„Die Unbeugsame“ Christa Lörcher erinnert an turbulente Zeiten

„Die Unbeugsame“ Christa Lörcher erinnert an turbulente Zeiten

Am 16. Oktober um 17.30 Uhr wird im  Subiaco in Schramberg der Dokumentarfilm „Die Unbeugsamen“ gezeigt. Die Dokumentation erzählt über die Pionierinnen der westdeutschen Politik, die sich ihren Platz an der Seite der Männer erkämpfen mussten.

In der Bonner Republik der 1950er Jahre, aber auch später, waren vor allem Männer für das politische Tagesgeschäft zuständig. Frauen mussten sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen mit harter Pionierarbeit gegen erfolgsverwöhnte Männer erkämpfen, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Sexismus und Herabsetzungen waren an der Tagesordnung, doch ließen sie sich nicht beeindrucken. In dem Dokumentarfilm von Torsten Körner kämen die Politikerinnen von damals und heute zu Wort und erinnerten sich an die turbulente Zeit.

Christa Lörcher. Foto: pm

„Christa Lörcher war und ist eine Unbeugsame.“ Von 1993-2002 im Bundestag, habe sie als einzige SPD-Abgeordnete gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan gestimmt. Einen Tag vor der Abstimmung verließ sie die SPD-Fraktion. Sie erhielt die Clara-Immerwahr-Auszeichnung für Zivilcourage. Die heute 80-Jährige lebe mit ihrem Mann in Villingen. Sie war Lehrerin und machte eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Sie kommt im Film nicht vor, denn der endet im Jahr 1990, aber Lörcher wird aus ihrem Erleben in Bonn und Berlin berichten.

Ihr Engagement für den Frieden und Mitmenschlichkeit ziehe sich durch ihr Leben. Kinderschutzbund, Hospizbewegung, Behindertenbeauftragte für Stadt und Kreis, Pro Asyl, und immer wieder für den Frieden, sei sie doch auch Mitbegründerin des Regionalen Friedensbündnisses VS.

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Quelle: NRWZ.de – veröffentlicht am 11. Oktober 2021 von Pressemitteilung (pm). Erschienen unter https://www.nrwz.de/in-kuerze/kurzberichtetsb/die-unbeugsame-christa-loercher-erinnert-an-turbulente-zeiten/326132