und Schü­lern auf der Büh­ne mit den ehe­ma­li­gen abhän­gi­gen Schau­spie­lern gemein­sam gespielt und reflek­tiert. Die Schü­ler wur­den dazu auf­ge­for­dert, die Sze­nen mit einem „posi­ti­ven Ende“ wei­ter­zu­spie­len. Die drei Sze­nen, die die „Wil­de Büh­ne“ auf­führ­te, behan­del­ten die The­men „Außen­sei­ter und Rau­chen“, „Alko­hol und Grup­pen­druck“ und „Sucht und Freund­schaft“.

Gro­ßen Bei­fall beka­men die muti­gen Schü­ler, die sich frei­wil­lig auf die Büh­ne wag­ten, von ihren Mit­schü­lern.

Beein­dru­ckend und zugleich ein­präg­sam für die Jugend­li­chen war die Offen­heit der Schau­spie­ler, die über ihre per­sön­li­chen Erfah­run­gen ihrer eige­nen Sucht­ver­gan­gen­heit erzähl­ten. Sie gaben den Tipp, in schwie­ri­gen Lebens­la­gen mit einer Ver­trau­ens­per­son über ihre Pro­ble­me zu spre­chen und nicht nur mit sich allei­ne aus­zu­ma­chen.

Geför­dert wird das Thea­ter­pro­jekt durch das Lan­des­kri­mi­nal­amt. Auch Wer­ner Kauf­mann als Jugend­sach­be­ar­bei­ter der Poli­zei wur­de als Koope­ra­ti­ons­part­ner mit ein­ge­la­den und von den Schü­lern der Erhard-Jung­hans-Schu­le mit Applaus begrüßt.

Die Orga­ni­sa­ti­on des Sucht- und Gewalt­prä­ven­ti­ons­pro­jek­tes oblag der Schul­so­zi­al­ar­bei­te­rin Griet­je Paul vom JUKS³. In der Nach­be­rei­tung des Thea­ter­pro­jek­tes inner­halb der Klas­sen, die auch von der „Wil­den Büh­ne“ emp­foh­len wird, wur­de in die­sen Gesprä­chen deut­lich, dass nie­mand die Erfah­rung eines Außen­sei­ters machen möch­te und vor allem in „schwie­ri­gen Situa­tio­nen“, in denen man Kon­takt mit Alko­hol oder Rau­chen habe, wie­der an den Pro­jekt­tag mit der „Wil­den Büh­ne“ den­ken wer­de.